Wie wirkt Prednisolon?
Prednisolon ist ein synthetisches Glukokortikoid, das in der Behandlung von Heuschnupfen (allergischer Rhinitis) eingesetzt wird. Der Wirkstoff wirkt entzündungshemmend, indem er die Aktivität von Immunzellen wie Mastzellen, Eosinophilen und Lymphozyten reduziert und die Freisetzung von proinflammatorischen Mediatoren, einschließlich Histamin und Zytokinen, hemmt.
Durch diese Wirkung werden die typischen Symptome des Heuschnupfens, wie Nasenlauf, Niesen, Juckreiz und Schwellungen der Nasenschleimhaut, verringert. Prednisolon trägt somit zur Linderung akuter allergischer Reaktionen und zur Kontrolle chronischer Entzündungsprozesse in den oberen Atemwegen bei. Die Wirkung hängt von der Dosis und der Anwendungsdauer ab, wobei systemische Effekte durch gezielte Dosierung minimiert werden.
Dosierung von Prednisolon Galen®
Bei Heuschnupfen wird Prednisolon in der Regel in einer Dosierung von 10–20 mg einmal täglich über einen Zeitraum von 3–5 Tagen eingenommen.
Höhere Dosen, die nur für kurze Zeit verabreicht werden, können abhängig vom Schweregrad der Erkrankung und der Reaktion des Patienten ohne schrittweises Ausschleichen abgesetzt werden.
Wird versehentlich eine höhere Dosis als verordnet eingenommen, verträgt der Körper Prednisolon in der Regel kurzfristig gut. Besondere Maßnahmen sind meist nicht nötig; bei auffälligen oder ungewöhnlichen Nebenwirkungen sollte jedoch unverzüglich ein Arzt konsultiert werden.
Falls eine Dosis vergessen wurde, sollte nicht die doppelte Menge eingenommen werden. Die vergessene Dosis kann innerhalb des Tages nachgeholt werden, bevor der reguläre Einnahmeplan fortgesetzt wird. Häufiges Vergessen kann zu einem Wiederaufflammen oder einer Verschlimmerung der Beschwerden führen; in solchen Fällen sollte die Therapie vom Arzt überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
Anwendung von Prednisolon Galen®
Die gesamte Tagesdosis sollte in der Regel morgens zwischen 6:00 und 8:00 Uhr eingenommen werden. Bei höheren Dosierungen kann der behandelnde Arzt die Tagesmenge entsprechend dem Schweregrad der Erkrankung auf 2 bis 4 Einzeldosen aufteilen, während mittlere Dosierungen auf 2 bis 3 Einnahmen verteilt werden können.
Die Tabletten sind teilbar und sollten unzerkaut zusammen mit ausreichend Flüssigkeit während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit eingenommen werden, um die Verträglichkeit zu verbessern.
Nebenwirkungen von Prednisolon Galen®
Wie bei allen Arzneimitteln können auch bei diesem Präparat Nebenwirkungen auftreten, die jedoch nicht bei jedem Patienten vorkommen müssen.
Hormonersatztherapie:
- Geringes Risiko für Nebenwirkungen, sofern die empfohlenen Dosierungen eingehalten werden.
Behandlung bestimmter Erkrankungen mit höheren Dosierungen:
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen: Maskierung bestehender Infektionen, Auftreten oder Verschlimmerung von Virus-, Pilz- oder Bakterieninfektionen; opportunistische Infektionen; Aktivierung von Zwergfadenwurminfektionen.
- Blut- und Lymphsystem: Veränderungen des Blutbildes, z. B. Erhöhung der weißen Blutkörperchen oder aller Blutzellen, Verminderung einzelner weißer Blutkörperchen.
- Immunsystem: Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Hautausschlag), schwere anaphylaktische Reaktionen, Herzrhythmusstörungen, Bronchospasmen, Blutdruckschwankungen, Kreislaufkollaps, Herzstillstand, Schwächung der Immunabwehr.
- Hormonsystem: Cushing-Syndrom (Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Gesichtsröte), Funktionsverlust der Nebennierenrinde.
- Stoffwechsel und Ernährung: Gewichtszunahme, Hyperglykämie, Diabetes mellitus, erhöhte Blutfettwerte, Ödeme, Kaliummangel, gesteigerter Appetit.
- Nervensystem: Erhöhter Hirndruck, erstmaliges Auftreten von Epilepsie oder gesteigerte Anfallsbereitschaft bei bestehender Epilepsie.
- Augen: Katarakt, erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), Verschlimmerung von Hornhautgeschwüren, Infektionen durch Viren, Bakterien oder Pilze, verschwommenes Sehen, Risiko einer zentralen serösen Chorioretinopathie.
- Herz: Bradykardie.
- Gefäße: Blutdruckanstieg, erhöhtes Risiko für Arteriosklerose und Thrombosen, Gefäßentzündungen, gesteigerte Gefäßfragilität.
- Gastrointestinaltrakt: Magen-Darm-Geschwüre, Blutungen, Pankreatitis.
- Haut und Unterhaut: Dehnungsstreifen, dünne Haut („Pergamenthaut“), erweiterte Blutgefäße, Neigung zu Blutergüssen, Akne, entzündliche Hautveränderungen, Pigmentstörungen, vermehrte Körperbehaarung.
- Muskeln, Bindegewebe und Knochen: Muskelschwäche, Muskelschwund, Osteoporose, Knochennekrosen, Sehnenentzündungen oder -risse, epidurale Lipomatose, Wachstumshemmung bei Kindern.
- Nieren und Harnwege: Sklerodermiebedingte renale Krise bei bestehender Sklerodermie, Blutdruckerhöhung, reduzierte Harnproduktion.
