Wie wirkt Levothyroxin?
Eferox® wird zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) eingesetzt. Es enthält den Wirkstoff Levothyroxin, ein künstlich hergestelltes Hormon, das in seiner Wirkung dem körpereigenen Schilddrüsenhormon Thyroxin (T4) entspricht.
Levothyroxin übernimmt im Organismus die Aufgaben des fehlenden Hormons und unterstützt zahlreiche lebenswichtige Prozesse. Dazu zählen unter anderem die Regulation des Stoffwechsels, die Energieproduktion in den Zellen sowie die Steuerung von Funktionen wie Herzaktivität, Körpertemperatur und Nährstoffverwertung. Auf diese Weise trägt es dazu bei, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu stabilisieren und Beschwerden einer Hypothyreose zu lindern.
Dosierung von Eferox®
Die für Sie geeignete Dosierung wird individuell von Ihrem Arzt anhand von Untersuchungen und Laborwerten festgelegt. In der Regel beginnt die Behandlung mit einer niedrigen Anfangsdosis, die alle 2 bis 4 Wochen schrittweise erhöht wird, bis die optimale Erhaltungsdosis erreicht ist. In den ersten Wochen der Therapie erfolgen regelmäßige Blutuntersuchungen, um die Dosis entsprechend anzupassen.
Typische Dosierungsbereiche je nach Anwendungsgebiet:
- Behandlung eines gutartigen Kropfes bei normaler Schilddrüsenfunktion: 75–200 Mikrogramm täglich
- Vorbeugung einer erneuten Kropfbildung nach einer Operation: 75–200 Mikrogramm täglich
- Ersatztherapie bei unzureichender Hormonproduktion der Schilddrüse:
- Anfangsdosis (Erwachsene): 25–50 Mikrogramm täglich
- Erhaltungsdosis (Erwachsene): 100–200 Mikrogramm täglich
- Unterdrückung eines erneuten Tumorwachstums bei Schilddrüsenkrebs: 150–300 Mikrogramm täglich
- Stabilisierung der Hormonwerte bei gleichzeitiger Behandlung mit Schilddrüsenblockern: 50–100 Mikrogramm täglich
Zu Beginn der Behandlung bestimmter Formen der Schilddrüsenunterfunktion wird in den ersten drei Monaten häufig eine Dosis von etwa 10–15 Mikrogramm Levothyroxin-Natrium pro Kilogramm Körpergewicht täglich eingesetzt. Danach erfolgt eine individuelle Anpassung anhand von Kontrolluntersuchungen, insbesondere der Hormonwerte im Blut.
Besondere Patientengruppen:
- Bei älteren Patienten, bei Personen mit koronarer Herzkrankheit sowie bei lang bestehender oder schwerer Hypothyreose wird besonders vorsichtig dosiert. Die Therapie beginnt mit einer niedrigen Dosis, die langsam und unter engmaschiger Kontrolle gesteigert wird.
- Patienten mit geringem Körpergewicht oder ausgeprägtem Kropf benötigen häufig niedrigere Dosen.
Wenn Sie zu viel eingenommen haben
Anzeichen einer Überdosierung sind im Abschnitt „Nebenwirkungen“ beschrieben. Wenden Sie sich bei entsprechenden Beschwerden umgehend an Ihren Arzt.
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben
Nehmen Sie keine doppelte Dosis ein. Setzen Sie die Behandlung am nächsten Tag mit der üblichen Menge fort.
Wenn Sie die Behandlung abbrechen möchten
Eine regelmäßige Einnahme ist entscheidend für den Therapieerfolg. Ändern oder beenden Sie die Behandlung nicht eigenständig, da sich Ihre Beschwerden sonst erneut verschlechtern können.
Hinweise zur Einnahme des Eferox®
Die tägliche Gesamtdosis sollte vorzugsweise morgens auf nüchternen Magen eingenommen werden, idealerweise mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück. Schlucken Sie die Tablette mit ausreichend Flüssigkeit, am besten mit einem Glas Wasser. Auf nüchternen Magen kann der Wirkstoff vom Körper besonders gut aufgenommen werden.
