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Doxazosin AL®

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Prostata / gutartige Prostatavergrößerung (BPH) Behandlung mit Doxazosin AL®

Die Arzneimittelinformationen beziehen sich auf das Medikament Doxazosin AL®. Falls diese Marke nicht verfügbar ist, liefert die Versandapotheke ein gleichwertiges Produkt mit dem gleichen Wirkstoff und Dosierung.

Doxazosin AL® gehört zu den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zur Behandlung von Beschwerden, die infolge einer gutartigen Vergrößerung der Prostata (BPH) auftreten. Das Medikament enthält Doxazosin und ist in den Wirkstärken 1 mg, 2 mg sowie 4 mg verfügbar. Der Wirkstoff senkt die Spannung der glatten Muskulatur in Prostata und Blasenhals. Dadurch kann der Urin leichter abfließen und die mit einer benignen Prostatahyperplasie verbundenen Probleme beim Wasserlassen können zurückgehen.

Für die Einnahme stehen Doxazosin AL® Tabletten sowie Retardtabletten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung zur Verfügung. Der Arzt entscheidet anhand des individuellen Behandlungsverlaufs, welche Arzneiform und Dosis geeignet sind und über welchen Zeitraum die Therapie durchgeführt wird.

So funktioniert es – in 3 einfachen Schritten

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3
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Wie wirkt Doxazosin?

Doxazosin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der selektiven Alpha-1-Adrenozeptorblocker. Er bindet an Alpha-1-Rezeptoren in der glatten Muskulatur von Prostata und Blasenhals und hemmt deren Aktivierung. Infolge dieser Wirkung wird die Muskelspannung herabgesetzt und der Widerstand gegenüber dem Harnabfluss vermindert. Dadurch kann die Blasenentleerung erleichtert und die bei einer benignen Prostatahyperplasie auftretende Symptomatik des Wasserlassens abgeschwächt werden.

Dosierung von Doxazosin AL®

Als Anfangsdosis ist einmal pro Tag 1 Tablette vorgesehen, die 1 mg Doxazosin entspricht. Nach einer Behandlungszeit von ein bis zwei Wochen kann die Dosierung entsprechend der individuellen Wirkung auf täglich 2 mg beziehungsweise 2 Tabletten angepasst werden. Reicht diese Dosis nicht aus, kann anschließend eine weitere Erhöhung auf 4 mg Doxazosin einmal pro Tag erfolgen. Für diesen Dosierungsschritt sind Präparate mit höherem Wirkstoffgehalt verfügbar.

Die reguläre Erhaltungsdosis liegt üblicherweise zwischen 2 und 4 mg Doxazosin pro Tag und wird als einmalige Tagesdosis eingenommen. Zur Behandlung einer benignen Prostatahyperplasie beträgt die maximal zulässige Menge 8 mg täglich.

Bei Patienten höheren Alters oder mit eingeschränkter Funktion der Nieren sollte nur die geringste Dosis eingesetzt werden, die für die Behandlung notwendig ist. Gleichzeitig ist bei diesen Patienten eine engmaschige medizinische Kontrolle erforderlich.

Haben Sie die tägliche Einnahme versäumt, fahren Sie am darauffolgenden Tag zur gewohnten Uhrzeit mit dem regulären Dosierungsschema fort. Nehmen Sie keine zusätzliche oder doppelte Menge ein, um die vergessene Dosis nachträglich auszugleichen.

Die Tabletten sind entsprechend der ärztlichen Vorgabe weiter einzunehmen. Beenden Sie die Anwendung erst, wenn Ihr Arzt dies anordnet.

Anwendung von Doxazosin AL®

Die Tabletten müssen vollständig geschluckt werden und sind nicht für eine Teilung geeignet. Die Einnahme der verschriebenen Menge erfolgt morgens mit einem Glas Wasser. Alkohol sollte während des gesamten Anwendungszeitraums des Arzneimittels nicht konsumiert werden.

Nebenwirkungen von Doxazosin AL®

Auch unter der Anwendung dieses Arzneimittels kann es zu Nebenwirkungen kommen, wobei diese nicht zwangsläufig bei allen Patienten auftreten.

Häufige Nebenwirkungen:

  • Schwindel, auch beim Wechsel aus einer liegenden oder sitzenden in eine aufrechte Position;
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Benommenheit, Kraftlosigkeit, Teilnahmslosigkeit und Nervosität;
  • orthostatische Hypotonie mit Abfall des Blutdrucks nach dem Aufstehen;
  • spürbares Herzklopfen (Palpitationen) und erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie);
  • Nasenverstopfung, laufende Nase, Bronchitis, Husten sowie Infektionen der Atemwege;
  • Übelkeit, verminderter Appetit, Verstopfung, Durchfall, Schmerzen im Bauchbereich, Verdauungsprobleme und Trockenheit im Mund;
  • Hautjucken und ungewöhnliche Empfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle (Parästhesien);
  • Beeinträchtigungen der Akkommodation mit Schwierigkeiten bei der Fokussierung des Sehens;
  • Krämpfe und Schmerzen der Muskulatur;
  • unwillkürlicher Harnverlust, Zystitis, Infektionen der Harnwege, gesteigerte Häufigkeit des Wasserlassens beziehungsweise vermehrte Harnausscheidung;
  • Beeinträchtigungen der Ejakulation;
  • Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe (Ödeme) sowie Schmerzen im Brustbereich.

