Wie wirkt Omeprazol AbZ®?
Omeprazol AbZ® enthält den Wirkstoff Omeprazol und gehört zur Gruppe der Protonenpumpenhemmer. Diese Arzneimittel greifen gezielt in die Bildung von Magensäure ein, indem sie die Aktivität spezieller Protonenpumpen in den säureproduzierenden Zellen der Magenschleimhaut hemmen. Da diese Pumpen eine zentrale Rolle bei der Freisetzung von Salzsäure spielen, führt ihre Blockade zu einer deutlichen Verringerung der Säureproduktion und damit zu einer Entlastung der Schleimhäute im oberen Verdauungstrakt.
Obwohl Magensäure für die normale Verdauung notwendig ist, können übermäßige Mengen oder ein Rückfluss in die Speiseröhre Beschwerden verursachen. Typische Folgen sind Sodbrennen, entzündliche Veränderungen oder Schäden an der Schleimhaut. Durch die Absenkung des Säurespiegels trägt Omeprazol AbZ® dazu bei, ein weniger reizendes Milieu im Magen zu schaffen, wodurch Heilungsprozesse unterstützt werden können.
Nach der Einnahme wird der Wirkstoff im Dünndarm aufgenommen und anschließend über den Blutkreislauf zu den säurebildenden Zellen transportiert. Die hemmende Wirkung hält länger an als die Verweildauer des Wirkstoffs im Blut, da neue Protonenpumpen erst wieder gebildet werden müssen. Dadurch entsteht eine langanhaltende Reduktion der Magensäure über viele Stunden hinweg.
Omeprazol AbZ® wird vor allem bei Erkrankungen eingesetzt, die mit einer erhöhten Säureproduktion einhergehen. Dazu zählen unter anderem die gastroösophageale Refluxkrankheit, Entzündungen der Magenschleimhaut sowie die unterstützende Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren. Zusätzlich kann das Präparat verwendet werden, um die Magenschleimhaut zu schützen, wenn bestimmte Arzneimittel eine erhöhte Säurebelastung verursachen oder die Schleimhaut reizen können.
Dosierung von Omeprazol AbZ®
Die Dosierung von Omeprazol AbZ® wird individuell an die jeweilige Erkrankung, die Stärke der Symptome sowie den bisherigen Verlauf der Behandlung angepasst. Die nachfolgenden Angaben dienen als allgemeine Orientierung für erwachsene Patientinnen und Patienten und ersetzen keine ärztliche Festlegung.
Bei der Therapie der gastroösophagealen Refluxkrankheit hängt die Dosierung davon ab, ob eine entzündliche Veränderung oder Schädigung der Speiseröhre vorliegt. Bei nachgewiesenen Schleimhautläsionen wird häufig eine tägliche Einnahme von 20 mg über vier bis acht Wochen empfohlen. Bleibt die gewünschte Besserung aus, kann die Tagesdosis auf 40 mg erhöht und die Behandlungsdauer verlängert werden. Nach erfolgreicher Abheilung kann eine niedrigere Erhaltungsdosis, beispielsweise 10 mg täglich, ausreichend sein. Ohne nachweisbare Schleimhautschädigung liegt die übliche Dosierung häufig bei 10 mg einmal täglich.
Zur Behandlung eines Zwölffingerdarmgeschwürs wird meist eine tägliche Dosis von 20 mg über etwa zwei Wochen eingesetzt. Falls die Heilung nicht vollständig ist, kann die Therapie fortgeführt werden; bei verzögertem Verlauf ist eine Steigerung auf 40 mg pro Tag möglich.
Zur Vorbeugung eines erneuten Auftretens von Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren wird Omeprazol AbZ® häufig in einer Dosierung zwischen 10 und 20 mg einmal täglich angewendet. Falls erforderlich, kann die tägliche Dosis auf bis zu 40 mg erhöht werden.
Bei Geschwüren, die durch nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) verursacht wurden, wird in der Regel eine Behandlung mit 20 mg täglich über vier bis acht Wochen durchgeführt. Zur Vorbeugung solcher Schleimhautschäden während einer laufenden NSAR-Therapie wird ebenfalls häufig eine tägliche Einnahme von 20 mg empfohlen.
