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Etoricoxib AL®

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Schmerzen Behandlung mit Etoricoxib AL®

Die Arzneimittelinformationen beziehen sich auf das Medikament Etoricoxib AL®. Falls diese Marke nicht verfügbar ist, liefert die Versandapotheke ein gleichwertiges Produkt mit dem gleichen Wirkstoff und Dosierung.

Etoricoxib AL® ist ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel, das den Wirkstoff Etoricoxib aus der Gruppe der selektiven COX-2-Hemmer enthält. Dieses Arzneimittel wird zur Linderung von Schmerzen und Schwellungen bei degenerativen oder entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Osteoarthrose, rheumatoider Arthritis oder ankylosierender Spondylitis (Morbus Bechterew) eingesetzt. Etoricoxib AL® kann außerdem zur Behandlung akuter Schmerzen bei Gichtanfällen oder nach zahnärztlichen Eingriffen verordnet werden.

Die Filmtabletten Etoricoxib AL® sind in den Dosierungen 30, 60, 90 und 120 mg erhältlich. Die Dosierung wird vom Arzt individuell festgelegt – abhängig von Ursache und Stärke der Schmerzen sowie vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Etoricoxib AL® ist für die kurzzeitige symptomatische Behandlung von Schmerzen bei Patienten ab 16 Jahren empfohlen.

So funktioniert es – in 3 einfachen Schritten

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Wie wirkt Etoricoxib?

Schmerz- und Entzündungsreaktionen im Körper werden unter anderem durch Prostaglandine vermittelt. Diese körpereigenen Botenstoffe entstehen durch die Wirkung des Enzyms Cyclooxygenase. Etoricoxib hemmt gezielt das Enzym COX-2, das vor allem bei entzündlichen Vorgängen verstärkt aktiv ist. Dadurch wird die Bildung entzündungsfördernder Prostaglandine verringert, was zu einer Abnahme von Schmerzen und Schwellungen sowie zu einer Abschwächung der lokalen Entzündungsreaktion führt.

Infolge der reduzierten Prostaglandinproduktion können sowohl akute als auch chronische Schmerzen gelindert werden. Gleichzeitig nehmen Gelenksteifigkeit und Druckempfindlichkeit ab, sodass Bewegungen wieder leichter und weniger schmerzhaft möglich sind.

Dosierung von Etoricoxib AL®

Die Dosierung von Etoricoxib AL® richtet sich nach der zu behandelnden Erkrankung, der Stärke der Beschwerden und der individuellen gesundheitlichen Situation des Patienten. Der Wirkstoff Etoricoxib wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend und wird nur einmal täglich eingenommen, da er eine lange Wirkdauer besitzt.

Je nach Diagnose gelten in der Regel die folgenden Dosierungsrichtlinien:

  • Arthrose. Für viele Patienten ist eine Tagesdosis von 30 mg einmal täglich ausreichend. Bei anhaltenden Beschwerden kann der Arzt eine Erhöhung auf 60 mg täglich erwägen.
  • Rheumatoide Arthritis und Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew). Die übliche Dosierung beträgt 60 mg pro Tag. Bei stärker ausgeprägten Symptomen kann eine Dosis von 90 mg täglich notwendig sein.
  • Akuter Gichtanfall. Zur kurzfristigen Behandlung starker Schmerzen kann eine Tagesdosis von 120 mg einmal täglich eingesetzt werden. Diese Dosierung darf nur für einen kurzen Zeitraum eingesetzt werden (maximal 8 Tage).
  • Akute Schmerzen nach zahnärztlichen Eingriffen. Die empfohlene Dosis in diesem Fall beträgt 90 mg einmal täglich für höchstens 3 Tage.

Wichtige Hinweise zur Einnahme:

  • Die maximale Tagesdosis von 120 mg darf keinesfalls überschritten werden.
  • Die Behandlung sollte immer mit der niedrigsten wirksamen Dosis beginnen.
  • Eine längere Anwendung höherer Dosen erhöht das Risiko von Nebenwirkungen und sollte ärztlich überwacht werden.

Wurde eine Einnahme ausgelassen, sollte keine doppelte Dosis eingenommen werden. Die nächste Tablette wird wie gewohnt am folgenden Tag eingenommen.

Hinweise zur Einnahme des Etoricoxib AL®

Etoricoxib AL® sollte stets genau nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden. Die Tabletten werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt und können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Es wird empfohlen, die niedrigste wirksame Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum anzuwenden, um das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren. Die verordnete Tageshöchstdosis darf nicht überschritten werden.

Nebenwirkungen von Etoricoxib AL®

Wie bei jedem Arzneimittel können auch unter dieser Behandlung Nebenwirkungen auftreten, die jedoch nicht bei allen Patienten beobachtet werden.

Häufige Nebenwirkungen:

  • Bauchschmerzen;
  • Schwindel oder Kopfschmerzen;
  • Blutdruckanstieg;
  • Herzklopfen oder Herzrhythmusstörungen;
  • Schwellungen an Beinen oder Füßen (Ödeme);
  • Magenbeschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung;
  • Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis);
  • Veränderungen der Leberwerte;
  • Hautblutungen;
  • Müdigkeit oder grippeähnliche Beschwerden.

