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Zovirax®

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Genitalherpes Behandlung mit Zovirax®

Zovirax® ist ein verschreibungspflichtiges antivirales Arzneimittel zur Behandlung von Genitalherpes. Das Präparat enthält den Wirkstoff Aciclovir in einer Konzentration von 200 mg/5 ml. Aciclovir hemmt die Vermehrung von Herpes-simplex-Viren, indem es die Bildung viraler DNA beeinträchtigt. Dadurch wird die weitere Virusvermehrung in infizierten Zellen gehemmt.

Das Präparat ist als Suspension zum Einnehmen erhältlich und wird oral angewendet. Dosierung, Einnahmehäufigkeit und Behandlungsdauer werden vom Arzt abhängig vom Verlauf der Infektion und den individuellen therapeutischen Anforderungen festgelegt.

So funktioniert es – in 3 einfachen Schritten

1
Fragebogen ausfüllen
2
Rezeptausstellung durch Arzt
3
Diskreter und schneller Versand

Wie wirkt Aciclovir?

Aciclovir ist ein antiviraler Wirkstoff aus der Klasse der Nukleosidanaloga, der insbesondere gegen Herpes-simplex-Viren der Typen HSV-1 und HSV-2 wirksam ist. Nach der Aufnahme in virusinfizierte Zellen erfolgt mithilfe eines viralen Enzyms die Aktivierung des Wirkstoffs, wobei schließlich die pharmakologisch aktive Verbindung Aciclovir-Triphosphat entsteht.

Aciclovir-Triphosphat hemmt die für die Vervielfältigung des viralen Erbguts erforderliche DNA-Polymerase. Gleichzeitig wird die aktive Substanz in die neu entstehende Virus-DNA eingebaut und verhindert deren weitere Verlängerung. Auf diese Weise wird die Replikation der Herpesviren gehemmt.

Die eingeschränkte Virusvermehrung kann dazu beitragen, eine weitere Ausbreitung der Infektion im betroffenen Gewebe zu begrenzen. Dadurch können Hautläsionen schneller abheilen sowie Dauer und Intensität der auftretenden Beschwerden vermindert werden.

Dosierung von Zovirax®

Als übliche Dosis werden 200 mg (entsprechend 5 ml) fünfmal pro Tag eingenommen. Die Einnahmen sollten tagsüber in Abständen von ungefähr vier Stunden erfolgen und über fünf Tage fortgesetzt werden. Falls erforderlich, kann der Arzt die Dosierung individuell verändern, beispielsweise bei eingeschränkter Immunabwehr, im höheren Lebensalter oder bei bestehenden Nierenproblemen. Ältere Patienten sowie Personen mit beeinträchtigter Nierenfunktion sollten während der Therapie besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Wenn Sie versehentlich mehr Suspension als vorgesehen eingenommen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Eine ausgelassene Einnahme darf nicht durch die Anwendung der doppelten Menge ausgeglichen werden.

Auch wenn sich die Beschwerden bereits deutlich gebessert haben, sollte die vorgesehene Behandlung mit der Suspension vollständig durchgeführt werden, damit der Therapieerfolg nicht beeinträchtigt wird. Setzen Sie das Arzneimittel nicht eigenständig ab, sondern halten Sie vor einer Beendigung der Einnahme Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Anwendung von Zovirax®

Schütteln Sie die Suspension vor jeder Anwendung gründlich. Für das genaue Abmessen der vorgesehenen Menge befindet sich in der Packung ein Doppelmesslöffel. Der größere Messlöffel fasst 5 ml Suspension und entspricht damit 200 mg Aciclovir, während mit dem kleineren Messlöffel 2,5 ml beziehungsweise 100 mg Aciclovir abgemessen werden können.

Die Suspension ist unverdünnt einzunehmen. Zur Bestimmung der verordneten Dosis sollte der mitgelieferte Messlöffel oder eine andere, vom Arzt oder Apotheker empfohlene Dosierhilfe verwendet werden. Bei älteren Patienten sowie bei eingeschränkter Nierenfunktion ist während der Behandlung auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme zu achten.

Nebenwirkungen von Zovirax®

Während der Behandlung mit diesem Arzneimittel können Nebenwirkungen auftreten, die jedoch nicht bei jedem Patienten beobachtet werden.

Häufige Nebenwirkungen:

  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen;
  • Juckreiz und Hautausschlag, einschließlich einer erhöhten Lichtempfindlichkeit der Haut und Reaktionen nach Sonneneinstrahlung;
  • Müdigkeit und Fieber;
  • Kopfschmerzen und Schwindel.