Bei Helicobacter-pylori-assoziierten Ulzera erfolgt die Behandlung im Rahmen einer Kombinationstherapie. Dabei wird Omeprazol AbZ® üblicherweise in einer Dosierung von 20 mg zweimal täglich über sieben Tage zusammen mit geeigneten Antibiotika wie Amoxicillin, Clarithromycin oder Metronidazol eingesetzt, entsprechend der ärztlichen Verordnung.
Beim Zollinger-Ellison-Syndrom, das mit einer stark erhöhten Magensäureproduktion einhergeht, beträgt die empfohlene Anfangsdosis häufig 60 mg pro Tag. Weitere Anpassungen der Dosis sowie die Dauer der Behandlung werden individuell anhand des therapeutischen Ansprechens festgelegt.
Hinweis. Die endgültige Dosierungsentscheidung trifft medizinisches Fachpersonal. Eigenständige Änderungen der verordneten Dosis sollten vermieden werden.
Nebenwirkungen von Omeprazol AbZ®
Wie bei allen Arzneimitteln können auch unter der Einnahme von Omeprazol Mylan® Nebenwirkungen auftreten. Diese zeigen sich jedoch nicht bei allen Patientinnen und Patienten und können je nach individueller Veranlagung, Dosierung sowie Dauer der Behandlung unterschiedlich ausgeprägt sein. Bei einer längerfristigen Anwendung sind regelmäßige ärztliche Kontrollen sinnvoll.
Häufige Nebenwirkungen:
- Kopfschmerzen;
- Oberbauchschmerzen oder allgemeine Magenbeschwerden;
- Übelkeit;
- Durchfall oder Verstopfung;
- Blähungen;
- Müdigkeit oder allgemeines Erschöpfungsgefühl.
Gelegentliche Nebenwirkungen:
- Hautreaktionen wie Ausschlag oder Juckreiz;
- Schwindel;
- Schlafstörungen;
- Mundtrockenheit;
- vorübergehende Veränderungen der Leberwerte.
Seltene oder potenziell schwerwiegende Nebenwirkungen:
- allergische Reaktionen mit Schwellungen im Gesichts- oder Rachenbereich (Angioödem);
- schwere Hautreaktionen;
- erniedrigter Magnesiumspiegel bei längerer Anwendung;
- Vitamin-B12-Mangel bei Langzeittherapie;
- erhöhtes Risiko bestimmter Magen-Darm-Infektionen.
Eine vollständige Liste möglicher Nebenwirkungen ist der Packungsbeilage von Omeprazol AbZ® zu entnehmen. Bei ernsthaften Symptomen wie Atembeschwerden, starken Hautreaktionen, anhaltendem schweren Durchfall oder Anzeichen einer allergischen Reaktion sollte die Einnahme beendet und umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Bei längerfristiger Anwendung sind regelmäßige ärztliche Kontrollen ratsam.
Verträglichkeit von Omeprazol AbZ® mit anderen Arzneimitteln
Bei der Anwendung von Omeprazol AbZ® sollten mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten berücksichtigt werden. Der Wirkstoff kann durch seine säurehemmende Wirkung im Magen sowie durch Einflüsse auf bestimmte Stoffwechselprozesse im Körper die Aufnahme oder den Abbau verschiedener Arzneistoffe verändern. Deshalb ist es wichtig, die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt über sämtliche gleichzeitig verwendeten Präparate zu informieren, einschließlich rezeptfreier Medikamente, pflanzlicher Mittel und Nahrungsergänzungsmittel.
Die gleichzeitige Einnahme mit Arzneimitteln, die Nelfinavir enthalten, wird nicht empfohlen, da die Wirksamkeit dieser antiviralen Behandlung beeinträchtigt werden kann.
Besondere Vorsicht ist bei Wirkstoffen erforderlich, deren Aufnahme vom Säuregehalt im Magen abhängt. Dazu zählen unter anderem bestimmte Antimykotika wie Ketoconazol, Itraconazol, Posaconazol oder Voriconazol, deren Wirksamkeit durch die verringerte Magensäure beeinflusst werden kann.