Ein Blutdruckabfall beim Aufrichten kann insbesondere in der Anfangsphase der Behandlung, bei höheren Dosen oder bei erneuter Aufnahme der Therapie nach einer kurzen Pause auftreten. Vereinzelt kann dies mit einer vorübergehenden Bewusstlosigkeit (Synkope) verbunden sein.

Seltene Nebenwirkungen:

  • verstärktes Durstgefühl, erniedrigte Kaliumwerte im Blut (Hypokaliämie), verminderter Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) und Gicht;
  • belastende Träume, Beeinträchtigung des Gedächtnisses, wechselnde Stimmungslagen, Unruhe und depressive Beschwerden;
  • Muskelzittern (Tremor), erhöhte Muskelsteifigkeit und verminderte Muskelkraft;
  • Synkopen sowie Störungen der Blutversorgung des Gehirns;
  • unscharfes Sehen, vermehrte Tränenbildung und gesteigerte Lichtempfindlichkeit;
  • Geräuschwahrnehmungen im Ohr (Tinnitus);
  • Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), Angina pectoris, Herzinfarkt und verminderte Durchblutung der Extremitäten (periphere Ischämie);
  • Entzündungen des Rachens, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus), Blutungen aus der Nase und Schwellung des Kehlkopfes;
  • Erbrechen sowie entzündliche Erkrankungen des Magen-Darm-Bereichs;
  • verstärktes Hungergefühl beziehungsweise erhöhter Appetit;
  • Verlust von Haaren (Alopezie), Hautausschläge, Purpura, Quaddelbildung (Urtikaria), Rötung des Gesichts und Hitzegefühle;
  • erschwertes oder schmerzhaftes Wasserlassen und Nachweis roter Blutkörperchen im Urin (Hämaturie);
  • erektile Funktionsstörungen sowie anhaltende schmerzhafte Erektion (Priapismus);
  • Schmerzen und Schwellungen im Bereich der Gelenke;
  • Ödeme im Gesicht oder an anderen Körperregionen;
  • erhöhte Körpertemperatur, Schüttelfrost, auffällige Blässe sowie bei älteren Patienten eine Absenkung der Körpertemperatur;
  • auffällige Leberfunktionswerte, erhöhte Leberenzymspiegel, Gelbfärbung von Haut oder Augen (Ikterus), beeinträchtigter Galleabfluss (Cholestase) und Hepatitis;
  • verlangsamte Herzfrequenz (Bradykardie);
  • Abnahme der Blutplättchen sowie der weißen oder roten Blutkörperchen;
  • erhöhte Konzentrationen von Harnstoff-Stickstoff und Kreatinin im Blut.

Weitere Nebenwirkungen:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen;
  • erniedrigter Blutdruck (Hypotonie);
  • Angst und Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen (Insomnie);
  • herabgesetzte Empfindlichkeit der Haut (Hypästhesie) sowie Veränderungen der Geschmackswahrnehmung;
  • anfallsartiger Drehschwindel (Vertigo) und Verlust des Bewusstseins;
  • erschwerte Atmung beziehungsweise Kurzatmigkeit (Dyspnoe);
  • verstärkte Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt;
  • rückwärts gerichteter Samenerguss in die Harnblase (retrograde Ejakulation);
  • zeitweise Vergrößerung des männlichen Brustdrüsengewebes (Gynäkomastie);
  • Schmerzen im Rückenbereich;
  • häufigerer nächtlicher Harndrang;
  • ausgeprägte Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, unspezifische Schmerzen und Zunahme des Körpergewichts;
  • erhöhtes Risiko eines intraoperativen Floppy-Iris-Syndroms (IFIS), das während einer Operation des Grauen Stars zu Komplikationen führen kann.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn auftretende Nebenwirkungen stärker ausgeprägt sind oder Sie im Verlauf der Therapie weitere unerwünschte Symptome bemerken.

Verträglichkeit von Doxazosin AL® mit anderen Arzneimitteln

Ihr Arzt sollte darüber informiert sein, welche weiteren Medikamente Sie im Rahmen einer bestehenden Behandlung verwenden.

Dies ist insbesondere bei folgenden Arzneimitteln und Wirkstoffgruppen relevant:

  • nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen;
  • blutdrucksenkenden Arzneimitteln, einschließlich Substanzen mit gefäßerweiternder Wirkung (Vasodilatatoren);
  • Nitraten, die unter anderem bei Beschwerden wie Brustschmerzen verordnet werden;
  • Estrogenen, also weiblichen Hormonen;
  • Dopamin, Ephedrin, Adrenalin, Metaraminol, Methoxamin und Phenylephrin, die beispielsweise bei bestimmten Herzerkrankungen zum Einsatz kommen;
  • Sympathomimetika mit anregender Wirkung auf Herz und Kreislauf, durch die der Blutdruck ansteigen kann;
  • Cimetidin zur Therapie von Erkrankungen des Magen-Darm-Bereichs und sonstigen Arzneimitteln, die einen Einfluss auf die Wirkung des Präparats haben können.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn unklar ist, ob ein von Ihnen eingenommenes Medikament zu einer der genannten Arzneimittelgruppen zählt.

