Wie wirkt Prednisolon?
Prednisolon ist ein synthetisches Glukokortikoid, das zur Behandlung von Asthma bronchiale eingesetzt wird. Der Wirkstoff entfaltet seine entzündungshemmende Wirkung, indem er die Aktivität von Immunzellen wie Mastzellen, Eosinophilen und Lymphozyten reduziert und die Ausschüttung proinflammatorischer Botenstoffe wie Zytokinen und Leukotrienen hemmt.
Diese Mechanismen führen zu einer Abschwellung der Atemwegsschleimhaut, verringern die Verengung der Bronchien und reduzieren die übermäßige Schleimproduktion. Auf diese Weise unterstützt Prednisolon die Linderung akuter Asthmaanfälle, reguliert chronische Entzündungsprozesse, verbessert die Atmung und senkt die Häufigkeit sowie Intensität von Exazerbationen. Die Effektivität hängt von der Dosierung und Dauer der Behandlung ab, wobei durch gezielte Anpassung systemische Nebenwirkungen möglichst gering gehalten werden.
Dosierung von Prednisolon Stada®
Bei Asthma wird Prednisolon in der Regel mit 40–60 mg täglich verabreicht, aufgeteilt auf ein oder zwei Einnahmen über einen Zeitraum von fünf Tagen.
Höhere oder sehr hohe Dosen, die nur für wenige Tage verabreicht werden, können je nach Grunderkrankung und individuellem Ansprechen des Patienten ohne schrittweises Ausschleichen abgesetzt werden.
Bei versehentlicher Einnahme einer höheren Dosis als verordnet wird Prednisolon in der Regel auch kurzfristig gut vertragen; spezielle Maßnahmen sind meist nicht notwendig. Treten ungewöhnliche oder verstärkte Nebenwirkungen auf, sollte unverzüglich ein Arzt konsultiert werden.
Wurde eine Dosis vergessen, darf diese nicht durch eine doppelte Einnahme ausgeglichen werden. Die versäumte Dosis kann innerhalb des Tages nachgeholt werden, danach wird der reguläre Einnahmeplan fortgesetzt. Häufiges Vergessen kann zu einem Wiederaufflammen oder einer Verschlechterung der Erkrankung führen; in diesem Fall sollte der behandelnde Arzt die Therapie überprüfen und gegebenenfalls anpassen.
Anwendung von Prednisolon Stada®
Im Regelfall wird die gesamte Tagesdosis morgens zwischen 6:00 und 8:00 Uhr eingenommen. Bei höheren Tagesdosen kann der behandelnde Arzt jedoch entscheiden, diese je nach Schwere der Erkrankung auf zwei bis vier Einzeldosen zu verteilen, während mittlere Tagesdosen auf zwei bis drei Einnahmen aufgeteilt werden können.
Die Tabletten sind teilbar und sollten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit eingenommen werden, um die Aufnahme zu optimieren.
Nebenwirkungen von Prednisolon Stada®
Wie bei allen Medikamenten kann auch dieses Präparat Nebenwirkungen hervorrufen, die jedoch nicht bei jedem Patienten auftreten müssen.
Hormonersatztherapie:Bei Einhaltung der empfohlenen Dosierungen ist das Risiko für Nebenwirkungen gering.
Behandlung bestimmter Erkrankungen mit höheren Dosierungen:
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen: Maskierung bestehender Infektionen, Wiederauftreten oder Verschlimmerung von Virus-, Pilz- und Bakterieninfektionen, opportunistische Infektionen, Aktivierung von Zwergfadenwurm-Infektionen.
- Erkrankungen des Blutes und Lymphsystems: Veränderungen im Blutbild, wie Zunahme weißer Blutkörperchen oder aller Blutzellen, Abnahme bestimmter weißer Blutkörperchen.
- Erkrankungen des Immunsystems: Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Arzneimittelallergien), schwere anaphylaktische Reaktionen, Herzrhythmusstörungen, Bronchospasmen, Blutdruckschwankungen, Kreislaufkollaps, Herzstillstand, geschwächte Immunabwehr.
- Erkrankungen des Hormonsystems: Cushing-Syndrom (Merkmale: Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Gesichtsröte), Inaktivität oder Schwund der Nebennierenrinde.
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen: Gewichtszunahme, Hyperglykämie, Diabetes mellitus, erhöhte Blutfettwerte, Ödeme, Kaliummangel, gesteigerter Appetit.
- Erkrankungen des Nervensystems: Erhöhter Hirndruck, neu auftretende Epilepsie, gesteigerte Anfallsbereitschaft bei bestehender Epilepsie.
- Augenerkrankungen: Katarakt, erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), Verschlimmerung von Hornhautgeschwüren, Infektionen der Augen durch Viren, Bakterien oder Pilze, verschwommenes Sehen, Risiko einer zentralen serösen Chorioretinopathie.
- Herzerkrankungen: Langsamer Herzschlag (Bradykardie).
- Gefäßerkrankungen: Blutdruckanstieg, erhöhtes Risiko für Arteriosklerose und Thrombosen, Gefäßentzündungen, gesteigerte Gefäßfragilität.
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts: Magen-Darm-Geschwüre, gastrointestinale Blutungen, Pankreatitis.
- Haut- und Unterhauterkrankungen: Dehnungsstreifen, dünne Haut („Pergamenthaut“), erweiterte Hautgefäße, Neigung zu Blutergüssen, Akne, entzündliche Hautveränderungen, Pigmentstörungen, vermehrte Körperbehaarung.
- Skelettmuskulatur, Bindegewebe und Knochen: Muskelschwäche, Muskelschwund, Osteoporose, Knochennekrosen, Sehnenentzündungen oder -risse, epidurale Lipomatose, Wachstumshemmung bei Kindern.