Darüber hinaus können unter anderem folgende Arzneimittel in ihrer Wirkung verändert werden:
- Herzmedikamente wie Digoxin, bei denen erhöhte Blutspiegel möglich sind
- Beruhigungsmittel wie Diazepam
- Antiepileptika wie Phenytoin, bei denen eine Kontrolle der Wirkstoffkonzentration sinnvoll sein kann
- Gerinnungshemmende Arzneimittel wie Warfarin oder andere Vitamin-K-Antagonisten
- Rifampicin, das den Abbau von Omeprazol beeinflussen kann
- Bestimmte HIV-Medikamente wie Atazanavir oder Saquinavir
- Tacrolimus, insbesondere bei Patientinnen und Patienten nach Organtransplantation
- Johanniskraut (Hypericum perforatum), das die Wirkung durch Aktivierung bestimmter Enzyme abschwächen kann
- Cilostazol zur Behandlung peripherer Gefäßerkrankungen
- Clopidogrel, dessen blutplättchenhemmende Wirkung möglicherweise vermindert wird
- Erlotinib, dessen Aufnahme im Körper beeinflusst werden kann
- Hochdosiertes Methotrexat, bei dem unter Umständen eine vorübergehende Unterbrechung der Therapie mit Omeprazol AbZ® erforderlich sein kann
Wird Omeprazol AbZ® im Rahmen einer Kombinationstherapie zur Behandlung einer Helicobacter-pylori-Infektion zusammen mit Antibiotika angewendet, ist es besonders wichtig, alle gleichzeitig eingenommenen Medikamente offenzulegen, damit mögliche Wechselwirkungen frühzeitig erkannt und vermieden werden können.
Kontraindikationen für Omeprazol AbZ®
Omeprazol AbZ® darf nicht angewendet werden, wenn eine bekannte Allergie oder Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Omeprazol, anderen Protonenpumpenhemmern oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels vorliegt.
Bei Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist besondere Vorsicht erforderlich, da der Wirkstoff überwiegend über die Leber verstoffwechselt wird. In solchen Fällen kann es notwendig sein, die Dosierung individuell anzupassen und die Behandlung unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen.
Vor Beginn der Therapie sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen, wenn unklare Beschwerden oder sogenannte Warnsymptome im Magen-Darm-Bereich auftreten. Dazu zählen beispielsweise unbeabsichtigter Gewichtsverlust, anhaltendes Erbrechen, Schluckbeschwerden oder Hinweise auf mögliche Blutungen im Verdauungstrakt. Solche Symptome können auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen, die vor einer Behandlung ausgeschlossen werden sollten.
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte Omeprazol AbZ® nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
Bei einer längerfristigen Einnahme sind regelmäßige ärztliche Kontrollen empfehlenswert, da Protonenpumpenhemmer in Einzelfällen den Mineralstoffhaushalt beeinflussen oder das Risiko bestimmter Infektionen erhöhen können.
Lagerung von Omeprazol AbZ®
Damit die Qualität und Wirksamkeit von Omeprazol AbZ® erhalten bleiben, sollte das Arzneimittel unter geeigneten Bedingungen gelagert werden. Empfehlenswert ist eine Aufbewahrung bei normaler Raumtemperatur, geschützt vor Feuchtigkeit sowie vor direkter Sonneneinstrahlung. Die Lagerung in der Originalverpackung hilft dabei, das Präparat vor äußeren Einflüssen zu schützen und seine Stabilität zu bewahren.
Omeprazol AbZ® sollte immer außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Darüber hinaus ist das auf der Verpackung angegebene Verfallsdatum zu beachten; nach dessen Ablauf darf das Arzneimittel nicht mehr verwendet werden.
Behandlungsoptionen für Omeprazol AbZ®
Nehmen Sie an unserer Online-Beratung teil, um ein Rezept für entsprechende Medikamente zu bekommen, die Ihnen versandkostenfrei innerhalb von 1-2 Tagen zugestellt werden.
- Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
- Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
- Schneller und vertraulicher Service
- Zugang zu medizinischen Fragen
Packungsbeilagen (3)
- Omeprazol AbZ 10 mg magensaftresistente Hartkapseln.pdf
- Omeprazol AbZ 20 mg magensaftresistente Hartkapseln.pdf
- Omeprazol AbZ 40 mg magensaftresistente Hartkapseln.pdf
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