Nebenwirkungen von Eferox®
Wie bei allen Arzneimitteln können auch bei diesem Präparat Nebenwirkungen auftreten, die jedoch nicht bei jedem Patienten vorkommen müssen.
Eine Unverträglichkeit der gewählten Dosis oder eine Überdosierung kann insbesondere zu Beginn der Behandlung – vor allem bei zu schneller Dosiserhöhung – Beschwerden hervorrufen, die den Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion entsprechen.
Häufige Nebenwirkungen:
- Herzklopfen;
- Schlafstörungen;
- Kopfschmerzen;
- Nervosität;
- beschleunigter Herzschlag (Tachykardie).
Seltene Nebenwirkungen:
- erhöhter Hirndruck.
Weitere mögliche Nebenwirkungen:
- Überempfindlichkeitsreaktionen;
- innere Unruhe;
- Zittern (Tremor);
- Herzrhythmusstörungen;
- Brustschmerzen mit Engegefühl (pektanginöse Beschwerden);
- Hitzegefühl oder verminderte Hitzetoleranz;
- Kreislaufkollaps bei Frühgeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht;
- Durchfall;
- Erbrechen;
- allergische Hautreaktionen wie Ausschlag oder Nesselsucht;
- Angioödem (Schwellungen im Gesichts- oder Rachenbereich, ggf. mit Atem- oder Schluckbeschwerden);
- Muskelschwäche oder Muskelkrämpfe;
- Knochenschwund (Osteoporose) bei langfristiger Anwendung hoher Dosen, insbesondere bei Frauen nach den Wechseljahren;
- Menstruationsstörungen;
- starkes Schwitzen;
- Fieber;
- Gewichtsverlust.
Bei Überempfindlichkeit gegenüber Levothyroxin oder einem der sonstigen Bestandteile können allergische Reaktionen an Haut und Atemwegen auftreten.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Nebenwirkungen auftreten. Gegebenenfalls wird die Dosis angepasst oder die Einnahme vorübergehend unterbrochen. Nach Abklingen der Beschwerden kann die Behandlung meist mit vorsichtiger Dosierung fortgesetzt werden.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken – auch solche, die hier nicht aufgeführt sind – wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Verträglichkeit von mit Eferox® anderen Arzneimitteln
Wenn Sie Biotin einnehmen oder kürzlich eingenommen haben, teilen Sie dies Ihrem Arzt sowie dem Laborpersonal mit, insbesondere wenn eine Kontrolle Ihrer Schilddrüsenwerte vorgesehen ist. Biotin kann Laborergebnisse verfälschen.
Mögliche Wechselwirkungen:
Das Präparat kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen oder selbst in seiner Wirkung verändert werden:
- Antidiabetika (z. B. Metformin, Glimepirid, Glibenclamid, Insulin): Die blutzuckersenkende Wirkung kann abgeschwächt werden. Besonders zu Beginn der Therapie sind engmaschige Blutzuckerkontrollen erforderlich, eventuell ist eine Dosisanpassung notwendig.
- Blutgerinnungshemmer vom Cumarin-Typ (z. B. Dicumarol): Die Wirkung kann verstärkt werden, wodurch das Risiko für Blutungen steigt. Regelmäßige Kontrollen der Gerinnungswerte sind erforderlich.
- Arzneimittel mit Einfluss auf die Herzfunktion (z. B. Sympathomimetika, Digoxin) sowie Antidepressiva (z. B. Imipramin, Amitriptylin) können ebenfalls beeinflusst werden.
Vor geplanten Operationen sollten Sie das medizinische Personal darüber informieren, dass Sie dieses Arzneimittel einnehmen, da es zu Wechselwirkungen mit bestimmten Narkosemitteln (z. B. Ketamin) kommen kann.
Zu beachtende Einnahmeabstände:
Einige Arzneimittel können die Aufnahme von Levothyroxin im Darm verringern. Daher sollten folgende zeitliche Abstände eingehalten werden:
- Gallensäurebinder und bestimmte Phosphat- oder Kaliumbinder (z. B. Colestyramin, Colestipol, Colesevelam, Sevelamer): Einnahme von Levothyroxin 4–5 Stunden vorher.
