Wie wirkt Pulmicort®?
Pulmicort® enthält den Wirkstoff Budesonid, ein inhalatives Glukokortikoid mit entzündungshemmender Wirkung. Budesonid bindet an intrazelluläre Glukokortikoidrezeptoren und beeinflusst die Genexpression entzündungsrelevanter Mediatoren. Dadurch wird die Bildung von Zytokinen, Prostaglandinen und Leukotrienen vermindert und die Aktivität entzündlicher Zellen in den Atemwegen reduziert.
Bei inhalativer Anwendung wirkt Budesonid überwiegend lokal in den Bronchien. Es verringert die Schleimhautschwellung, die bronchiale Überempfindlichkeit und die entzündliche Reaktion der Atemwege. Pulmicort® Turbohaler wird zur regelmäßigen antientzündlichen Behandlung von Asthma bronchiale eingesetzt, entfaltet jedoch keine sofortige bronchienerweiternde Wirkung und ist nicht zur Akutbehandlung eines Asthmaanfalls bestimmt.
Dosierung von Pulmicort®
Inhalationspulver. Für Erwachsene wird in der Regel morgens und abends jeweils ein Hub empfohlen, was einer Tagesdosis von insgesamt 0,4 mg Budesonid entspricht. Die maximale Tagesdosis beträgt acht Hübe beziehungsweise 1,6 mg Budesonid täglich. Bei leichtem bis mittelschwerem Asthma kann unter Umständen bereits eine einmal tägliche Inhalation am Abend ausreichend sein. Sollte sich die Asthmakontrolle unter einer einmaligen Anwendung verschlechtern, ist auf eine zweimal tägliche Anwendung umzustellen. Höhere Tagesdosen als 0,4 mg Budesonid müssen grundsätzlich auf mindestens zwei Einzelgaben verteilt werden.
Suspension für einen Vernebler. Für Erwachsene beträgt die empfohlene Anfangsdosis in der Regel zweimal täglich 4 bis 8 ml Suspension, entsprechend 1 bis 2 mg Budesonid pro Anwendungstag. Die Erhaltungsdosis wird individuell durch den Arzt festgelegt. Üblicherweise werden bei Erwachsenen zweimal täglich 2 bis 4 ml Suspension angewendet, was einer Tagesdosis von 0,5 bis 1 mg Budesonid entspricht. Die maximale Tagesdosis von 4 mg Budesonid beziehungsweise 16 ml Suspension sollte bei Erwachsenen in der Regel nicht überschritten werden.
Wenn Sie versehentlich mehr angewendet haben als verordnet, sollten Sie die Dosierung nicht eigenständig verändern, sondern Ihren Arzt um Rat fragen. Nach einer einmaligen Überdosierung kann die Behandlung meist wie gewohnt fortgesetzt werden.
Falls Sie eine Anwendung vergessen haben, setzen Sie die Therapie zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt normal fort. Verwenden Sie keine doppelte Menge, um die ausgelassene Anwendung auszugleichen.
Wenn Sie die Behandlung beenden möchten, sollten Sie dies nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt tun. Gemeinsam kann entschieden werden, ob das Arzneimittel sofort oder schrittweise abgesetzt werden sollte und ob in bestimmten Situationen zusätzlich Glukokortikoide in Tablettenform erforderlich sind.
Gebrauchsanweisung für Pulmicort® Turbohaler
Vor der Inhalation wird die Schutzkappe entfernt und der Turbohaler aufrecht gehalten. Zur Vorbereitung einer Dosis wird das Dosierrad bis zum Anschlag in eine Richtung und anschließend wieder zurückgedreht. Ein hörbares Klicken zeigt an, dass eine Einzeldosis zur Inhalation bereitgestellt wurde.
Vor dem Einatmen sollte vollständig ausgeatmet werden, jedoch nicht in das Mundstück. Anschließend wird das Mundstück mit den Lippen fest umschlossen und die Dosis durch einen kräftigen, tiefen Atemzug inhaliert. Danach wird das Gerät aus dem Mund genommen und langsam ausgeatmet. Nach der Anwendung sollte der Mund mit Wasser ausgespült werden, um lokale Nebenwirkungen wie Heiserkeit oder Pilzinfektionen im Mund-Rachen-Raum zu vermindern. Der Turbohaler ist trocken aufzubewahren und das Mundstück darf nicht mit Wasser gereinigt werden.
Gebrauchsanweisung für Pulmicort® Suspension für einen Vernebler
Lassen Sie sich die richtige Anwendung des Arzneimittels ausführlich von Ihrem Arzt erklären, damit Anwendungsfehler vermieden werden. Kinder sollten das Präparat nur unter Aufsicht eines Erwachsenen inhalieren.
Bei einer intermittierenden Überdruckbeatmung (IPPB) gelten dieselben Dosierungsempfehlungen. Nach einem anfänglich höheren Inspirationsdruck von bis zu 40 cm Wassersäule kann die Steuerung des Respirators in der Regel durch den Patienten selbst bei einem Druckbereich von etwa 10 bis 20 cm Wassersäule erfolgen.
Um Reizungen im Mund- und Rachenraum möglichst gering zu halten, sollte das Arzneimittel vorzugsweise vor den Mahlzeiten angewendet werden. Ist dies nicht möglich, empfiehlt es sich, nach der Inhalation den Mund gründlich mit Wasser auszuspülen.
Das Präparat ist ausschließlich zur Inhalation mit einem handelsüblichen Vernebler vorgesehen. Die Suspension darf weder geschluckt noch injiziert werden. Nach jeder Anwendung sollten Verneblungskammer, Mundstück oder Gesichtsmaske sorgfältig mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel gesäubert werden. Wird eine Gesichtsmaske verwendet, sollte anschließend das Gesicht mit Wasser gereinigt werden, um Hautreizungen vorzubeugen.
Vor jeder Anwendung ist das Behältnis gut zu schütteln. Die Suspension kann entweder unverdünnt oder nach dem Mischen mit physiologischer Kochsalzlösung (0,9 %) beziehungsweise anderen gebräuchlichen Inhalationslösungen angewendet werden, beispielsweise mit Terbutalin, Salbutamol, Fenoterol, Acetylcystein, Natriumcromoglicat oder Ipratropium. Nach dem Vermischen sollte die Lösung innerhalb von 30 Minuten verwendet werden.
Die Inhalation erfolgt mithilfe eines handelsüblichen Verneblers, der ein Aerosol mit einer Tröpfchengröße von maximal 6 Mikrometern erzeugt. Das Gerät sollte mit einem Kompressor ausgestattet sein, der eine Durchflussrate von etwa 6 bis 8 Litern pro Minute ermöglicht. Ultraschallvernebler sind für die Anwendung nicht geeignet. Je nach Ausstattung des Geräts kann die tatsächlich abgegebene Wirkstoffmenge variieren.
Abhängig vom Kompressorfluss und vom eingefüllten Flüssigkeitsvolumen werden etwa 40 bis 60 % der Suspensionsmenge vernebelt und stehen zur Inhalation zur Verfügung. Optimale Bedingungen werden in der Regel bei einem Flussvolumen von 6 bis 8 Litern pro Minute und einem Füllvolumen von 2 bis 4 ml erreicht. Die tatsächlich inhalierte Wirkstoffmenge hängt zusätzlich vom individuellen Atemrhythmus des Patienten ab.
Weitere Informationen finden Sie in der Packungsbeilage.
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