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Nifurantin®

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Blasenentzündung Behandlung mit Nifurantin®

Nifurantin® ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung unkomplizierter Harnwegsinfektionen, insbesondere von Blasenentzündungen. Es enthält den Wirkstoff Nitrofurantoin in einer Dosierung von 100 mg, der als Antibiotikum die Vermehrung der Infektionsbakterien wirksam hemmt. Das Präparat ist in Tablettenform erhältlich und wird oral eingenommen. Die genaue Dosierung, Einnahmehäufigkeit und Dauer der Behandlung werden individuell vom behandelnden Arzt festgelegt.

So funktioniert es – in 3 einfachen Schritten

1
Fragebogen ausfüllen
2
Rezeptausstellung durch Arzt
3
Diskreter und schneller Versand

Wie wirkt Nitrofurantoin?

Nitrofurantoin ist ein antibakteriell wirkendes Arzneimittel, das vor allem zur Behandlung von unkomplizierten Harnwegsinfektionen eingesetzt wird. Der Wirkstoff wird in den Harnwegen konzentriert und wirkt direkt auf die Bakterien, indem er mehrere bakterielle Enzyme hemmt, die für die Synthese von DNA, RNA und Proteinen notwendig sind. Dadurch wird das Wachstum der Bakterien gehemmt und die Mikroorganismen werden abgetötet.

Nitrofurantoin ist besonders wirksam gegen grampositive und gramnegative Bakterien, die Harnwegsinfektionen verursachen, und zeigt eine schnelle bakterizide Wirkung in der Blase und den Harnwegen. Die gezielte Konzentration im Urin ermöglicht eine effektive Behandlung der Infektion bei minimaler systemischer Belastung.

Dosierung von Nifurantin®

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach den Vorgaben Ihres Arztes ein. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Bei einer Akuttherapie einer unkomplizierten Harnblasenentzündung beträgt die übliche Dosis, sofern nicht anders ärztlich verordnet, 5 mg pro kg Körpergewicht täglich, aufgeteilt auf 3 bis 4 Tabletten, die in gleichmäßigen Abständen über 5 bis maximal 7 Tage eingenommen werden. Bei einer intermittierenden Therapie zur Vorbeugung chronisch-obstruktiver Harnwegsinfektionen liegt die Tagesdosis bei 2–3 mg/kg Körpergewicht, eingenommen ein- bis zweimal täglich über maximal drei Monate, wobei die Einnahme 14 Tage erfolgt, gefolgt von einer 14-tägigen Pause. Bei prophylaktischer Anwendung wird üblicherweise 1,2 mg/kg Körpergewicht abends über maximal sechs Monate eingenommen.

Die Tabletten sollten bei der Akuttherapie gleichmäßig verteilt eingenommen werden, zum Beispiel drei Einheiten täglich im Abstand von etwa acht Stunden. Bei der intermittierenden Therapie erfolgt die Einnahme morgens und abends für 14 Tage, anschließend folgt die Pause, bevor die Behandlung erneut beginnt. Die prophylaktische Einnahme erfolgt abends nach dem letzten Wasserlassen mit etwas Flüssigkeit. Halten Sie die vorgeschriebene Einnahmedauer unbedingt ein, auch wenn sich Ihre Beschwerden bereits gebessert haben. Bei Unsicherheiten bezüglich Wirkung oder Nebenwirkungen sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Wenn versehentlich eine höhere Menge eingenommen wurde, informieren Sie umgehend Ihren Arzt. Dieser entscheidet gegebenenfalls in Absprache mit einer Giftinformationsstelle über die notwendigen Maßnahmen zur Ausscheidung des Medikaments aus dem Körper.

