Wie wirkt Atorvastatin?
Atorvastatin gehört zur Gruppe der Statine und wird zur Senkung erhöhter Blutfettwerte eingesetzt. Der Wirkstoff hemmt gezielt das Enzym HMG-CoA-Reduktase, das in der Leber eine Schlüsselrolle bei der Bildung von Cholesterin spielt. Durch diese Hemmung wird die Entstehung von Mevalonat – einer wichtigen Vorstufe des Cholesterins – reduziert, wodurch die körpereigene Cholesterinproduktion verringert wird.
Die sinkende Cholesterinkonzentration in den Leberzellen führt zu einer verstärkten Bildung von LDL-Rezeptoren an deren Oberfläche. Diese fördern die Aufnahme von LDL-Cholesterin aus dem Blut und beschleunigen dessen Abbau. In der Folge werden sowohl die LDL- als auch die Gesamtcholesterinwerte gesenkt. Zusätzlich kann Atorvastatin die Triglyzeridwerte moderat reduzieren und den HDL-Cholesterinspiegel leicht erhöhen.
Dosierung und Anwendungshinweise für Atorvastatin Basics®
Atorvastatin Basics® wird zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte eingesetzt. Zu Beginn der Behandlung beträgt die übliche Dosis 10 mg einmal täglich. Je nach individuellem Therapieerfolg kann die Dosis schrittweise angepasst werden; gebräuchlich sind Tagesdosen zwischen 10 und 80 mg. Die maximal empfohlene Tagesdosis liegt bei 80 mg.
Die Tabletten werden einmal täglich eingenommen, unabhängig von den Mahlzeiten, möglichst stets zur gleichen Tageszeit. Sie sollten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden. Während der Behandlung ist es sinnvoll, die empfohlene cholesterinsenkende Ernährung weiterhin einzuhalten.
Zur Überprüfung des Behandlungserfolgs sind regelmäßige Kontrollen der Blutfettwerte erforderlich. Auf dieser Grundlage kann der Arzt bei Bedarf die Dosierung anpassen.
Nebenwirkungen von Atorvastatin Basics®
Wie bei allen Arzneimitteln können auch bei diesem Präparat Nebenwirkungen auftreten, die jedoch nicht bei jedem Patienten beobachtet werden.
Schwere Nebenwirkungen:Bei Anzeichen einer ernsthaften Reaktion sollte die Einnahme sofort beendet und unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Dazu gehören insbesondere:
- schwere allergische Reaktionen mit Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge oder im Rachen, die Atemprobleme verursachen können;
- ausgeprägte Hautreaktionen mit Blasenbildung, Ablösung der Haut, Fieber oder starkem Hautausschlag, vor allem an Händen und Füßen;
- starke Muskelschmerzen, Muskelschwäche oder Muskelschädigungen, insbesondere in Kombination mit allgemeinem Unwohlsein, Fieber oder dunkel verfärbtem Urin (möglicher Hinweis auf Rhabdomyolyse).
In sehr seltenen Fällen können ungewöhnliche Blutungen oder Hämatome auf eine Beeinträchtigung der Leberfunktion hinweisen. Auch ein lupusähnliches Krankheitsbild mit Haut- und Gelenkbeschwerden ist möglich.
Häufige Nebenwirkungen:
- Entzündungen im Bereich der oberen Atemwege, Halsschmerzen, Nasenbluten;
- allergische Reaktionen;
- erhöhter Blutzuckerspiegel;
- Kopfschmerzen;
- Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Verstopfung, Blähungen, Verdauungsstörungen oder Durchfall;
- Schmerzen in Muskeln, Gelenken oder im Rücken;
- veränderte Leberwerte in Blutuntersuchungen.
Seltene Nebenwirkungen:
- Sehstörungen;
- ungewöhnliche Blutungen oder blaue Flecken;
- Gelbfärbung der Haut oder Augen (Hinweis auf Cholestase);
- Verletzungen der Sehnen;
- schwere allergische Reaktionen mit Atemnot oder Kreislaufproblemen;
- Hörverlust;
- Vergrößerung der Brustdrüsen bei Männern und Frauen (Gynäkomastie).
Weitere mögliche Nebenwirkungen:Gelegentlich können unter anderem Veränderungen des Appetits, Schlafstörungen, Schwindel, Missempfindungen, Verdauungsbeschwerden, Hautreaktionen, Muskelschwäche, Müdigkeit oder Fieber auftreten.
