Wie wirkt die Kombination von Brinzolamid und Brimonidin?
Die Wirkstoffkombination aus Brinzolamid und Brimonidin wird eingesetzt, um erhöhten Augeninnendruck bei Glaukom effektiv zu senken. Brinzolamid wirkt als Carboanhydrase-Hemmer, indem es die Aktivität des Enzyms Carboanhydrase in den Ziliarzellen hemmt, was die Produktion von Kammerwasser reduziert und somit den Augeninnendruck senkt.
Brimonidin fungiert als selektiver α2-Adrenozeptor-Agonist und wirkt doppelt: Es verringert die Produktion von Kammerwasser und fördert zusätzlich den Abfluss über das trabekuläre sowie das uveosklerale System. Durch die gleichzeitige Anwendung beider Wirkstoffe werden unterschiedliche Mechanismen der Augeninnendruckregulation angesprochen, wodurch eine synergistische Drucksenkung erreicht wird. Diese kombinierte Wirkung ist häufig wirksamer als die Behandlung mit nur einer einzelnen Substanz.
Dosierung von Simbrinza®
Die empfohlene Anwendung besteht darin, zweimal täglich jeweils einen Tropfen in das betroffene Auge oder in beide Augen zu geben. Achten Sie darauf, die Tropfen möglichst jeden Tag zur gleichen Uhrzeit zu verwenden, um eine gleichmäßige Wirkung zu erzielen.
Wenn versehentlich zu viele Tropfen verabreicht wurden, spülen Sie das Auge vorsichtig mit lauwarmem Wasser und setzen Sie die Behandlung erst mit der nächsten geplanten Dosis fort.
Falls Sie eine Anwendung vergessen, fahren Sie wie gewohnt mit der nächsten vorgesehenen Dosis fort. Nehmen Sie keine doppelte Menge ein, um die versäumte Dosis auszugleichen, und überschreiten Sie nicht die empfohlene Höchstdosis von einem Tropfen pro Auge zweimal täglich.
Setzen Sie die Behandlung nicht ohne ärztliche Rücksprache ab. Ein eigenmächtiges Abbrechen kann dazu führen, dass der Augeninnendruck nicht ausreichend kontrolliert wird, wodurch das Risiko einer Sehverschlechterung oder eines Sehverlusts steigt.
Anwendung von Simbrinza®
Die Augentropfen sind ausschließlich zur Anwendung am Auge bestimmt und dürfen nicht geschluckt oder injiziert werden.
Vor jeder Anwendung sollten Sie Ihre Hände gründlich reinigen und die Flasche gut schütteln. Achten Sie darauf, dass die Tropferspitze beim Öffnen oder Schließen der Flasche nicht berührt wird, um eine Verunreinigung zu vermeiden. Halten Sie die Flasche senkrecht zwischen Daumen und Fingern, neigen Sie den Kopf leicht nach hinten und ziehen Sie vorsichtig das untere Augenlid nach unten, sodass sich eine kleine „Tasche“ zwischen Lid und Auge bildet. Tropfen Sie die Augentropfen in diese Tasche ein, wobei die Tropferspitze nahe am Auge bleibt. Ein Spiegel kann die Handhabung erleichtern. Vermeiden Sie den Kontakt der Tropferspitze mit dem Auge, dem Lid, den umliegenden Bereichen oder anderen Oberflächen.
Um die Aufnahme des Wirkstoffs in den Körper zu reduzieren, schließen Sie die Augen und üben Sie mit einem Finger mindestens zwei Minuten leichten Druck auf den inneren Augenwinkel neben der Nase aus. Wenn beide Augen behandelt werden sollen, wiederholen Sie diesen Vorgang. Es ist nicht erforderlich, die Flasche erneut zu schütteln oder zu verschließen. Verschließen Sie die Flasche nach jeder Anwendung fest.