Falls eine Einnahme vergessen wurde, nehmen Sie keine doppelte Dosis ein, sondern setzen Sie die Behandlung wie gewohnt fort. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Ein vorzeitiger Abbruch der Behandlung kann dazu führen, dass die Infektion nicht vollständig beseitigt wird, da nur bei kontinuierlicher Einnahme ausreichend Wirkstoffkonzentrationen im Körper aufrechterhalten werden. Sollten Sie die Therapie aufgrund von Nebenwirkungen unterbrechen müssen, informieren Sie unbedingt Ihren Arzt, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Anwendung von Nifurantin®

Diese Tablette darf nicht geteilt oder zerkleinert werden. Nehmen Sie das Arzneimittel zusammen mit ausreichend Flüssigkeit, beispielsweise Harntee, ein, idealerweise während oder kurz nach den Mahlzeiten. Dadurch gelangt der Wirkstoff schneller an seinen Zielort. Gleichzeitig werden die Bakterien aus den ableitenden Harnwegen ausgespült. Eine warme Unterleibsregion kann zudem den Heilungsprozess unterstützen.

Nebenwirkungen von Nifurantin®

Dieses Arzneimittel kann – wie alle Medikamente – Nebenwirkungen verursachen, die nicht bei jedem auftreten müssen.

Besonders ernsthafte Reaktionen erfordern sofortige ärztliche Hilfe:

  • Lungenreaktionen: Kurzatmigkeit, Atembeschwerden bis zur Atemnot, trockener Husten, Brustschmerzen, Fieber.
  • Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum anaphylaktischen Schock: Engegefühl in der Brust, Schwindel, Schwäche oder allgemeines Unwohlsein.
  • Hautreaktionen: Ausschlag, Blasenbildung, Ablösung der Haut oder Schleimhäute.
  • Leber- und Gallensymptome: Appetitverlust, Gelbsucht, dunkler Urin, Juckreiz, schmerzhafter Bauch.

Weitere mögliche Nebenwirkungen umfassen:

  • Kopfschmerzen, Schwindel, Ataxie (Koordinationsstörungen), Nystagmus (Augenzittern)
  • Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen
  • Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane mit Entzündungszeichen, Reizung oder Juckreiz
  • Hautausschlag, Nesselsucht, Juckreiz, allgemeine allergische Reaktionen

Seltenere, aber ernsthafte Nebenwirkungen können sein:

  • Schmerzen, Brennen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Händen und Füßen
  • Anämie mit blasser Haut, Schwäche und Atemnot
  • Leberentzündungen oder Leberschäden, reversible Cholestase
  • Lungenfibrose, Asthmaanfälle, Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder Ohrspeicheldrüse
  • Kristallbildung im Urin
  • Schwerwiegende Hautreaktionen wie Stevens-Johnson- oder Lyell-Syndrom
  • Autoimmunreaktionen (lupusähnliche Syndrome), schwere allergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock)
  • Reversible Beeinträchtigung der männlichen Spermatogenese
  • Superinfektionen des Urogenitaltraktes, megaloblastäre Anämie, Entzündungen kleiner Blutgefäße
  • Erhöhter Hirndruck mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Sehstörungen (Papillenödem)

Bitte informieren Sie Ihren Arzt umgehend, falls Sie Nebenwirkungen bemerken. Dies gilt sowohl für bekannte als auch für unerwartete Reaktionen.

Verträglichkeit von mit Nifurantin® anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt immer, wenn Sie aktuell andere Medikamente einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder planen, neue Präparate zu verwenden, einschließlich frei verkäuflicher Arzneimittel. Dies ist besonders wichtig bei der gleichzeitigen Anwendung von Nitrofurantoin, da dessen Wirkung durch verschiedene Substanzen beeinflusst werden kann.

