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Plaquenil®

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Malariaprophylaxe Behandlung mit Plaquenil®

Plaquenil® ist ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Hydroxychloroquin, das unter anderem zur Vorbeugung von Malaria eingesetzt wird. Die prophylaktische Einnahme beginnt in der Regel nach ärztlicher Empfehlung bereits vor der Reise und wird während sowie nach dem Aufenthalt in einem Endemiegebiet fortgesetzt. Plaquenil® ist in Form von Filmtabletten mit einer Dosierung von 200 mg erhältlich.

So funktioniert es – in 3 einfachen Schritten

1
Fragebogen ausfüllen
2
Rezeptausstellung durch Arzt
3
Diskreter und schneller Versand

Wie wirkt Hydroxychloroquin?

Hydroxychloroquin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antimalariamittel mit immunmodulatorischen Eigenschaften. Der Wirkmechanismus beruht unter anderem auf der Anreicherung in lysosomalen Kompartimenten von Zellen, wodurch der intrazelluläre pH-Wert erhöht wird. Dies beeinflusst enzymatische Prozesse, die Antigenverarbeitung sowie die Präsentation von Autoantigenen und führt zu einer Modulation der Immunantwort.

Darüber hinaus hemmt Hydroxychloroquin die Aktivierung bestimmter Toll-like-Rezeptoren und reduziert die Produktion proinflammatorischer Zytokine. Diese Effekte tragen zur antiinflammatorischen Wirkung bei und erklären den Einsatz bei Autoimmunerkrankungen wie systemischem Lupus erythematodes oder rheumatoider Arthritis. Im Kontext der Malariatherapie wirkt Hydroxychloroquin durch Störung des Hämstoffwechsels im Parasiten und führt zur Akkumulation toxischer Stoffwechselprodukte innerhalb der Plasmodien.

Dosierung von Plaquenil®

Zur Malariaprophylaxe beträgt die empfohlene Dosis bei Erwachsenen üblicherweise 400 mg einmal wöchentlich, beginnend 1–2 Wochen vor Aufenthalt im Risikogebiet und fortgeführt während des Aufenthalts sowie für weitere 4 Wochen danach.

Hinweise zur Einnahme des Plaquenil®

Bei der Malariaprophylaxe beginnt die Anwendung in der Regel vor der Einreise in ein Risikogebiet und wird während des gesamten Aufenthalts sowie über einen definierten Zeitraum nach der Rückkehr fortgesetzt.

Eine gleichbleibende Einnahmezeit kann helfen, stabile Wirkstoffspiegel zu erreichen. Zusätzlich ersetzt die medikamentöse Prophylaxe keine nichtmedikamentösen Schutzmaßnahmen; daher sollten Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen, wie geeignete Kleidung oder Repellents, weiterhin angewendet werden.

Nebenwirkungen von Plaquenil®

Wie bei allen Arzneimitteln können auch bei der Anwendung dieses Präparats Nebenwirkungen auftreten, die jedoch nicht bei jeder Person beobachtet werden. Viele der gemeldeten unerwünschten Wirkungen stehen im Zusammenhang mit der Dosierung und können sich nach Anpassung der Therapie oder nach Absetzen des Arzneimittels zurückbilden. Eine regelmäßige ärztliche Überwachung ist wichtig, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen.

Beenden Sie die Einnahme und suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf, wenn schwerwiegende Symptome auftreten, zum Beispiel:

  • Anzeichen von Leberproblemen wie allgemeines Unwohlsein, Gelbfärbung von Haut oder Augen (Gelbsucht), dunkler Urin, Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen; in seltenen Fällen wurden schwere Leberschäden beobachtet.
  • Schwere Hautreaktionen, etwa Hautausschläge mit Fieber, grippeähnlichen Beschwerden und geschwollenen Lymphknoten (z. B. DRESS-Syndrom), großflächige Hautablösungen oder Blasenbildung (z. B. Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse), pustulöse Hautreaktionen mit Fieber (AGEP) oder schmerzhafte, entzündliche Hautveränderungen wie beim Sweet-Syndrom.

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn folgende Beschwerden stärker ausgeprägt sind oder länger anhalten: Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen, Halluzinationen, Angstzustände, Verwirrtheit, Schlafstörungen oder ungewöhnliche psychische Veränderungen.

Weitere berichtete Nebenwirkungen umfassen:

Sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten):

  • Bauchschmerzen, Übelkeit.

Häufig (bis zu 1 von 10 Behandelten):

  • verminderter Appetit;
  • Kopfschmerzen;
  • Hautausschlag oder Juckreiz;
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Durchfall, Erbrechen; häufig bessern sich diese nach Dosisanpassung oder Absetzen;
  • vorübergehend verschwommenes Sehen durch Störungen der Akkommodation.

Gelegentlich (bis zu 1 von 100 Behandelten):

  • Netzhautveränderungen (Retinopathien) mit Pigmentveränderungen oder Gesichtsfeldausfällen; bei frühzeitigem Absetzen oft rückbildungsfähig, bei fortgeschrittenen Formen möglicherweise bleibend;
  • Hornhautveränderungen wie Ödeme oder Trübungen, die Sehstörungen, Lichtempfindlichkeit oder Halos verursachen können;
  • Hörstörungen wie Tinnitus oder Schwindel;
  • Schläfrigkeit, Unruhe, Benommenheit oder Missempfindungen (Parästhesien);
  • Veränderungen der Leberwerte;
  • Pigmentveränderungen an Haut, Schleimhäuten oder Haaren sowie Haarausfall.