Wenn Sie zusätzlich andere Augentropfen verwenden, halten Sie zwischen den Anwendungen einen Mindestabstand von fünf Minuten ein. Sollte ein Tropfen das Auge verfehlen, wiederholen Sie den Vorgang.
Wichtige Informationen zur Einnahme von Simbrinza®
Vor der Anwendung dieses Medikaments sollten weiche Kontaktlinsen entfernt werden. Sie können frühestens 30 Minuten nach dem Eintropfen wieder eingesetzt werden.
Nach der Anwendung kann es vorübergehend zu einer Beeinträchtigung der Sehschärfe kommen, die sich durch verschwommenes Sehen oder andere visuelle Störungen äußern kann. Diese Einschränkungen treten insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen oder in der Dunkelheit stärker auf. Einige Patientinnen und Patienten berichten zudem über Müdigkeit oder Benommenheit. Solange diese Symptome bestehen, sollten Sie kein Fahrzeug führen und keine Maschinen oder potenziell gefährlichen Geräte bedienen.
Nebenwirkungen von Simbrinza®
Wie bei allen Arzneimitteln können auch bei der Anwendung von Brinzolamid/Timolol Nebenwirkungen auftreten, die jedoch nicht bei allen Patientinnen und Patienten vorkommen müssen. Sollten Symptome wie starker Hautausschlag, ausgeprägte Augenrötung oder starkes Augenjucken auftreten, brechen Sie die Anwendung ab und kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt, da dies auf eine mögliche allergische Reaktion hinweisen könnte.
Häufige Nebenwirkungen:
- Augen: verschwommenes Sehen, Reizungen wie Brennen, Stechen, Jucken, Tränenfluss, Rötung, Augenschmerzen, allergische Konjunktivitis, Entzündungen der Augenoberfläche;
- Allgemein: Schläfrigkeit, Schwindel, schlechter Geschmack im Mund, trockener Mund.
Seltene Nebenwirkungen:
- Augen: Entzündungen im Augeninneren, Lichtempfindlichkeit, verminderte oder veränderte Empfindungen, Augenausfluss, trockene Augen, Müdigkeit der Augen, Krustenbildung am Augenlid, Schädigung der Augenoberfläche, Ablagerungen auf der Augenoberfläche, Schwellungen, gerötete Augenlider, Doppeltsehen, verminderte Sehfähigkeit, Hornhauterosion;
- Herz/Kreislauf: unregelmäßiger Herzschlag, schneller oder langsamer Herzschlag, Herzklopfen, Brustschmerzen, Herzinsuffizienz, niedriger oder erhöhter Blutdruck, Ödeme, Raynaud-Phänomen, Schlaganfall;
- Atemwege: Kurzatmigkeit, Asthma, Verengung der Bronchien, Erkältungssymptome;
- Nervensystem: Kopfschmerzen, Albträume, Gedächtnisstörungen, Nervosität, Reizbarkeit, Zittern, Benommenheit, Schwäche, Kribbeln;
- Magen/Darm: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Magenschmerzen, Verdauungsstörungen, Speiseröhrenentzündung, Mundtrockenheit;
- Blut: abnormale Leberwerte, veränderte Chloridwerte, verminderte rote Blutkörperchen;
- Allergische Reaktionen: Hautausschlag, Nesselsucht, Schwellungen, Atembeschwerden;
- Ohr: Tinnitus, Schwindelgefühle;
- Haut: Psoriasis-ähnliche Ausschläge, Rötungen, veränderte Berührungsempfindlichkeit, Haarausfall;
- Muskeln/Gelenke: Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, Schwäche;
- Nieren: Nierenschmerzen, häufiges Wasserlassen;
- Fortpflanzung: sexuelle Funktionsstörungen, verminderte Libido, Erektionsstörungen;
- Stoffwechsel: Hypoglykämie;
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Liste aufgeführt sind, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt.
