Wie wirkt Itraconazol?
Als Wirkstoff aus der Klasse der Triazol-Antimykotika greift Itraconazol in einen für Pilze wichtigen Stoffwechselvorgang ein. Es hemmt ein Enzym, das für die Produktion von Ergosterol erforderlich ist. Dieser Stoff trägt wesentlich zur Stabilität und Funktionsfähigkeit der Membran von Pilzzellen bei. Sinkt der Ergosterolgehalt infolge der Enzymhemmung, wird die normale Beschaffenheit der Zellmembran gestört. Dies schränkt die Wachstums- und Vermehrungsfähigkeit der Pilze ein.
Dosierung und Anwendung von Itraconazol Dura®
Die empfohlene Einnahmemenge liegt bei 1 bis 2 Kapseln einmal pro Tag und entspricht damit einer täglichen Dosis von 100 bis 200 mg Itraconazol. Die Therapie kann je nach Behandlungsbedarf zwischen 3 Wochen und 7 Monaten dauern.
Wurde unbeabsichtigt eine höhere Dosis als verordnet eingenommen, ist umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen oder ein Krankenhaus in der Nähe zu kontaktieren. Bei einer versäumten Einnahme wird die Behandlung mit der nächsten vorgesehenen Dosis regulär fortgesetzt. Die ausgelassene Menge darf nicht durch eine doppelte Einnahme nachgeholt werden.
Itraconazol sollte über den ärztlich festgelegten Zeitraum angewendet werden. Ein vorzeitiges Beenden der Behandlung ist zuvor mit dem Arzt abzustimmen, da andernfalls die Wirksamkeit der Therapie vermindert sein kann.
Die Kapseln werden direkt nach dem Essen zusammen mit einem Glas Wasser eingenommen.
Wichtige Informationen zur Einnahme von Itraconazol Dura®
Die Behandlung mit Itraconazol kann das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Beim Steuern von Fahrzeugen und bei der Arbeit mit Maschinen ist deshalb besondere Aufmerksamkeit geboten.
Für die Dauer der Anwendung ist eine zuverlässige Empfängnisverhütung sicherzustellen. Diese Vorgabe ist unabhängig vom Geschlecht während des gesamten Behandlungszeitraums zu berücksichtigen.
Nebenwirkungen von Itraconazol Dura®
Auch bei einer Therapie mit Itraconazol sind unerwünschte Arzneimittelwirkungen möglich, wie dies grundsätzlich bei Medikamenten der Fall sein kann. Solche Reaktionen treten jedoch nicht bei jeder behandelten Person auf.
Beenden Sie die Anwendung und suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf, sobald Beschwerden auf eine ernsthafte allergische Reaktion, eine schwere Hautreaktion oder eine ausgeprägte Funktionsstörung der Leber schließen lassen. Hierzu können insbesondere Atemprobleme, Schwellungen von Gesicht oder Schleimhäuten, großflächige Hautausschläge, Blasen auf der Haut oder sich ablösende Hautbereiche gehören. Weitere mögliche Warnzeichen sind ein erheblicher Appetitverlust, anhaltendes Unwohlsein mit Übelkeit oder Erbrechen, auffällige Müdigkeit, Schmerzen im Oberbauch, eine dunkle Urinfarbe oder ungewöhnlich hell gefärbter Stuhl.
Auch mögliche Symptome einer Herzinsuffizienz müssen zeitnah ärztlich beurteilt werden. Dazu zählen beispielsweise Schwierigkeiten beim Atmen, eine plötzlich eintretende Gewichtszunahme, Schwellungen an den Beinen oder im Bauchbereich sowie eine ungewöhnlich ausgeprägte Erschöpfung. Ebenso erfordern ein Verlust des Hörvermögens, deutliche Störungen des Sehens oder der Wahrnehmung sowie starke Schmerzen im oberen Bauchbereich zusammen mit Übelkeit und Erbrechen eine sofortige medizinische Abklärung.
Häufige Nebenwirkungen:
- Beschwerden in Form von Kopfschmerzen;
- Schmerzen im Bauchbereich;
- Übelkeitsgefühl.
