Wie wirkt Sildenafil?
Sildenafil ist ein selektiver Hemmstoff der Phosphodiesterase Typ 5 (PDE-5). Durch die Hemmung dieses Enzyms wird der Abbau von zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP) im Schwellkörpergewebe vermindert. Bei sexueller Stimulation führt dies zu einer Entspannung der glatten Gefäßmuskulatur und einem erhöhten Blutzufluss in den Penis. Dadurch wird das Entstehen und Aufrechterhalten einer Erektion unterstützt.
Dosierung und Anwendung von Sildaristo®
Die empfohlene Dosis beträgt 50 mg. Das Arzneimittel sollte höchstens einmal täglich eingenommen werden. Filmtabletten dürfen nicht gleichzeitig mit Schmelztabletten angewendet werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn nach der Einnahme keine Erektion eintritt oder diese nicht lange genug anhält, um den Geschlechtsverkehr zu Ende zu führen.
Achtung! Eine Dosis von mehr als 100 mg führt nicht zu einer stärkeren Wirkung. Überschreiten Sie daher weder die vom Arzt festgelegte Dosis noch die verordnete Anzahl an Tabletten. Wenn Sie mehr Tabletten eingenommen haben als empfohlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung von Sildaristo®
Die Tablette ist unzerkaut mit einem Glas Wasser einzunehmen. Das Arzneimittel kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Es ist jedoch zu beachten, dass sich der Wirkungseintritt bei gleichzeitiger Einnahme mit einer reichhaltigen Mahlzeit verzögern kann. Die Wirkung setzt üblicherweise etwa 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme ein, wobei dieser Zeitraum aufgrund individueller physiologischer Unterschiede variieren kann.
Das Arzneimittel unterstützt das Entstehen einer Erektion nur bei sexueller Stimulation.
Nebenwirkungen von Sildaristo®
Wie bei anderen Arzneimitteln können auch unter der Einnahme dieses Präparats Nebenwirkungen auftreten. Nicht jeder Patient ist davon betroffen. Die im Zusammenhang mit dem Arzneimittel beobachteten Beschwerden sind überwiegend leicht bis mäßig ausgeprägt und klingen meist nach kurzer Zeit wieder ab.
Häufige Nebenwirkungen:
- Kopfschmerzen;
- Übelkeit und Verdauungsbeschwerden;
- Gesichtsrötung und Hitzewallungen, beispielsweise mit einem plötzlich auftretenden Wärmegefühl im Oberkörper;
- Veränderungen des Farbsehens, verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen;
- verstopfte Nase;
- Schwindel.
Seltene Nebenwirkungen:
- Erbrechen, Hautausschlag und Muskelschmerzen;
- Schläfrigkeit, vermindertes Tastempfinden oder Drehschwindel;
- Herzklopfen, beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag sowie erhöhter oder erniedrigter Blutdruck;
- Augenbeschwerden wie Reizung, Schmerzen, Rötung, Lichtempfindlichkeit, tränende Augen, Lichtblitze, erhöhte Helligkeitswahrnehmung, Doppeltsehen, verminderte Sehschärfe, Pupillenerweiterung, Schwellungen im Bereich von Auge oder Augenlid, Verfärbung des Augenweißes, Lichtkränze oder kleine Punkte im Gesichtsfeld;
- Ohrgeräusche sowie plötzlich auftretende Schwerhörigkeit oder Taubheit;
- trockener Mund;
- verstopfte oder blockierte Nasennebenhöhlen, Entzündung der Nasenschleimhaut mit laufender oder verstopfter Nase und Niesen, Nasenbluten, trockene Nase oder Schwellungen innerhalb der Nase;
- Oberbauchschmerzen und gastroösophagealer Reflux, beispielsweise mit Sodbrennen;
- Blut im Urin;
- Schmerzen in Armen oder Beinen;
- Wärmegefühl, Müdigkeit oder Reizbarkeit;
- Ohnmacht, Schlaganfall, Herzinfarkt oder eine vorübergehende Störung der Blutversorgung des Gehirns;
- Engegefühl im Hals oder Taubheitsgefühl im Mund;
- Blutungen im Augenhintergrund;
- Blutungen aus dem Penis oder Blut im Sperma.
Weitere Nebenwirkungen:
- eine allergische Reaktion mit plötzlich einsetzendem pfeifendem Atem, Atemproblemen, Schwindel oder Schwellungen von Augenlidern, Gesicht, Lippen beziehungsweise Rachen;
- Brustschmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr. Nehmen Sie in diesem Fall eine halbsitzende Position ein, versuchen Sie sich zu entspannen und verwenden Sie keine Nitrate zur Behandlung der Beschwerden;
- eine länger als vier Stunden bestehende und gegebenenfalls schmerzhafte Erektion;
- plötzlich eintretende Verschlechterung oder Verlust des Sehvermögens;
- schwere Hautreaktionen mit ausgeprägter Abschilferung oder Schwellung der Haut, Blasenbildung im Mund, an den Genitalien oder im Augenbereich sowie möglicherweise Fieber;
- Krampfanfälle.
Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie Nebenwirkungen feststellen. Dies gilt ebenfalls für unerwünschte Beschwerden, die in dieser Übersicht nicht aufgeführt sind.