  • Antibiotika-Kombinationen: Nitrofurantoin darf nicht mit bestimmten Antibiotika, wie Chinolonen (z. B. Ciprofloxacin oder Norfloxacin), kombiniert werden.
  • Gichtmedikamente: Probenecid und Sulfinpyrazon hemmen die Ausscheidung von Nitrofurantoin, was zu einer Anreicherung des Wirkstoffs im Körper führen kann.
  • Antazida und Motilitätsmittel: Magnesiumoxid, Aluminiumhydroxid und Metoclopramid können die Wirkung von Nitrofurantoin reduzieren.
  • Anticholinergika: Atropin und Propanthelin verzögern Resorption und Ausscheidung, erhöhen jedoch die Bioverfügbarkeit und Konzentration im Harn.
  • Harn-pH-Verändernde Mittel: Alkalinisierende Substanzen vermindern, ansäuernde Substanzen verstärken die Wirkung von Nitrofurantoin.
  • Phenytoin: Nitrofurantoin kann den Serumspiegel von Phenytoin (Arzneimittel gegen Epilepsie) senken.
  • Nebenwirkungen wie Erbrechen und Durchfall: Diese können die Wirksamkeit anderer Medikamente, wie z. B. oraler Kontrazeptiva (Anti-Baby-Pille), verringern. In solchen Fällen sollten während der Behandlung und einen Monat danach zusätzliche nicht-hormonelle Verhütungsmaßnahmen angewendet werden.

Diese Hinweise helfen, unerwünschte Wirkungen zu vermeiden und die Effektivität der Therapie sicherzustellen.

Kontraindikationen für Nifurantin®

Dieses Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn bei Ihnen eine Überempfindlichkeit gegen Nitrofurantoin, andere Medikamente aus der Gruppe der Nitrofurane oder einen der sonstigen Inhaltsstoffe besteht. Ebenfalls kontraindiziert ist die Einnahme, wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, die Harnausscheidung vermindert oder völlig aufgehoben ist, die Leberenzymwerte abweichend sind, Sie an Nervenerkrankungen wie Neuritis, insbesondere Polyneuritis, leiden oder ein angeborener Mangel des Enzyms Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase vorliegt.

Lagerung von Nifurantin®

Nifurantin® sollte in der Originalverpackung bei Raumtemperatur, idealerweise nicht über 25 °C, an einem trockenen und lichtgeschützten Ort aufbewahrt werden. Das Arzneimittel ist vor Feuchtigkeit, direkter Sonneneinstrahlung und Frost zu schützen. Nach Ablauf des Verfallsdatums darf das Präparat nicht mehr verwendet werden. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Behandlungsoptionen für Nifurantin®

Nehmen Sie an unserer Online-Beratung teil, um ein Rezept für entsprechende Medikamente zu bekommen, die Ihnen versandkostenfrei innerhalb von 1-2 Tagen zugestellt werden.

  • Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
  • Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
  • Schneller und vertraulicher Service
  • Zugang zu medizinischen Fragen
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Verpassen Sie keine wichtigen Informationen! Die Aktualität dieser Packungsbeilage kann nicht garantiert werden. Sichern Sie sich die neueste Version in der Medikamentenverpackung!

Mina Makar

Allgemeinmediziner

Mina ist Allgemeinmediziner mit langjähriger Erfahrung. Seinen Abschluss machte er 2008 in Medizin und Chirurgie. Er ist ausgebildeter Notfallarzt am Karolinska-Universitätskrankenhaus in Stockholm, Schweden. Mina stellt sicher, dass der medizinische Inhalt auf SofortArzt immer auf dem aktuellsten Forschungsstand ist.
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Letzte Aktualisierung am 18.06.2026 | Nächste geplante Überprüfung am 14.04.2027
Registrierungsnummer No. 198404118799

Fragen & Antworten

Die Einnahme während der Stillzeit wird nach aktuellem Kenntnisstand nicht empfohlen. Gegebenenfalls sollte über ein Abstillen nachgedacht werden.

Es wird empfohlen, ausreichend Flüssigkeit zu trinken und übermäßigen Alkoholkonsum zu vermeiden, um die Nieren nicht zusätzlich zu belasten.

Dieses Arzneimittel kann Ihre Reaktionsfähigkeit beeinflussen. Seien Sie daher vorsichtig beim Führen von Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen.

Die Einnahme dieses Medikaments sollte nicht mit Alkoholkonsum kombiniert werden.

Die Symptome (z. B. Rückgang von Schmerzen und Harndrang) beobachten und bei Bedarf nach Abschluss der Behandlung eine Kontrolluntersuchung des Urins durchführen.

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