Seltene Nebenwirkungen:
- Veränderungen einzelner Blutzellwerte, insbesondere eine Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie);
- schwere allergische Reaktionen, darunter anaphylaktische Reaktionen, Serumkrankheit und Angioödem;
- erhöhte Konzentration von Triglyzeriden im Blut;
- Beeinträchtigungen der Sinneswahrnehmung, etwa Kribbeln, Taubheitsgefühle oder eine verringerte Schmerzempfindlichkeit;
- Veränderungen bei der Wahrnehmung von Geschmack;
- Sehstörungen, beispielsweise verschwommenes Sehen oder das Auftreten von Doppelbildern;
- Ohrgeräusche (Tinnitus) und eine zeitlich begrenzte oder bleibende Verschlechterung des Hörvermögens;
- kongestive Herzinsuffizienz in Verbindung mit Atemnot;
- Entzündung des Pankreas (Pankreatitis);
- erhebliche Schädigungen der Leber bis hin zu akutem Leberversagen sowie ein erhöhter Bilirubinspiegel;
- schwerwiegende Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, akute generalisierte exanthematöse Pustulose, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis oder leukozytoklastische Vaskulitis;
- verstärkte Lichtempfindlichkeit der Haut oder vermehrter Haarausfall;
- Zunahme der Häufigkeit des Wasserlassens;
- Störungen der Erektionsfunktion;
- Flüssigkeitsansammlungen innerhalb des Gewebes (Ödeme);
- erhöhte Werte der Kreatin-Phosphokinase im Blut.
Andere mögliche Nebenwirkungen:
- entzündliche Veränderungen der Nase oder Nasennebenhöhlen sowie Infektionen der oberen Atemwege;
- Reaktionen aufgrund einer Überempfindlichkeit;
- Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Erbrechen, Verstopfung, Verdauungsprobleme oder Blähungen;
- Veränderungen von Parametern der Leberfunktion;
- Hautveränderungen wie Ausschlag, Nesselsucht oder Juckreiz;
- Abweichungen vom normalen Menstruationszyklus;
- Verminderung der Granulozyten (Granulozytopenie) oder der Blutplättchen (Thrombozytopenie);
- erhöhte Glukosewerte im Blut;
- Veränderungen der Kalium- oder Magnesiumkonzentration, die unter anderem Muskelkrämpfe oder Unregelmäßigkeiten des Herzrhythmus hervorrufen können;
- Verwirrtheitszustände, Schwindelgefühl, Schläfrigkeit oder Zittern;
- Schädigung beziehungsweise Funktionsstörung peripherer Nerven (periphere Neuropathie);
- beschleunigter Herzschlag (Tachykardie);
- Abweichungen des Blutdrucks nach oben oder unten;
- Flüssigkeitsansammlungen im Bereich der Lunge, Husten oder Schwierigkeiten beim Sprechen;
- weitere Störungen und Beschwerden des Magen-Darm-Systems;
- entzündliche Lebererkrankung (Hepatitis) oder Gelbsucht;
- verstärkte Schweißproduktion sowie Rötungen der Haut;
- Schmerzen im Bereich der Muskulatur oder Gelenke;
- Beeinträchtigungen der Nierenfunktion oder ungewollter Urinverlust;
- Schwellungen einzelner Körperregionen oder des gesamten Körpers, darunter auch Schwellungen im Gesicht;
- Beschwerden im Brustbereich, Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen oder eine deutlich ausgeprägte Erschöpfung;
- Veränderungen von Laborwerten aus Blut- oder Urinuntersuchungen sowie erhöhte Leberenzymwerte.
Informieren Sie Ihren Arzt, sobald während der Behandlung Nebenwirkungen oder andere ungewöhnliche Symptome festgestellt werden. Dies gilt gleichermaßen für Beschwerden, die in dieser Übersicht nicht ausdrücklich erwähnt sind.
Verträglichkeit von Itraconazol Dura® mit anderen Arzneimitteln
Bei der gleichzeitigen Anwendung von Itraconazol und anderen Arzneimitteln können sich deren Wirkungen gegenseitig beeinflussen. Teilen Sie Ihrem Arzt deshalb mit, welche Medikamente Sie momentan einnehmen oder anwenden, in jüngerer Vergangenheit verwendet haben oder für eine zukünftige Anwendung vorgesehen sind.
Arzneimittel, die nicht beziehungsweise nur nach ausdrücklicher ärztlicher Beurteilung zusammen mit Itraconazol angewendet werden sollten:
- Herz-Kreislauf-System und Blutgerinnung: Apixaban, Rivaroxaban, Vorapaxar, Atorvastatin, Felodipin, Riociguat und Tadalafil.