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege: Sklerodermiebedingte renale Krise (bei bestehender Sklerodermie), erhöhter Blutdruck, verminderte Harnproduktion.
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und Brustdrüse: Störungen der Sexualhormonsekretion, Amenorrhoe, Hirsutismus, Impotenz.
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: Verzögerte Wundheilung.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn Sie eine der aufgeführten Nebenwirkungen oder andere unerwünschte Effekte bemerken. Brechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig ab.
Verträglichkeit von mit Prednisolon Stada® anderen Arzneimitteln
Wechselwirkungen von Prednisolon mit anderen Arzneimitteln:
- Einige Medikamente können die Wirkung von Prednisolon verstärken, darunter bestimmte HIV-Medikamente wie Ritonavir oder Cobicistat. In solchen Fällen erfolgt eine sorgfältige ärztliche Überwachung.
- Präparate, die den Abbau von Prednisolon in der Leber beschleunigen, können seine Effektivität reduzieren, z. B.: Barbiturate; Antikonvulsiva (Phenytoin, Carbamazepin, Primidon); Tuberkulose-Medikamente (Rifampicin).
- Ephedrin, enthalten in Mitteln gegen Hypotonie, Asthmaanfälle oder Erkältungen, kann durch schnelleren Stoffwechsel die Wirkung von Prednisolon verringern.
- Medikamente, die den Leberstoffwechsel verlangsamen, wie bestimmte Antimykotika (Ketoconazol, Itraconazol), können Prednisolon verstärken.
- Weibliche Hormone, z. B. zur Empfängnisverhütung, können die Wirkung intensivieren.
- Antazida mit Magnesium- oder Aluminiumhydroxid können die Aufnahme von Prednisolon reduzieren; daher sollte ein Abstand von etwa 2 Stunden eingehalten werden.
Prednisolon kann die Wirkung anderer Medikamente verändern:
- Verstärkung der Wirkung von Herzglykosiden durch Kaliummangel.
- Erhöhte Kaliumausscheidung bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika oder Abführmitteln.
- Abschwächung der Wirkung oraler Antidiabetika oder Insulin.
- Beeinflussung der gerinnungshemmenden Medikamente (orale Antikoagulanzien, Cumarinderivate), Dosisanpassung wird durch den Arzt geprüft.
- Erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Geschwüre oder Blutungen bei gleichzeitiger Einnahme von Salicylaten, Indometacin oder NSAIDs.
- Verlängerung der muskelentspannenden Wirkung von nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien.
- Verstärkung der augendrucksteigernden Wirkung von Atropin oder anderen Anticholinergika.
- Verminderte Wirkung antiparasitärer Medikamente wie Praziquantel.
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Chloroquin, Hydroxychloroquin oder Mefloquin erhöht sich das Risiko für Muskel- und Herzmuskelerkrankungen.
- Verminderte Wirksamkeit von Wachstumshormonen (Somatropin), besonders bei hohen Prednisolon-Dosen.
- Reduzierte TSH-Steigerung nach Gabe von Protirelin.
- Erhöhte Infektanfälligkeit bei gleichzeitiger Anwendung von immunsuppressiven Medikamenten; bestehende Infektionen können sich verschlimmern.
- Bei Ciclosporin kann Prednisolon den Blutspiegel erhöhen und das Risiko von Krampfanfällen steigern.
- ACE-Hemmer in Kombination mit Prednisolon können das Risiko für Blutbildveränderungen erhöhen.
- Fluorchinolone erhöhen das Risiko für Sehnenrisse.
Informieren Sie stets Ihren Arzt, wenn Sie aktuell andere Medikamente einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder planen, neue Präparate zu verwenden – einschließlich rezeptfreier Mittel.
Kontraindikationen für Prednisolon Stada®
Das Präparat darf nicht eingenommen werden, wenn bei Ihnen eine bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Prednisolon oder einem der enthaltenen Hilfsstoffe vorliegt. Abgesehen von möglichen allergischen Reaktionen gibt es bei kurzfristiger Anwendung in akuten, lebensbedrohlichen Situationen keine weiteren Gegenanzeigen.
Schwangerschaft und Stillzeit. Während einer Schwangerschaft sollte Prednisolon ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn eine Schwangerschaft besteht oder eintritt. Eine langfristige Behandlung während der Schwangerschaft kann das Wachstum des ungeborenen Kindes beeinträchtigen. Eine Einnahme in den letzten Schwangerschaftswochen kann beim Neugeborenen eine vorübergehende Unterfunktion der Nebennierenrinde verursachen, die eine schrittweise Ersatztherapie erfordern kann. Tierversuche haben fruchtschädigende Effekte, wie Gaumenspalten, gezeigt; ein mögliches Risiko für ähnliche Fehlbildungen beim Menschen in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten kann nicht ausgeschlossen werden.
Prednisolon geht in die Muttermilch über. Bisher sind keine schädlichen Wirkungen beim Säugling bekannt. Dennoch sollte die Notwendigkeit der Therapie während der Stillzeit sorgfältig geprüft werden. Wenn aufgrund der Erkrankung höhere Dosierungen erforderlich sind, sollte ein Abstillen in Erwägung gezogen werden. In diesem Fall wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren behandelnden Arzt.
Lagerung von Prednisolon Stada®
Prednisolon Galen® sollte stets in seiner Originalverpackung gelagert werden, an einem trockenen, kühlen und lichtgeschützten Ort, idealerweise bei Temperaturen bis maximal 25 °C. Das Präparat muss vor Feuchtigkeit, direkter Sonneneinstrahlung sowie Frost geschützt werden. Nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatums darf es nicht mehr verwendet werden. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Behandlungsoptionen für Prednisolon Stada® (Asthma)
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