Wie wirkt Esomeprazol?
Esomeprazol gehört zur Wirkstoffklasse der Protonenpumpenhemmer (PPI) und wird eingesetzt, um die Magensäureproduktion gezielt zu verringern. Der Wirkstoff hemmt ein zentrales Enzym in den säurebildenden Zellen der Magenschleimhaut, die sogenannte H⁺/K⁺-ATPase. Diese Protonenpumpe ist maßgeblich am letzten Schritt der Säuresekretion beteiligt, sodass ihre Blockade zu einer deutlichen Reduktion der Säuremenge im Magen führt.
Nach der Einnahme wird Esomeprazol über den Blutkreislauf in die Belegzellen des Magens transportiert und dort aktiviert. Anschließend bindet es dauerhaft an die Protonenpumpen und unterbindet die Abgabe von Wasserstoffionen in den Mageninhalt. Dadurch sinkt der Säuregehalt, was die Schleimhäute entlastet und die Heilung entzündlicher Veränderungen, insbesondere in der Speiseröhre, unterstützen kann.
Die maximale Wirkung stellt sich nicht unmittelbar ein, sondern entwickelt sich allmählich über mehrere Tage hinweg. Dies liegt daran, dass nur aktive Protonenpumpen gehemmt werden, während der Körper gleichzeitig neue Enzyme bildet. Esomeprazol wird häufig zur Behandlung von Sodbrennen, bei gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD), bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie zur Vorbeugung säurebedingter Schleimhautschäden eingesetzt.
Dosierung von Esomeprazol Ethypharm®
Die empfohlene Dosierung von Esomeprazol Ethypharm® wird individuell festgelegt und richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung, der Intensität der Beschwerden sowie nach persönlichen gesundheitlichen Faktoren. Die folgenden Informationen gelten für Erwachsene ab 18 Jahren und ersetzen keine ärztliche Beratung:
- Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) und Sodbrennen. Bei entzündlichen Veränderungen der Speiseröhre wird häufig eine Anfangsdosis von 40 mg einmal täglich verordnet. Die Behandlungsdauer beträgt meist etwa vier Wochen. Ist die Schleimhaut danach noch nicht vollständig abgeheilt, kann die Therapie nach ärztlicher Beurteilung verlängert werden. Nach erfolgreicher Behandlung erfolgt in der Regel eine Umstellung auf eine Erhaltungsdosis von 20 mg täglich. Liegt keine entzündliche Schädigung der Speiseröhre vor, wird üblicherweise eine tägliche Dosis von 20 mg empfohlen. Sobald die Symptome gut kontrolliert sind, kann der Arzt eine bedarfsorientierte Einnahme erwägen, jedoch maximal 20 mg pro Tag. Bei schweren Leberfunktionsstörungen kann eine reduzierte Dosierung erforderlich sein.
- Helicobacter-pylori-bedingte Geschwüre. Zur Eradikation von Helicobacter pylori wird Esomeprazol Ethypharm® meist im Rahmen einer Kombinationstherapie eingesetzt. Typischerweise erfolgt die Einnahme von 20 mg zweimal täglich über sieben Tage hinweg, kombiniert mit geeigneten Antibiotika wie Amoxicillin und Clarithromycin.
- Magengeschwüre im Zusammenhang mit NSAR. Bei durch nichtsteroidale Antirheumatika verursachten Geschwüren beträgt die übliche Dosierung 20 mg einmal täglich. Die Therapiedauer liegt üblicherweise zwischen vier und acht Wochen und richtet sich nach dem individuellen Heilungsverlauf.
- Vorbeugung von Geschwüren während einer NSAR-Therapie. Zur Prophylaxe bei erhöhtem Risiko kann eine tägliche Einnahme von 20 mg sinnvoll sein, solange die Behandlung mit NSAR fortgesetzt wird.
- Erkrankungen mit übermäßiger Magensäureproduktion (Zollinger-Ellison-Syndrom). In solchen Fällen beginnt die Therapie häufig mit einer Dosierung von 40 mg zweimal täglich. Die weitere Anpassung erfolgt individuell durch den Arzt. Je nach Bedarf können höhere Tagesdosen erforderlich sein; maximal sind bis zu 80 mg zweimal täglich möglich.
- Erhaltungstherapie nach Ulkusblutung. Nach einer initialen intravenösen Behandlung kann eine anschließende orale Therapie mit 40 mg einmal täglich über etwa vier Wochen erfolgen, um das Risiko erneuter Blutungen zu verringern.
Die verordnete Dosierung sollte nicht eigenständig geändert werden. Eine höhere oder häufigere Einnahme führt nicht zu einer schnelleren Wirkung, kann jedoch das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen. Wird eine Einnahme vergessen, sollte keine doppelte Dosis bei der nächsten Anwendung eingenommen werden.
Hinweise zur Einnahme des Esomeprazol Ethypharm®
Esomeprazol Ethypharm® Kapseln können grundsätzlich zu jeder Tageszeit eingenommen werden und sind nicht an die Nahrungsaufnahme gebunden. Die Kapseln sollten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit, vorzugsweise einem Glas Wasser, geschluckt werden.
Falls das Schlucken der Kapsel Schwierigkeiten bereitet, kann sie vorsichtig geöffnet werden. Der Inhalt lässt sich in einem halben Glas stillen Wassers verteilen. Dabei ist zu beachten, dass die enthaltenen magensaftresistenten Granulate weder gekaut noch zerdrückt werden dürfen, da sie den Wirkstoff erst im Darm freisetzen sollen. Die zubereitete Flüssigkeit sollte unmittelbar oder spätestens innerhalb von 30 Minuten eingenommen werden.
Bleiben die Beschwerden trotz Behandlung bestehen oder verschlechtern sich, ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert. Zudem sollte die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt über alle gleichzeitig angewendeten Medikamente informiert werden, um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden.
Behandlungsoptionen für Esomeprazol Ethypharm®
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- Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
- Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
- Schneller und vertraulicher Service
- Zugang zu medizinischen Fragen
Packungsbeilagen (2)
- Esomeprazol Ethypharm 20 mg magensaftresistente Hartkapseln.pdf
- Esomeprazol Ethypharm 40 mg magensaftresistente Hartkapseln.pdf
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