- Antazida, Sucralfat sowie aluminium-, eisen- oder calciumhaltige Präparate: Einnahme von Levothyroxin mindestens 2 Stunden vorher.
Arzneimittel, die die Wirkung von Levothyroxin abschwächen können:
- Propylthiouracil;
- Glucocorticoide;
- Betablocker (z. B. Propranolol);
- Sertralin;
- Chloroquin oder Proguanil;
- Enzyminduzierende Substanzen (z. B. Barbiturate, Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin, Johanniskraut);
- Östrogenhaltige Präparate (z. B. Hormonersatztherapie, Verhütungsmittel);
- Tyrosinkinase-Inhibitoren (z. B. Imatinib, Sunitinib);
- Orlistat;
- HIV-Proteasehemmer (z. B. Ritonavir, Indinavir, Lopinavir);
- Protonenpumpenhemmer (z. B. Omeprazol, Pantoprazol):Diese können die Aufnahme verringern, weshalb eine Überwachung der Schilddrüsenfunktion erforderlich ist.
Arzneimittel, die die Wirkung von Levothyroxin verstärken können:
- Salicylate (insbesondere in höheren Dosen);
- Dicumarol;
- hoch dosiertes Furosemid;
- Clofibrat.
Weitere wichtige Hinweise:
- Amiodaron kann die Schilddrüsenfunktion beeinflussen – sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie dieses Medikament einnehmen.
- Vor Untersuchungen mit iodhaltigen Kontrastmitteln sollten Sie Ihren Arzt informieren, da diese die Schilddrüsenfunktion beeinflussen können.
- Sojahaltige Lebensmittel können die Aufnahme von Levothyroxin im Darm verringern. Änderungen in der Ernährung können daher eine Anpassung der Dosis erforderlich machen.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, vor Kurzem eingenommen haben oder deren Anwendung planen. Wenn Sie Fragen zu möglichen Wechselwirkungen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Kontraindikationen für Eferox®
Eferox® enthält Levothyroxin und ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels. Eine Anwendung darf nicht erfolgen bei unbehandelter Hyperthyreose, da die zusätzliche Zufuhr von Schilddrüsenhormonen zu einer weiteren Steigerung der Stoffwechselaktivität führen kann.
Ebenso ist das Präparat kontraindiziert bei akutem Myokardinfarkt, akuter Myokarditis und unbehandelter Nebennierenrindeninsuffizienz. In diesen Fällen kann die Gabe von Levothyroxin zu einer Verschlechterung des klinischen Zustands führen. Vor Beginn der Therapie sollten entsprechende Grunderkrankungen ausgeschlossen oder ausreichend behandelt werden.
Die Anwendung während der Schwangerschaft ist grundsätzlich möglich, jedoch muss die Dosierung sorgfältig ärztlich überwacht werden. Eine Kombination mit thyreostatischen Arzneimitteln ist in dieser Zeit kontraindiziert.
Lagerung von Eferox®
Eferox® sollte bei einer Temperatur von nicht über 25 °C gelagert werden. Das Arzneimittel ist in der Originalverpackung aufzubewahren, um es vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatums darf das Präparat nicht mehr verwendet werden. Die Tabletten sind außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufzubewahren.
Behandlungsoptionen für Eferox®
Nehmen Sie an unserer Online-Beratung teil, um ein Rezept für entsprechende Medikamente zu bekommen, die Ihnen versandkostenfrei innerhalb von 1-2 Tagen zugestellt werden.
- Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
- Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
- Schneller und vertraulicher Service
- Zugang zu medizinischen Fragen
Packungsbeilagen (8)
- Eferox® 25 Mikrogramm Tabletten.pdf
- Eferox® 50 Mikrogramm Tabletten.pdf
- Eferox® 75 Mikrogramm Tabletten.pdf
- Eferox® 100 Mikrogramm Tabletten.pdf
- Eferox® 125 Mikrogramm Tabletten.pdf
- Eferox® 150 Mikrogramm Tabletten.pdf
- Eferox® 175 Mikrogramm Tabletten.pdf
- Eferox® 200 Mikrogramm Tabletten.pdf
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