Nicht bekannt (Häufigkeit nicht abschätzbar):

  • Verschlechterung bestimmter Stoffwechselerkrankungen wie Porphyrie;
  • erniedrigter Blutzuckerspiegel;
  • Krampfanfälle oder Bewegungsstörungen;
  • Taubheit;
  • allergische Reaktionen wie Nesselsucht, Schwellungen (Angioödeme) oder Atembeschwerden;
  • Augenerkrankungen mit möglichen dauerhaften Sehstörungen;
  • Veränderungen der Blutbildung (z. B. Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie oder Panzytopenie);
  • Herzmuskelerkrankungen, Herzrhythmusstörungen oder EKG-Veränderungen;
  • schwere entzündliche Hautreaktionen, erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut;
  • Verschlechterung einer Schuppenflechte oder bestimmter Stoffwechselstörungen;
  • Muskelerkrankungen mit zunehmender Schwäche sowie Störungen der Nervenleitung.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Dies gilt auch für Beschwerden, die hier nicht aufgeführt sind.

Verträglichkeit von mit Plaquenil® anderen Arzneimitteln

Plaquenil® (Hydroxychloroquin) kann mit verschiedenen Arzneimitteln Wechselwirkungen eingehen, da der Wirkstoff sowohl immunmodulatorische als auch antimalarische Eigenschaften besitzt und den Herzrhythmus sowie den Stoffwechsel bestimmter Substanzen beeinflussen kann. Vor Beginn der Therapie sollte eine sorgfältige Prüfung der Begleitmedikation erfolgen, um potenzielle Risiken zu minimieren.

Besondere Vorsicht ist erforderlich bei gleichzeitiger Anwendung mit:

  • Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, da ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen bestehen kann.
  • Anderen Antimalariamitteln oder Antiarrhythmika mit kardiologischer Wirkung.
  • Antidiabetika, da Hydroxychloroquin den Blutzuckerspiegel beeinflussen und das Risiko für Hypoglykämien erhöhen kann.
  • Digoxin, da erhöhte Serumspiegel möglich sind.
  • Immunsuppressiven oder antirheumatischen Arzneimitteln, bei denen additive Effekte auftreten können.

Patienten sollten ihren Arzt über alle gleichzeitig eingenommenen Medikamente informieren, einschließlich rezeptfreier Präparate und Nahrungsergänzungsmittel. Bei Auftreten ungewöhnlicher Symptome während einer Kombinationstherapie ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.

Kontraindikationen für Plaquenil®

Plaquenil® (Hydroxychloroquin) ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Hydroxychloroquin, Chloroquin oder anderen 4-Aminochinolin-Derivaten sowie gegenüber einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels. Eine Anwendung ist ebenfalls kontraindiziert bei bestehenden retinalen Erkrankungen oder Veränderungen der Netzhaut, da das Risiko einer weiteren retinalen Schädigung erhöht sein kann.

Das Arzneimittel sollte nicht angewendet werden bei schwerwiegenden Störungen des Herzrhythmus, insbesondere bei bekannter QT-Intervallverlängerung, sowie bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter QT-verlängernder Arzneimittel ohne sorgfältige ärztliche Überwachung. Weitere Kontraindikationen umfassen schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie bekannte neurologische oder hämatologische Erkrankungen, bei denen eine Anwendung nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen darf.

Vor Beginn der Therapie ist eine umfassende medizinische Untersuchung erforderlich.

Lagerung von Plaquenil®

In der Regel wird empfohlen, das Arzneimittel bei Raumtemperatur aufzubewahren und vor direkter Sonneneinstrahlung, erhöhter Feuchtigkeit sowie übermäßiger Hitze zu schützen. Die Tabletten sollten möglichst in der Originalverpackung gelagert werden, um äußere Einflüsse zu minimieren und wichtige Informationen zum Präparat verfügbar zu halten.

Nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatums darf Plaquenil® nicht mehr verwendet werden. Das Arzneimittel ist außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Behandlungsoptionen für Akne

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Mina Makar

Allgemeinmediziner

Mina ist Allgemeinmediziner mit langjähriger Erfahrung. Seinen Abschluss machte er 2008 in Medizin und Chirurgie. Er ist ausgebildeter Notfallarzt am Karolinska-Universitätskrankenhaus in Stockholm, Schweden. Mina stellt sicher, dass der medizinische Inhalt auf SofortArzt immer auf dem aktuellsten Forschungsstand ist.
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Letzte Aktualisierung am 20.02.2026 | Nächste geplante Überprüfung am 17.12.2026
Registrierungsnummer No. 198404118799

Fragen & Antworten

Plaquenil® ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit dem Wirkstoff Hydroxychloroquin, das zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria sowie bei bestimmten Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird.

Die Einnahme beginnt in der Regel einige Tage oder Wochen vor der Reise — die genaue Empfehlung gibt der Arzt.

Ja, die prophylaktische Einnahme wird häufig noch eine gewisse Zeit nach Verlassen des Endemiegebiets fortgeführt.

Bei längerer Anwendung sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen empfehlenswert.

Alkoholkonsum sollte möglichst eingeschränkt werden.

Die Anwendung erfolgt nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung.

Bei Schwindel oder Sehstörungen sollte auf das Führen von Fahrzeugen verzichtet werden.

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