Wie wirkt Lansoprazol?
Lansoprazol gehört zur Gruppe der Protonenpumpenhemmer und wird eingesetzt, um die Produktion von Magensäure gezielt zu senken. Die Behandlung zielt darauf ab, säurebedingte Schäden an der Schleimhaut von Magen und Speiseröhre zu lindern, deren Heilung zu fördern oder deren Entstehung zu verhindern.
Die Bildung von Magensäure erfolgt in den Belegzellen der Magenschleimhaut über spezielle Transportmechanismen, die als Protonenpumpen bezeichnet werden. Lansoprazol wirkt, indem es diese Pumpen hemmt. Nach der Aufnahme in den Körper wird der Wirkstoff über den Blutkreislauf zu den säureproduzierenden Zellen transportiert und dort in seine aktive Form überführt. Anschließend bindet er an die Protonenpumpen und blockiert deren Aktivität, wodurch die Freisetzung von Wasserstoffionen in den Magen reduziert wird und der Säuregehalt sinkt.
Die Wirkung hält über die Anwesenheit des Wirkstoffs im Blut hinaus an, da die blockierten Protonenpumpen zunächst neu gebildet werden müssen, bevor die Säureproduktion wieder vollständig einsetzen kann. Durch eine regelmäßige Einnahme lässt sich daher eine anhaltende Verringerung der Magensäure erreichen.
Die reduzierte Säurebelastung unterstützt die Regeneration geschädigter oder entzündeter Schleimhautbereiche. Da der Wirkstoff direkt am letzten Schritt der Säureproduktion ansetzt, wirkt er unabhängig davon, wodurch die Säuresekretion ausgelöst wurde.
Dosierung von Lansoprazol Aurobindo®
Die Dosierung von Lansoprazol wird individuell festgelegt und orientiert sich an der jeweiligen Erkrankung, deren Schweregrad sowie am Ansprechen auf die Behandlung. Das Arzneimittel sollte stets entsprechend der ärztlichen Verordnung eingenommen werden. Je nach klinischer Situation kann die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt von üblichen Dosierungsschemata abweichen und sowohl Dosis als auch Therapiedauer anpassen.
Bei Beschwerden wie Sodbrennen oder saurem Aufstoßen wird häufig eine tägliche Einnahme von 15 mg oder 30 mg über etwa vier Wochen empfohlen.
Zur Behandlung von Zwölffingerdarmgeschwüren wird üblicherweise eine Dosis von 30 mg einmal täglich für rund zwei Wochen eingesetzt. Bei Magengeschwüren beträgt die Standarddosierung ebenfalls 30 mg täglich, meist über einen Zeitraum von etwa vier Wochen. Bei einer Refluxösophagitis erfolgt die Therapie häufig mit 30 mg täglich über mehrere Wochen; anschließend kann zur Rückfallprophylaxe eine niedrigere Erhaltungsdosis von 15 mg pro Tag sinnvoll sein. Abhängig vom Verlauf kann die Dosierung angepasst werden.
Im Rahmen einer Helicobacter-pylori-Eradikation wird Lansoprazol in der Regel zweimal täglich zusammen mit geeigneten Antibiotika verabreicht. Häufig erfolgt die Einnahme morgens und abends mit jeweils 30 mg Lansoprazol in Kombination mit Antibiotika wie Clarithromycin und Amoxicillin oder Clarithromycin und Metronidazol über etwa sieben Tage.
Bei Patientinnen und Patienten, die langfristig nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) einnehmen, kann Lansoprazol sowohl zur Behandlung bestehender Geschwüre als auch vorbeugend eingesetzt werden. Zur Therapie werden häufig 30 mg täglich über mehrere Wochen verwendet, während zur Prophylaxe oftmals 15 mg täglich ausreichen; individuelle Anpassungen sind möglich.
Beim Zollinger-Ellison-Syndrom wird meist mit einer höheren Anfangsdosis begonnen, häufig mit insgesamt 60 mg pro Tag. Die weitere Dosierung richtet sich nach dem individuellen Therapieansprechen.
Die konkrete Dosierung und die Dauer der Behandlung werden stets anhand der jeweiligen Indikation und der persönlichen klinischen Situation festgelegt. Änderungen der Dosis oder ein eigenständiges Absetzen sollten ohne ärztliche Rücksprache vermieden werden. Sollte sich innerhalb des vorgesehenen Behandlungszeitraums keine ausreichende Besserung einstellen, ist eine erneute ärztliche Beurteilung empfehlenswert.
Hinweise zur Einnahme des Lansoprazol Aurobindo®
Die Kapseln werden üblicherweise einmal täglich eingenommen, idealerweise vor einer Mahlzeit und bevorzugt am Morgen. Die Einnahme auf nüchternen Magen kann dazu beitragen, die säurehemmende Wirkung optimal zu entfalten. Die Kapseln sollten im Ganzen mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden; ein Zerkauen oder Zerkleinern ist zu vermeiden.
Nebenwirkungen von Lansoprazol Aurobindo®
Während der Behandlung können Nebenwirkungen auftreten, deren Art und Intensität individuell unterschiedlich sein können. Nicht alle Patientinnen und Patienten sind betroffen, und viele Beschwerden verlaufen vorübergehend und mild. Dennoch ist es wichtig, mögliche Reaktionen zu beobachten und bei Bedarf ärztlichen Rat einzuholen.
Häufig auftretende Nebenwirkungen können sein:
- Kopfschmerzen;
- Schmerzen oder Unwohlsein im Bauchbereich;
- Übelkeit;
- Veränderungen der Verdauung wie Durchfall oder Verstopfung;
- Blähungen;
- Müdigkeit oder ein allgemeines Schwächegefühl.