- Geschlechtsorgane und Brustdrüse: Störungen der Sexualhormonsekretion, Amenorrhoe, Hirsutismus, Impotenz.
- Allgemein / Verabreichungsort: Verzögerte Wundheilung.
Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie eine der aufgeführten Nebenwirkungen bemerken oder andere unerwünschte Wirkungen auftreten.
Verträglichkeit von mit Prednisolon Galen® anderen Arzneimitteln
Medikamente, die die Wirkung von Prednisolon beeinflussen können:
- Verstärkende Präparate: Bestimmte HIV-Medikamente, wie Ritonavir oder Cobicistat, können die Wirkung von Prednisolon erhöhen. In solchen Fällen wird der Arzt die Therapie sorgfältig überwachen.
- Beschleunigte Verstoffwechselung: Arzneimittel, die den Abbau in der Leber beschleunigen, darunter Barbiturate, Antikonvulsiva (Phenytoin, Carbamazepin, Primidon) oder Tuberkulose-Medikamente (Rifampicin), können die Wirksamkeit von Prednisolon verringern.
- Ephedrin-haltige Präparate: Medikamente gegen Hypotonie, Asthmaanfälle oder Schnupfen, die Ephedrin enthalten, können durch gesteigerten Metabolismus die Effektivität von Prednisolon reduzieren.
- Verlangsamte Lebermetabolisierung: Einige Antimykotika wie Ketoconazol oder Itraconazol können die Wirkung von Prednisolon verstärken.
- Weibliche Geschlechtshormone: Hormone zur Empfängnisverhütung („Pille“) können die Wirkung intensivieren.
- Antazida: Präparate mit Magnesium- oder Aluminiumhydroxid können die Aufnahme von Prednisolon mindern; daher sollte ein Abstand von etwa zwei Stunden zwischen den Einnahmen eingehalten werden.
Medikamente, deren Wirkung durch Prednisolon verändert werden kann:
- Herzglykoside: Durch Kaliumverlust kann deren Wirkung verstärkt werden.
- Diuretika und Abführmittel: Prednisolon kann die Kaliumausscheidung erhöhen.
- Orale Antidiabetika und Insulin: Wirkung kann abgeschwächt sein.
- Gerinnungshemmende Präparate (orale Antikoagulanzien, Cumarinderivate): Wirkung kann verstärkt oder vermindert werden; eine Dosisanpassung erfolgt nach ärztlicher Prüfung.
- Entzündungshemmer und Rheumamedikamente (Salicylate, Indometacin, NSAIDs): Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und Blutungen kann steigen.
- Muskelrelaxanzien (nicht-depolarisierende): Wirkung kann verlängert werden.
- Atropin oder andere Anticholinergika: Augendrucksteigernde Effekte können intensiviert werden.
- Antiparasitika wie Praziquantel: Wirksamkeit kann reduziert sein.
- Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin: Risiko für Muskel- und Herzmuskelerkrankungen steigt.
- Wachstumshormone (Somatropin): Bei hohen Prednisolon-Dosen kann die Wirkung abgeschwächt sein.
- Protirelin: Anstieg des TSH kann vermindert sein.
- Immunsuppressiva: Infektanfälligkeit steigt, bestehende Infektionen können sich verschlimmern.
- Ciclosporin: Prednisolon kann den Blutspiegel erhöhen und Krampfanfälle begünstigen.
- ACE-Hemmer: Risiko für Veränderungen im Blutbild kann steigen.
- Fluorchinolone: Risiko für Sehnenrisse erhöht.
Informieren Sie Ihren Arzt stets über alle Medikamente, die Sie aktuell einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen möchten – auch rezeptfrei erhältliche Präparate.
Kontraindikationen für Prednisolon Galen®
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn bei Ihnen eine bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Prednisolon oder einem der sonstigen Bestandteile besteht. Abgesehen von möglichen allergischen Reaktionen bestehen bei kurzfristiger Anwendung in akut lebensbedrohlichen Situationen keine weiteren Kontraindikationen.
Schwangerschaft und Stillzeit: Während der Schwangerschaft sollte Prednisolon nur nach Anweisung des behandelnden Arztes eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt, falls eine Schwangerschaft besteht oder vermutet wird. Bei einer Langzeittherapie während der Schwangerschaft kann das Wachstum des ungeborenen Kindes beeinträchtigt werden. Eine Einnahme am Ende der Schwangerschaft kann beim Neugeborenen eine vorübergehende Schwächung der Nebennierenrinde verursachen, die eine schrittweise Ersatztherapie notwendig machen könnte. Tierversuche zeigten fruchtschädigende Effekte, wie Gaumenspalten; ein erhöhtes Risiko für vergleichbare Schäden beim Menschen in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten wird diskutiert.
Prednisolon geht in die Muttermilch über, bisher sind jedoch keine schädlichen Auswirkungen auf den Säugling bekannt. Dennoch sollte die Notwendigkeit der Behandlung während der Stillzeit sorgfältig abgewogen werden. Müssen höhere Dosen aufgrund der Erkrankung verabreicht werden, sollte über ein Abstillen nachgedacht werden. Wenden Sie sich in diesem Fall umgehend an Ihren Arzt.
Lagerung von Prednisolon Galen®
Prednisolon Galen® sollte stets in der Originalverpackung bei einer Raumtemperatur von idealerweise maximal 25 °C gelagert werden. Bewahren Sie das Arzneimittel an einem trockenen, lichtgeschützten Ort auf und schützen Sie es vor Feuchtigkeit, direkter Sonneneinstrahlung und Frost. Nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatums darf das Präparat nicht mehr verwendet werden. Halten Sie es stets außerhalb der Reichweite von Kindern.
Behandlungsoptionen für Prednisolon Galen® (Heuschnupfen)
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- Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
- Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
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Packungsbeilagen (2)
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