Verträglichkeit von Sildaristo® mit anderen Arzneimitteln
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, welche Medikamente Sie gegenwärtig einnehmen, vor Kurzem eingenommen haben oder in nächster Zeit einnehmen möchten. Zwischen diesem Präparat und bestimmten anderen Arzneimitteln können Wechselwirkungen auftreten. Dies betrifft insbesondere Medikamente, die gegen Herzschmerzen eingesetzt werden. Falls eine medizinische Notfallsituation eintritt, informieren Sie den behandelnden Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal darüber, dass Sie das Präparat eingenommen haben, und nennen Sie auch den Zeitpunkt der Einnahme. Eine Kombination mit anderen Arzneimitteln sollte nur erfolgen, wenn Ihr Arzt dies ausdrücklich erlaubt hat.
Besonders zu berücksichtigen sind:
- Nitrate: Das Präparat darf nicht gemeinsam mit nitrathaltigen Arzneimitteln angewendet werden. Solche Medikamente werden häufig bei Angina pectoris beziehungsweise Herzschmerzen eingesetzt. Die Kombination kann einen gefährlichen Blutdruckabfall verursachen.
- Stickstoffmonoxid-Donatoren: Substanzen wie Amylnitrit, auch als „Poppers“ bezeichnet, dürfen ebenfalls nicht gleichzeitig verwendet werden, da auch hierbei der Blutdruck gefährlich stark absinken kann.
- Riociguat: Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie dieses Arzneimittel bereits einnehmen.
- Protease-Hemmer: Werden Protease-Hemmer zur Behandlung einer HIV-Infektion angewendet, kann der Arzt die Therapie mit der niedrigsten Dosis des Präparats von 25 mg beginnen.
- Alphablocker: Bei Patienten, die Alphablocker gegen Bluthochdruck oder eine Prostatavergrößerung erhalten, können Schwindel oder Benommenheit infolge eines Blutdruckabfalls beim schnellen Aufsetzen oder Aufstehen auftreten. Solche Beschwerden wurden insbesondere innerhalb von vier Stunden nach gemeinsamer Anwendung beobachtet. Um das Risiko zu reduzieren, sollte die Behandlung mit dem Alphablocker bereits in einer stabilen täglichen Dosierung erfolgen, bevor dieses Präparat eingenommen wird. Gegebenenfalls legt der Arzt eine niedrigere Anfangsdosis von 25 mg fest.
- Sacubitril/Valsartan: Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie Arzneimittel mit dieser Wirkstoffkombination zur Behandlung einer Herzinsuffizienz anwenden.
Alkohol kann vorübergehend die Fähigkeit beeinträchtigen, eine Erektion zu erreichen. Um die bestmögliche Wirkung des Arzneimittels zu unterstützen, sollte vor der Einnahme auf größere Mengen Alkohol verzichtet werden.
Kontraindikationen für Sildaristo®
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn eine Allergie gegen Sildenafil oder einen der übrigen Bestandteile des Präparats besteht.
Eine Einnahme ist ebenfalls ausgeschlossen, wenn Sie Nitrate verwenden, die häufig zur Behandlung von Angina pectoris beziehungsweise Herzschmerzen verordnet werden. Die Kombination mit Sildenafil kann zu einem gefährlichen Abfall des Blutdrucks führen. Gleiches gilt für Stickstoffmonoxid-Donatoren wie Amylnitrit, auch als „Poppers“ bezeichnet. Wenn Sie nicht sicher sind, ob eines Ihrer Arzneimittel zu diesen Gruppen gehört, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Das Präparat darf außerdem nicht zusammen mit Riociguat eingenommen werden. Riociguat wird zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie sowie der chronischen thromboembolischen pulmonalen Hypertonie eingesetzt. PDE5-Hemmer wie Sildenafil können die blutdrucksenkende Wirkung von Riociguat verstärken. Bei bestehender Riociguat-Therapie oder Unsicherheit bezüglich der Einnahme ist vor der Anwendung ärztlicher Rat einzuholen.
Von einer Behandlung ist auch abzusehen, wenn eine schwere Erkrankung des Herzens oder der Leber vorliegt, kürzlich ein Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgetreten ist oder ein niedriger Blutdruck besteht.
Weitere Gegenanzeigen sind bestimmte seltene erblich bedingte Augenerkrankungen, beispielsweise Retinitis pigmentosa, sowie ein bestehender oder früher aufgetretener Sehverlust infolge einer nicht arteriitischen anterioren ischämischen Optikusneuropathie (NAION).
Lagerung von Sildaristo®
Bewahren Sie das Präparat bei Temperaturen unterhalb beziehungsweise bis 25 °C auf. Es sollte dabei in der ursprünglichen Verpackung verbleiben, damit Feuchtigkeit und direkte Lichteinstrahlung den Inhalt nicht beeinträchtigen. Wählen Sie für die Lagerung einen Platz, der von Kindern nicht erreicht werden kann. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung ausgewiesenen Verfallsdatum verwendet werden. Nach Ablauf dieses Datums ist eine weitere Einnahme nicht zulässig.
Behandlungsoptionen für Sildaristo®
Nehmen Sie an unserer Online-Beratung teil, um ein Rezept für entsprechende Medikamente zu bekommen, die Ihnen versandkostenfrei innerhalb von 1-2 Tagen zugestellt werden.
- Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
- Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
- Schneller und vertraulicher Service
- Zugang zu medizinischen Fragen
Packungsbeilagen (2)
Verpassen Sie keine wichtigen Informationen! Die Aktualität dieser Packungsbeilage kann nicht garantiert werden. Sichern Sie sich die neueste Version in der Medikamentenverpackung!