Wie wirkt Axhidrox®?
Axhidrox® enthält Glycopyrroniumbromid, einen anticholinergen Wirkstoff, der lokal zur Behandlung der primären Hyperhidrose eingesetzt wird. Der Wirkmechanismus beruht auf der Hemmung von muskarinischen Acetylcholinrezeptoren in den ekkrinen Schweißdrüsen.
Durch die Blockade dieser Rezeptoren wird die cholinerge Stimulation der Schweißsekretion reduziert, was zu einer Verminderung der Schweißproduktion in den behandelten Hautarealen führt. Die Wirkung ist lokal begrenzt, wodurch systemische Effekte weitgehend minimiert werden.
Dosierung von Axhidrox®
Die empfohlene Anwendung umfasst zwei Pumpstöße pro Achselhöhle.
Während der ersten vier Wochen sollte das Präparat einmal täglich angewendet werden, vorzugsweise am Abend, wobei es gleichmäßig in beiden Achselhöhlen verteilt wird. Ab der fünften Woche kann die Anwendungshäufigkeit – abhängig von der Reduktion der Schweißproduktion – auf etwa zweimal pro Woche verringert werden.
Bei sachgemäßer Anwendung ausschließlich im Achselbereich ist eine Überdosierung eher unwahrscheinlich. Eine zu häufige oder übermäßige Anwendung kann jedoch das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen.
Das Präparat sollte nicht auf andere Körperstellen wie Hände, Füße oder Gesicht sowie nicht auf großflächige Hautareale aufgetragen werden. Eine zu starke Hemmung der Schweißproduktion kann zu einer Überhitzung des Körpers und im Extremfall zu einem Hitzschlag führen. Sollten Sie ein verstärktes Hitzegefühl oder eine erhöhte Körpertemperatur bemerken, setzen Sie die Anwendung sofort ab und suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf.
Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, um eine ausgelassene Anwendung auszugleichen. Setzen Sie die Anwendung wie vorgesehen fort.
Wird die Behandlung beendet, kann das vermehrte Schwitzen wieder auftreten.
Gebrauchsanweisung für Axhidrox®
Axhidrox® ist zur äußerlichen (kutanen) Anwendung in den Achselhöhlen bestimmt und wird ausschließlich mit dem Pumpaufsatz, nicht mit den Fingern, aufgetragen. Das Arzneimittel wird einmal täglich, vorzugsweise am Abend, angewendet. Vor der Anwendung sollte die Haut sauber, trocken und unverletzt sein.
Nach dem Auftragen sind die Hände gründlich zu waschen, um einen unbeabsichtigten Kontakt mit Augen oder Schleimhäuten zu vermeiden. Für eine optimale Wirkung ist eine regelmäßige Anwendung erforderlich. Nach der Applikation sollten die behandelten Hautstellen nicht sofort gewaschen oder stark befeuchtet werden. Änderungen des Anwendungsschemas oder ein Absetzen der Behandlung sollten nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.
Nebenwirkungen von Axhidrox®
Wie bei allen Arzneimitteln können auch bei diesem Präparat Nebenwirkungen auftreten, die jedoch nicht bei jedem Patienten vorkommen.
Beenden Sie die Anwendung sofort und suchen Sie umgehend einen Arzt oder den Notdienst auf, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Reaktionen bemerken verschwommenes Sehen.
Weitere mögliche Nebenwirkungen
Häufig:
- Mundtrockenheit;
- im Bereich der behandelten Achselhöhlen: Reizung, Schmerzen, Juckreiz, Entzündung der Haarfollikel;
- trockene Nase, trockene Augen, trockene Haut;
- Kopfschmerzen;
- Verstopfung.