In seltenen Fällen wurde über anhaltende Muskelschwäche oder Erkrankungen wie Myasthenia gravis berichtet, die auch die Atemmuskulatur betreffen können. Bei Symptomen wie zunehmender Schwäche, Doppelbildern, Schluckbeschwerden oder Atemnot sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Darüber hinaus können Nebenwirkungen auftreten, die auch für andere Statine beschrieben wurden, darunter Störungen der Sexualfunktion, depressive Verstimmungen oder Atemprobleme wie anhaltender Husten und Kurzatmigkeit. Bei entsprechender Veranlagung kann sich zudem ein Diabetes entwickeln.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken – auch solche, die hier nicht aufgeführt sind – wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Verträglichkeit von mit Atorvastatin Basics® anderen Arzneimitteln
Einige Arzneimittel können die Wirkung dieses Präparats beeinflussen oder selbst in ihrer Wirkung verändert werden. Solche Wechselwirkungen können entweder die Wirksamkeit der Behandlung verringern oder das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen, insbesondere für schwerwiegende Muskelschäden wie eine Rhabdomyolyse.
Besondere Vorsicht ist erforderlich bei gleichzeitiger Anwendung von:
- Medikamenten, die das Immunsystem beeinflussen (z. B. Ciclosporin).
- Bestimmten Antibiotika und Antimykotika (z. B. Erythromycin, Clarithromycin, Ketoconazol, Itraconazol, Fluconazol, Rifampicin, Fusidinsäure).
- Anderen lipidsenkenden Arzneimitteln (z. B. Gemfibrozil, Fibrate, Colestipol).
- Calciumkanalblockern und weiteren Herzmedikamenten (z. B. Amlodipin, Diltiazem, Verapamil, Amiodaron, Digoxin).
- Antiviralen Wirkstoffen, insbesondere zur Behandlung von HIV- oder Hepatitis-C-Infektionen (z. B. Ritonavir, Lopinavir, Atazanavir, Telaprevir, Boceprevir).
- Letermovir zur Vorbeugung von Infektionen durch das Cytomegalievirus.
- Weiteren Substanzen wie Ezetimib, Warfarin, hormonellen Verhütungsmitteln, Stiripentol, Cimetidin, Phenazon, Colchicin sowie Antazida mit Aluminium oder Magnesium.
- Pflanzlichen Präparaten wie Johanniskraut.
Falls eine Behandlung mit Fusidinsäure notwendig ist, sollte die Einnahme dieses Arzneimittels vorübergehend unterbrochen werden. Ihr Arzt wird festlegen, wann die Therapie wieder aufgenommen werden kann. Eine gleichzeitige Anwendung kann in seltenen Fällen zu Muskelschäden führen.
Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol:
- Grapefruitsaft: Der Verzehr sollte auf ein bis zwei kleine Gläser pro Tag beschränkt werden, da größere Mengen die Wirkung des Arzneimittels verstärken können.
- Alkohol: Während der Behandlung sollte ein übermäßiger Alkoholkonsum vermieden werden, da dies das Risiko für unerwünschte Wirkungen erhöhen kann.
Bei Fragen zur gleichzeitigen Einnahme mit anderen Lebensmitteln oder Arzneimitteln empfiehlt es sich, ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einzuholen.
Kontraindikationen für Atorvastatin Basics®
Atorvastatin Basics® darf nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Atorvastatin oder einem der sonstigen Bestandteile besteht. Ebenso ist die Anwendung bei Patienten mit aktiven Lebererkrankungen oder bei dauerhaft erhöhten Leberenzymwerten ungeklärter Ursache ausgeschlossen.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist das Arzneimittel kontraindiziert, da die Hemmung der Cholesterinbildung die Entwicklung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen kann. Auch Frauen im gebärfähigen Alter sollten das Präparat nur anwenden, wenn eine zuverlässige Empfängnisverhütung gewährleistet ist. Bei schweren Störungen der Leberfunktion darf das Medikament ebenfalls nicht eingesetzt werden.
Lagerung von Atorvastatin Basics®
Atorvastatin Basics® sollte bei Temperaturen von maximal 25 °C gelagert werden. Um die Tabletten vor Feuchtigkeit und Lichteinwirkung zu schützen, empfiehlt es sich, das Arzneimittel in der Originalverpackung aufzubewahren.
Die Verwendung ist nur bis zum auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum zulässig. Zudem ist darauf zu achten, dass das Präparat außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufbewahrt wird.
Behandlungsoptionen für Atorvastatin Basics®
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