Verträglichkeit von mit Simbrinza® anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt jederzeit, wenn Sie aktuell andere Medikamente einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder planen, neue Präparate zu verwenden. Brinzolamid/Brimonidin-Augentropfen können mit anderen Arzneimitteln interagieren, insbesondere mit weiteren Glaukom-Augentropfen, die Sie möglicherweise verwenden.
Sprechen Sie besonders dann mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines der folgenden Medikamente einnehmen oder planen, diese einzunehmen:
- Blutdrucksenkende Medikamente.
- Herzmedikamente, einschließlich Digoxin zur Behandlung von Herzproblemen.
- Weitere Glaukompräparate, die auch bei Höhenkrankheit eingesetzt werden, wie Acetazolamid, Methazolamid oder Dorzolamid.
- Arzneimittel, die den Stoffwechsel beeinflussen, z. B. Chlorpromazin, Methylphenidat oder Reserpin.
- Antivirale oder antiretrovirale Mittel zur Behandlung von HIV sowie bestimmte Antibiotika.
- Medikamente gegen Hefen oder Pilze.
- Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) oder Antidepressiva wie Amitriptylin, Nortriptylin, Clomipramin, Mianserin, Venlafaxin oder Duloxetin.
- Schmerzmittel, einschließlich Anästhetika.
- Beruhigungsmittel, Opiate oder Barbiturate.
Teilen Sie Ihrem Arzt ebenfalls mit, wenn sich die Dosierung eines Ihrer eingenommenen Medikamente geändert hat, damit mögliche Risiken und Wechselwirkungen korrekt beurteilt werden können.
Wenn Sie regelmäßig Alkohol konsumieren, besprechen Sie vor der Anwendung dieses Präparates mit Ihrem Arzt, da Alkohol die Wirkung der Augentropfen beeinflussen kann.
Kontraindikationen für Simbrinza®
Dieses Medikament darf nicht angewendet werden, wenn Sie gegen einen der enthaltenen Wirkstoffe allergisch sind, insbesondere gegen Brinzolamid oder Brimonidintartrat.
Die Anwendung ist ebenfalls ausgeschlossen, wenn Sie auf Sulfonamide empfindlich reagieren. Hierzu zählen unter anderem Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes, Infektionen oder harntreibende Mittel (Diuretika).
Informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie aktuell Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer), die in bestimmten Antidepressiva oder Parkinson-Medikamenten enthalten sind, oder andere Medikamente gegen Depression einnehmen.
Dieses Präparat darf nicht verwendet werden, wenn Sie schwere Nierenfunktionsstörungen haben oder bei Ihnen eine Übersäuerung des Blutes festgestellt wurde, bekannt als hyperchlorämische Azidose.
Lagerung von Simbrinza®
Simbrinza® sollte an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden, fern von direkter Sonneneinstrahlung und Wärmequellen. Achten Sie darauf, dass die Flasche stets fest verschlossen bleibt, um eine Kontamination zu verhindern. Nach dem Öffnen muss das Präparat innerhalb der auf dem Etikett angegebenen Frist verwendet werden, um die volle Wirksamkeit und Sterilität der Augentropfen zu gewährleisten. Bewahren Sie das Arzneimittel stets außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
Behandlungsoptionen für Simbrinza®
Nehmen Sie an unserer Online-Beratung teil, um ein Rezept für entsprechende Medikamente zu bekommen, die Ihnen versandkostenfrei innerhalb von 1-2 Tagen zugestellt werden.
- Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
- Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
- Schneller und vertraulicher Service
- Zugang zu medizinischen Fragen
Packungsbeilage
Verpassen Sie keine wichtigen Informationen! Die Aktualität dieser Packungsbeilage kann nicht garantiert werden. Sichern Sie sich die neueste Version in der Medikamentenverpackung!
Glaukom Behandlung mit Simbrinza®
- Wie wirkt die Kombination von Brinzolamid und Brimonidin?
- Dosierung von Simbrinza®
- Anwendung von Simbrinza®
- Wichtige Informationen zur Einnahme von Simbrinza®
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