Alpha-Rezeptorenblocker, die bei Bluthochdruck oder einer benignen Prostatavergrößerung eingesetzt werden, können beim schnellen Aufrichten aus dem Liegen oder Sitzen einen plötzlichen Blutdruckabfall verursachen. Als Folge können Schwindel und Benommenheit auftreten. Bei einigen Patienten wurden vergleichbare Beschwerden beobachtet, wenn zusätzlich Phosphodiesterase-5-Hemmer gegen Erektionsstörungen beziehungsweise erektile Dysfunktion eingenommen wurden. Ein solches Arzneimittel sollte deshalb erst mit dem Alpha-Rezeptorenblocker kombiniert werden, nachdem sich unter dessen Anwendung stabile Blutdruckwerte eingestellt haben.

Einige Laborergebnisse können durch die Anwendung des Präparats beeinflusst werden. Weisen Sie Ihren Arzt daher auf die Behandlung hin, sodass mögliche Veränderungen bei der Interpretation der untersuchten Werte einbezogen werden können.

Ihr Arzt sollte Kenntnis von allen Arzneimitteln haben, die Sie gegenwärtig einnehmen oder erst kürzlich angewendet haben. Hierzu zählen auch Präparate, die rezeptfrei bezogen werden können.

Kontraindikationen für Doxazosin AL®

Eine Anwendung des Arzneimittels kommt nicht infrage, wenn eine Allergie gegen Doxazosin oder einen sonstigen Bestandteil des Präparats besteht. Überempfindlichkeitsreaktionen können sich unter anderem in Form von Juckreiz, geröteter Haut oder Atemproblemen bemerkbar machen. Gleiches gilt bei einer bekannten allergischen Reaktion auf Substanzen aus der Gruppe der Chinazoline, zu denen beispielsweise Prazosin und Terazosin sowie auch Doxazosin zählen.

Liegt eine benigne Prostatahyperplasie vor, darf das Präparat bei gleichzeitig bestehender Hypotonie nicht verwendet werden. Eine Gegenanzeige besteht außerdem, wenn in der Vorgeschichte beim Aufrichten oder Aufstehen ein deutlicher Blutdruckabfall mit Schwindel, Benommenheit oder Bewusstlosigkeit aufgetreten ist. Diese Reaktion wird als orthostatische Hypotonie bezeichnet.

Bei Patienten mit benigner Prostatahyperplasie ist die Behandlung ebenfalls nicht zulässig, wenn zusätzlich ein Urinstau in den oberen Harnwegen, wiederkehrende beziehungsweise chronische Harnwegsinfektionen oder Steine in der Harnblase bestehen. Weitere Ausschlussgründe sind eine Überlaufblase, eine ausbleibende oder deutlich verminderte Urinausscheidung (Anurie) sowie eine fortschreitende Verschlechterung der Nierenfunktion.

Lagerung von Doxazosin AL®

Bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalpackung bei einer Temperatur unterhalb von 25 °C auf. Die Verpackung dient dazu, das Präparat vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen. Der Lagerungsplatz muss so gewählt werden, dass das Arzneimittel für Kinder unzugänglich bleibt. Achten Sie vor der Einnahme auf das auf der Packung vermerkte Verfallsdatum. Ist dieses überschritten, darf das Präparat nicht mehr angewendet werden.

Behandlungsoptionen für Doxazosin AL®

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Mina Makar

Allgemeinmediziner

Mina ist Allgemeinmediziner mit langjähriger Erfahrung. Seinen Abschluss machte er 2008 in Medizin und Chirurgie. Er ist ausgebildeter Notfallarzt am Karolinska-Universitätskrankenhaus in Stockholm, Schweden. Mina stellt sicher, dass der medizinische Inhalt auf SofortArzt immer auf dem aktuellsten Forschungsstand ist.
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Letzte Aktualisierung am 03.09.2026 | Nächste geplante Überprüfung am 30.06.2027
Registrierungsnummer No. 198404118799

Fragen & Antworten

Nach dem Start der Anwendung kann sich die Symptomatik nach und nach verbessern. Der Zeitraum bis zum Wirkungseintritt sowie die Stärke der erzielten Besserung sind individuell verschieden.

Holen Sie eine vergessene Einnahme nicht mit der doppelten Dosis nach. Führen Sie die Therapie stattdessen mit der regulär vorgesehenen Dosierung gemäß dem festgelegten Einnahmeplan weiter.

Besonders während der ersten Behandlungsphase, nach einer Veränderung der Dosis oder bei Beschwerden wie Schwindel oder Schwäche kann die sichere Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigt sein. Treten solche Symptome auf, dürfen keine Fahrzeuge geführt oder Maschinen bedient werden.

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