- Krampfanfälle, Migräne und psychische Erkrankungen: Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Eletriptan sowie Johanniskraut (Hypericum perforatum).
- Erkrankungen der Harnblase: Tamsulosin und Tolterodin.
- Krebserkrankungen: Axitinib, Bosutinib, Cabazitaxel, Cabozantinib, Ceritinib, Cobimetinib, Crizotinib, Dabrafenib, Dasatinib, Docetaxel, Ibrutinib, Lapatinib, Nilotinib, Olaparib, Pazopanib, Regorafenib, Sunitinib, Trabectedin, Trastuzumab Emtansin sowie Vinca-Alkaloide wie Vinflunin oder Vinorelbin.
- Tuberkulose: Bedaquilin, Isoniazid, Rifabutin und Rifampicin.
- HIV- oder Hepatitis-Behandlung: Efavirenz, Nevirapin, Elbasvir/Grazoprevir, Simeprevir, Tenofoviralafenamidfumarat (TAF) und Tenofovirdisoproxilfumarat (TDF).
- Behandlung nach Organtransplantationen: Everolimus, Rapamycin (Sirolimus) und Temsirolimus.
- Gutartige Prostatavergrößerung: Alfuzosin und Silodosin.
- Lungenerkrankungen und Allergien: Ciclesonid, Ebastin und Salmeterol.
- Erektionsstörungen: Tadalafil sowie Vardenafil bei Männern bis einschließlich 75 Jahren.
- Weitere Wirkstoffe: Colchicin, Fentanyl sowie Lumacaftor/Ivacaftor.
Falls dies aufgrund der jeweiligen Arzneimittelkombination ärztlich angeordnet wird, kann die Vermeidung der genannten Wirkstoffe auch noch für die ersten 2 Wochen nach der letzten Itraconazol-Dosis erforderlich sein.
Bei verschiedenen anderen Medikamenten ist eine Kombination mit Itraconazol möglich, sofern die Behandlung medizinisch überwacht wird. Wechselwirkungen können die im Körper vorhandene Menge eines Wirkstoffs erhöhen oder vermindern und dadurch dessen Wirkung oder das Risiko von Nebenwirkungen verändern. Der Arzt kann daher eine andere Dosierung festlegen oder zusätzliche Kontrollen während der Therapie veranlassen.
Besondere Vorsicht ist unter anderem bei folgenden Arzneimitteln erforderlich:
- Herz, Kreislauf und Blut: Bosentan, Amlodipin, Isradipin, Nifedipin, Nimodipin, Diltiazem, Verapamil, Cilostazol, Cumarin-Antikoagulanzien wie Warfarin, Digoxin und Nadolol.
- Magen-Darm-Beschwerden: Aprepitant, Netupitant und Loperamid. Zu berücksichtigen sind darüber hinaus Antazida, die Aluminium, Calcium, Magnesium oder Natriumhydrogencarbonat enthalten, sowie magensäurehemmende Präparate wie Cimetidin, Ranitidin, Lansoprazol, Omeprazol oder Rabeprazol.
- Schlafstörungen, Angstzustände und psychiatrische Erkrankungen: Alprazolam, Brotizolam, Buspiron, intravenös verabreichtes Midazolam, Zopiclon, Reboxetin, Venlafaxin, Aripiprazol, Cariprazin, Haloperidol, Risperidon, Galantamin und Guanfacin.
- Reizblase: Imidafenacin, Fesoterodin, Oxybutynin und Solifenacin.
- Krebserkrankungen: Bortezomib, Brentuximab Vedotin, Busulfan, Erlotinib, Gefitinib, Idelalisib, Imatinib, Nintedanib, Panobinostat, Ponatinib, Ruxolitinib und Sonidegib.
- Infektionskrankheiten: Ciprofloxacin, Clarithromycin, Erythromycin, Delamanid, Artemether/Lumefantrin, Chinin und Praziquantel.
- HIV und Hepatitis: Cobicistat, verstärktes Elvitegravir, Maraviroc, Ritonavir, Ritonavir/Darunavir, Ritonavir/Fosamprenavir, Indinavir, Saquinavir sowie Glecaprevir/Pibrentasvir.
- Nach einer Organtransplantation: Ciclosporin und Tacrolimus.