Gelegentlich berichtete Nebenwirkungen:
- Schwindel oder Benommenheit;
- Schlafprobleme;
- Mundtrockenheit;
- Hautreaktionen wie Ausschlag oder Juckreiz.
Seltenere Nebenwirkungen umfassen unter anderem:
- Veränderungen bestimmter Leberwerte;
- allergische Reaktionen oder Überempfindlichkeitssymptome;
- Störungen im Elektrolythaushalt, insbesondere ein niedriger Magnesiumspiegel bei längerer Anwendung;
- Vitamin-B12-Mangel im Rahmen einer langfristigen Therapie.
Bei schweren Hautreaktionen, anhaltendem Durchfall, deutlichen allergischen Beschwerden oder anderen ungewöhnlichen Symptomen sollte die Einnahme überprüft und umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Bei einer längeren Anwendung sind regelmäßige ärztliche Kontrollen empfehlenswert, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und die Behandlung bei Bedarf anzupassen. Auch wenn die meisten Nebenwirkungen leicht bis mäßig ausgeprägt sind, sollte bei anhaltenden oder sich verschlechternden Beschwerden eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Verträglichkeit von mit Lansoprazol Aurobindo® anderen Arzneimitteln
Lansoprazol kann durch die Veränderung des pH-Werts im Magen die Aufnahme bestimmter Wirkstoffe beeinflussen. Medikamente, deren Resorption ein saures Milieu voraussetzt, können daher eine veränderte oder verminderte Bioverfügbarkeit aufweisen. Dazu zählen unter anderem einige Antimykotika, antivirale Arzneimittel sowie bestimmte onkologische Wirkstoffe.
Darüber hinaus wird Lansoprazol hauptsächlich über hepatische Enzymsysteme, insbesondere Cytochrom-P450-Isoenzyme, verstoffwechselt. Aus diesem Grund sind Wechselwirkungen mit Arzneimitteln möglich, die über ähnliche Stoffwechselwege abgebaut werden. Dies kann zu Veränderungen der Wirkstoffkonzentrationen im Blut führen und gegebenenfalls eine Anpassung der Dosierung erforderlich machen.
Besondere Vorsicht ist bei gleichzeitiger Anwendung mit folgenden Arzneimitteln geboten:
- Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmern, da sich die gerinnungshemmende Wirkung verändern kann;
- bestimmten Antiepileptika oder sedierenden Medikamenten, deren Wirkspiegel beeinflusst werden können;
- Immunsuppressiva nach Organtransplantationen, bei denen eine engmaschige Kontrolle der Blutspiegel notwendig sein kann;
- Antibiotika im Rahmen einer Helicobacter-pylori-Eradikation, da die Einhaltung der Kombinationstherapie entscheidend ist;
- pflanzlichen Präparaten mit enzyminduzierender Wirkung, die den Abbau von Arzneistoffen beeinflussen können.
Patientinnen und Patienten sollten ihre behandelnde Ärztin oder ihren behandelnden Arzt über alle eingenommenen Medikamente informieren, einschließlich rezeptfreier Präparate, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlicher Produkte. Treten während einer Kombinationstherapie neue oder ungewöhnliche Beschwerden auf, sollte eine medizinische Abklärung erfolgen.
Kontraindikationen für Lansoprazol Aurobindo®
Eine Anwendung von Lansoprazol ist kontraindiziert, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit oder Allergie gegenüber dem Wirkstoff selbst, anderen Protonenpumpenhemmern oder einem der enthaltenen Hilfsstoffe vorliegt. Personen, bei denen in der Vergangenheit schwere allergische Reaktionen auf vergleichbare Arzneistoffe aufgetreten sind, sollten auf die Einnahme verzichten.
Bei Patientinnen und Patienten mit ausgeprägten Leberfunktionsstörungen ist besondere Vorsicht geboten, da Lansoprazol hauptsächlich über die Leber abgebaut wird. In solchen Fällen kann eine individuelle Anpassung der Dosierung erforderlich sein. Auch bei einer längerfristigen Behandlung sind regelmäßige ärztliche Kontrollen sinnvoll, da unter Umständen Veränderungen im Stoffwechsel auftreten oder das Risiko bestimmter Infektionen erhöht sein kann.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Lansoprazol nur angewendet werden, wenn nach ärztlicher Einschätzung der erwartete Nutzen die möglichen Risiken überwiegt.
Lagerung von Lansoprazol Aurobindo®
Das Arzneimittel sollte unter normalen Raumtemperaturbedingungen aufbewahrt werden und vor Feuchtigkeit, direkter Sonneneinstrahlung sowie hohen Temperaturen geschützt sein. Zur Erhaltung der Qualität empfiehlt es sich, das Präparat in der Originalverpackung zu lagern. Die Kapseln sollten erst kurz vor der Einnahme aus dem Blister entnommen werden, um sie möglichst wenig Luft und Feuchtigkeit auszusetzen. Nach Überschreiten des angegebenen Verfallsdatums darf das Arzneimittel nicht mehr verwendet werden. Zudem ist darauf zu achten, dass es außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufbewahrt wird.
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Sodbrennen Behandlung mit Lansoprazol Aurobindo®
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- Dosierung von Lansoprazol Aurobindo®
- Hinweise zur Einnahme des Lansoprazol Aurobindo®
- Nebenwirkungen von Lansoprazol Aurobindo®
- Verträglichkeit von mit Lansoprazol Aurobindo® anderen Arzneimitteln
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