Gelegentliche bis seltene Nebenwirkungen:

  • Infektionen des Magen-Darm-Trakts, der Atemwege oder der Harnwege;
  • Veränderungen im Blutbild (z. B. verminderte Anzahl roter oder weißer Blutkörperchen);
  • allergische Reaktionen wie Nesselsucht;
  • Appetitveränderungen, Gewichtszunahme;
  • Angstzustände, depressive Verstimmungen, Konzentrationsstörungen oder Halluzinationen;
  • Schlafstörungen, Geschmacksveränderungen, Kribbeln oder Schläfrigkeit;
  • Sehstörungen, Augenreizungen;
  • Ohrgeräusche oder Drehschwindel;
  • Vorhofflimmern, Angina pectoris oder Herzinfarkt;
  • Schlaganfall oder vorübergehende Durchblutungsstörungen des Gehirns;
  • Husten, Atemnot oder Nasenbluten;
  • Magen- oder Darmgeschwüre mit möglicher Blutung;
  • Hautausschlag, Juckreiz oder Gesichtsschwellung;
  • Muskelkrämpfe;
  • erhöhte Kaliumwerte oder eingeschränkte Nierenfunktion.

Seltene und schwerwiegende Nebenwirkungen:

  • schwere allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock;
  • Angioödem mit Schwellung von Gesicht und Rachen;
  • Verwirrtheit oder ausgeprägte Unruhe;
  • Hepatitis oder Leberversagen;
  • erniedrigte Natriumwerte im Blut;
  • schwerwiegende Hautreaktionen mit Blasenbildung.

Beenden Sie die Einnahme umgehend und suchen Sie ärztlichen Rat, wenn folgende Symptome auftreten:

  • Atemnot, Brustschmerzen oder zunehmende Schwellungen der Knöchel.
  • Gelbfärbung von Haut oder Augen (Hinweis auf mögliche Leberbeteiligung).
  • Starke oder anhaltende Bauchschmerzen, schwarzer Stuhl.
  • Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion wie Hautblasen, Geschwüre oder Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen mit Atembeschwerden.

Verträglichkeit von Etoricoxib AL® mit anderen Arzneimitteln

Etoricoxib AL® ist ein selektiver COX-2-Hemmer und kann pharmakodynamische sowie pharmakokinetische Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln eingehen. Aufgrund seines Wirkmechanismus und seines hepatischen Metabolismus (über CYP3A4) sind folgende Kombinationen zu berücksichtigen:

  • Antikoagulanzien (z. B. Warfarin): mögliche Erhöhung der INR; regelmäßige Kontrolle der Gerinnungsparameter erforderlich.
  • Acetylsalicylsäure: erhöhtes Risiko gastrointestinaler Nebenwirkungen; Etoricoxib ersetzt keine Thrombozytenaggregationshemmung.
  • ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten, Diuretika: Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion; mögliche Abschwächung der antihypertensiven Wirkung.
  • Lithium: mögliche Erhöhung der Lithiumplasmakonzentration; Serumspiegelkontrolle empfohlen.
  • Methotrexat: potenzielle Erhöhung der Methotrexat-Toxizität, insbesondere bei höheren Dosierungen.
  • Ciclosporin oder Tacrolimus: erhöhtes Risiko nephrotoxischer Effekte.
  • Starke CYP3A4-Inhibitoren oder -Induktoren: mögliche Veränderung der Etoricoxib-Plasmaspiegel.

Die gleichzeitige Anwendung sollte unter Berücksichtigung des individuellen Risikoprofils erfolgen. Gegebenenfalls ist eine klinische Überwachung oder Dosisanpassung erforderlich.

Kontraindikationen für Etoricoxib AL®

Etoricoxib AL® ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen Etoricoxib oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels. Die Anwendung ist ebenfalls kontraindiziert bei aktiven gastrointestinalen Ulzera oder Blutungen sowie bei bestätigten zerebrovaskulären oder anderen aktiven Blutungen.

Das Präparat darf nicht angewendet werden bei schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh ≥10), schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 30 ml/min), entzündlichen Darmerkrankungen in der aktiven Phase sowie bei unkontrollierter arterieller Hypertonie (persistierend ≥140/90 mmHg trotz Therapie). Kontraindiziert ist die Anwendung auch bei manifester koronarer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit oder zerebrovaskulärer Erkrankung (z. B. Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke).

Etoricoxib AL® darf im dritten Trimenon der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da die Hemmung der Prostaglandinsynthese fetale kardiopulmonale und renale Komplikationen verursachen kann. Während der Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen. Bei Patienten mit bestätigter schwerer Herzinsuffizienz (NYHA II–IV) ist das Arzneimittel ebenfalls kontraindiziert.

Lagerung von Etoricoxib AL®

Etoricoxib AL® ist bei einer Temperatur von nicht über 25 °C zu lagern. Das Arzneimittel sollte in der Originalverpackung aufbewahrt werden, um es vor Feuchtigkeit und Licht zu schützen.

Die Anwendung darf nur innerhalb des angegebenen Verfallsdatums erfolgen. Das Präparat ist außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Behandlungsoptionen für Etoricoxib AL®

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Mina Makar

Allgemeinmediziner

Mina ist Allgemeinmediziner mit langjähriger Erfahrung. Seinen Abschluss machte er 2008 in Medizin und Chirurgie. Er ist ausgebildeter Notfallarzt am Karolinska-Universitätskrankenhaus in Stockholm, Schweden. Mina stellt sicher, dass der medizinische Inhalt auf SofortArzt immer auf dem aktuellsten Forschungsstand ist.
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Letzte Aktualisierung am 22.12.2025 | Nächste geplante Überprüfung am 18.10.2026
Registrierungsnummer No. 198404118799

Fragen & Antworten

Ja, die Einnahme ist unabhängig von den Mahlzeiten möglich.

Als selektiver COX-2-Hemmer wirkt es weniger stark auf die Magenschleimhaut als klassische NSAR, dennoch ist ein Risiko nicht vollständig ausgeschlossen.

Während der Behandlung sollte der Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden.

Die Anwendung ist in der Schwangerschaft kontraindiziert.

Vor der Anwendung in der Stillzeit sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Bei Auftreten von Schwindel oder Schläfrigkeit sollte auf das Führen von Fahrzeugen verzichtet werden.

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