- Gutartige Prostatavergrößerung: Dutasterid.
- Asthma, Allergien und entzündliche Erkrankungen: Bilastin, Rupatadin, Methylprednisolon, Dexamethason, Budesonid und Fluticason.
- Erektionsstörungen: Sildenafil.
- Schmerz- und Entzündungsbehandlung: Alfentanil, Buprenorphin, Oxycodon, Sufentanil und Meloxicam.
- Weitere Arzneimittel: Alitretinoin zur Einnahme, Cabergolin, cannabisbasierte Arzneimittel, Cinacalcet, Dienogest, Ulipristal, Eliglustat, Ivacaftor, Methadon, Repaglinid und Saxagliptin.
Damit Itraconazol ausreichend aus dem Verdauungstrakt aufgenommen werden kann, spielt der Säuregehalt des Magens eine wichtige Rolle. Ist die Magensäureproduktion nicht vorhanden oder deutlich reduziert (Achlorhydrie), kann die Aufnahme des Wirkstoffs vermindert sein. Dies kann ebenfalls bestimmte Patienten mit AIDS sowie Personen betreffen, die H2-Rezeptorantagonisten, Protonenpumpenhemmer oder andere magensäuresenkende Medikamente anwenden. In diesen Situationen kann nach ärztlicher Anweisung die Einnahme von Itraconazol zusammen mit einem säurehaltigen Getränk, beispielsweise einer nicht zuckerfreien Cola, erfolgen.
Die genannten Arzneimittel und Wirkstoffe bilden keine abschließende Übersicht sämtlicher möglicher Wechselwirkungen. Klären Sie daher während der Behandlung mit Itraconazol jede neu geplante Arzneimittelanwendung sowie das Absetzen einer bestehenden Medikation vorher mit Ihrem Arzt ab.
Kontraindikationen für Itraconazol Dura®
Bei einer bekannten Allergie gegen Itraconazol oder einen der übrigen Inhaltsstoffe des Arzneimittels darf keine Behandlung mit diesem Präparat erfolgen.
Eine Anwendung ist außerdem während einer bestehenden Schwangerschaft ausgeschlossen. Gleiches gilt bei Verdacht auf eine Schwangerschaft oder wenn eine Schwangerschaft beabsichtigt ist. Personen mit der Möglichkeit, schwanger zu werden, müssen während der Einnahme für einen zuverlässigen Empfängnisschutz sorgen. Da Itraconazol nach dem Ende der Therapie nicht unmittelbar vollständig aus dem Körper ausgeschieden ist, sollte die Verhütung bis zum Eintritt der nächsten Menstruation nach der letzten Einnahme beibehalten werden.
Schwere Störungen der Herzfunktion stellen ebenfalls eine Gegenanzeige dar. Hierzu gehören vor allem eine Funktionsbeeinträchtigung der Herzkammern (ventrikuläre Dysfunktion) und eine Herzinsuffizienz. Dies ist auch dann relevant, wenn eine Herzschwäche bereits früher bestanden hat.
Lagerung von Itraconazol Dura®
Die Lagertemperatur des Arzneimittels sollte 25 °C nicht überschreiten. Bewahren Sie das Präparat in der Originalverpackung auf, um es vor dem Einfluss von Licht und Feuchtigkeit zu schützen. Es ist darauf zu achten, dass Kinder das Arzneimittel weder erreichen noch darauf zugreifen können. Nach Ablauf der auf der Verpackung angegebenen Haltbarkeitsfrist darf das Präparat nicht weiter verwendet werden.
Behandlungsoptionen für Itraconazol Dura® (Scheidenpilz)
Nehmen Sie an unserer Online-Beratung teil, um ein Rezept für entsprechende Medikamente zu bekommen, die Ihnen versandkostenfrei innerhalb von 1-2 Tagen zugestellt werden.
- Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
- Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
- Schneller und vertraulicher Service
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Packungsbeilage
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Scheidenpilz Behandlung mit Itraconazol Dura® (Scheidenpilz)
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- Wichtige Informationen zur Einnahme von Itraconazol Dura®
- Nebenwirkungen von Itraconazol Dura®
- Verträglichkeit von Itraconazol Dura® mit anderen Arzneimitteln
- Kontraindikationen für Itraconazol Dura®
- Lagerung von Itraconazol Dura®
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