Gelegentlich:
- in den behandelten Achselhöhlen: trockene Haut, Ausschlag, Ekzeme, Akne, Schwellungen, Hautentzündung;
- Ekzem, Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötung;
- chronisches Hautekzem (Neurodermitis), Hautreizungen;
- verdickte Hautveränderungen (Plaques);
- veränderter Körpergeruch;
- psoriasisähnliche Hautveränderungen (Parapsoriasis);
- trockene Lippen, Hände oder Schleimhäute;
- gereizte, juckende oder gerötete Augen;
- unterschiedliche Pupillengröße, Sehstörungen;
- Blähbauch, harter Stuhl;
- Schmerzen im Mund-, Rachen- oder Brustbereich;
- Engegefühl im Hals;
- Schläfrigkeit, Müdigkeit;
- Schlafstörungen oder verminderte Schlafqualität;
- Schwindel;
- vermehrtes Schwitzen;
- verminderte Anzahl an Blutplättchen;
- beschleunigter Herzschlag;
- Veränderungen des Herzrhythmus (z. B. verlängertes QT-Intervall im EKG);
- erhöhte Leberwerte in Blutuntersuchungen.
Bitte beachten Sie zudem, dass dieses Arzneimittel die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen kann. Seien Sie daher im Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen besonders vorsichtig.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Beschwerden, die nicht in dieser Übersicht aufgeführt sind.
Verträglichkeit von mit Axhidrox® anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, kürzlich verwendet haben oder deren Anwendung planen.
Einige Medikamente können die Wirkung dieses Präparats beeinflussen oder selbst in ihrer Wirkung verändert werden. Dazu zählen unter anderem:
- Topiramat, das zur Behandlung von Epilepsie oder Migräne eingesetzt wird.
- Sedierende Antihistaminika, die bei Allergien oder Schlafstörungen verwendet werden.
- Trizyklische Antidepressiva, die zur Therapie von Depressionen dienen.
- Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer), die bei Depressionen oder der Parkinson-Krankheit eingesetzt werden.
- Neuroleptika bzw. Antipsychotika, die bei psychischen Erkrankungen oder Angstzuständen angewendet werden.
- Opioide, die zur Behandlung von Schmerzen oder Husten eingesetzt werden.
Wenn Sie unsicher sind, ob eines Ihrer Medikamente betroffen ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Kontraindikationen für Axhidrox®
Axhidrox® ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen Glycopyrroniumbromid oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels. Aufgrund des anticholinergen Wirkmechanismus darf das Präparat nicht angewendet werden bei Patienten mit Engwinkelglaukom, da es zu einer Verschlechterung des Augeninnendrucks kommen kann.
Sprechen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels mit Ihrem Arzt oder Apotheker, insbesondere wenn Sie derzeit oder in der Vergangenheit Probleme mit der Prostata, der Harnblase oder beim Wasserlassen hatten.
Beenden Sie die Anwendung und wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Anzeichen eines Harnverhalts auftreten, wie ein schwacher Harnstrahl, tröpfelndes Wasserlassen, häufiger Harndrang oder das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können.
Informieren Sie Ihren Arzt auch, wenn Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden, einschließlich dialysepflichtigem Nierenversagen. Ebenso sollten Sie ärztlichen Rat einholen, wenn bei Ihnen Störungen der Blut-Hirn-Schranke bestehen, beispielsweise nach einer kürzlich erlittenen Kopfverletzung, nach Chemo- oder Strahlentherapie im Kopfbereich, nach Operationen am Gehirn oder infolge intravenösen Drogenkonsums.
Bei bestehenden Herzerkrankungen, eingeschränkter Herzleistung, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck ist ebenfalls Vorsicht geboten.
Wenn die Haut in den Achselhöhlen entzündet oder verletzt ist, sollte das Präparat erst nach vollständiger Abheilung angewendet werden, da sonst das Risiko für lokale Nebenwirkungen erhöht sein kann.
Lagerung von Axhidrox®
Axhidrox® sollte bei einer Temperatur von nicht über 25 °C gelagert werden. Das Arzneimittel ist vor direkter Sonneneinstrahlung und übermäßiger Hitze zu schützen und in der Originalverpackung aufzubewahren.
Die Tube ist stets gut verschlossen zu halten, um ein Austrocknen der Creme zu vermeiden. Axhidrox® ist außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufzubewahren. Nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatums darf das Präparat nicht mehr verwendet werden. Axhidrox® ist außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufzubewahren.
Behandlungsoptionen für Axhidrox®
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- Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
- Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
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Packungsbeilage
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