Seltene Nebenwirkungen:

  • Nesselsucht (Urtikaria);
  • verstärkter diffuser Haarausfall;
  • schwere allergische Reaktionen einschließlich Anaphylaxie;
  • Kurzatmigkeit;
  • Schwellungen der Lippen, des Gesichts, des Halses oder Rachens, die Atembeschwerden verursachen können (Quincke-Ödem);
  • Leberentzündung (Hepatitis) und Gelbsucht;
  • Schmerzen im unteren Rückenbereich im Zusammenhang mit einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion;
  • akutes Nierenversagen mit erheblicher Einschränkung der Nierenfunktion und möglicherweise stark verminderter oder vollständig ausbleibender Urinausscheidung.

Bei Laboruntersuchungen können vorübergehend erhöhte Werte von Bilirubin und Leberenzymen sowie von Harnstoff und Kreatinin im Blut festgestellt werden. Sehr selten sind Veränderungen des Blutbildes mit einer verminderten Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie), weißer Blutkörperchen (Leukopenie) oder Blutplättchen (Thrombozytopenie) möglich.

Weitere Nebenwirkungen:

Unerwünschte Wirkungen auf das Nervensystem werden überwiegend bei älteren Patienten und bei Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion beobachtet. In der Regel bilden sie sich nach dem Absetzen des Präparats oder einer Verringerung der Dosis zurück.

  • ausgeprägte körperliche Unruhe und Erregung;
  • Verwirrtheit;
  • Zittern;
  • unsicherer Gang und Störungen der Bewegungskoordination (Ataxie);
  • verlangsamte oder undeutliche Sprache (Dysarthrie);
  • verwirrte oder sprunghafte Gedanken sowie Wahnvorstellungen;
  • Krampfanfälle;
  • Schläfrigkeit;
  • Beeinträchtigung der Gehirnfunktion (Enzephalopathie);
  • Bewusstlosigkeit.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten. Dies gilt auch für unerwünschte Beschwerden, die in dieser Übersicht nicht aufgeführt sind.

Verträglichkeit von Zovirax® mit anderen Arzneimitteln

Bestimmte Arzneimittel können bei gleichzeitiger Anwendung von besonderer Bedeutung sein.

Informieren Sie Ihren behandelnden Arzt insbesondere, wenn Sie eines der folgenden Medikamente verwenden:

  • Arzneimittel, die die Nierenfunktion beeinflussen können, beispielsweise Probenecid zur Behandlung von Gicht oder Cimetidin bei Erkrankungen, die mit Magensäure in Zusammenhang stehen;
  • Mycophenolat-Mofetil zur Verhinderung einer Abstoßungsreaktion nach einer Organtransplantation;
  • Theophyllin zur Behandlung von Erkrankungen der Atemwege.

Darüber hinaus sollte Ihr Arzt über sämtliche weiteren Arzneimittel informiert werden, die Sie derzeit einnehmen oder anwenden, vor Kurzem verwendet haben oder künftig verwenden möchten. Dies schließt auch Medikamente ein, die ohne ärztliche Verschreibung erhältlich sind.

Kontraindikationen für Zovirax®

Die Einnahme dieser Suspension ist ausgeschlossen, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Aciclovir, Valaciclovir oder einem der weiteren Bestandteile des Arzneimittels besteht.

Schwangerschaft und Stillzeit

Während einer Schwangerschaft ist bei der Anwendung der Suspension besondere Vorsicht erforderlich. Wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft vermuten oder planen, sollten Sie vor Beginn der Einnahme ärztlichen Rat einholen. Da Aciclovir in die Muttermilch übergeht, soll während der Behandlung mit der Suspension nicht gestillt werden. Falls Sie derzeit stillen oder beabsichtigen zu stillen, besprechen Sie die Anwendung zuvor mit Ihrem Arzt.

Lagerung von Zovirax®

Lagern Sie das Arzneimittel bei maximal 25 °C und belassen Sie es zum Schutz vor Feuchtigkeit und direktem Licht in der dafür vorgesehenen Originalpackung. Stellen Sie sicher, dass Kinder keinen Zugriff auf das Präparat haben. Die Anwendung ist nur bis zu dem auf der Verpackung ausgewiesenen Verfalldatum zulässig. Nach Ablauf der angegebenen Haltbarkeit darf das Arzneimittel nicht mehr verwendet werden.

Behandlungsoptionen für Zovirax®

Nehmen Sie an unserer Online-Beratung teil, um ein Rezept für entsprechende Medikamente zu bekommen, die Ihnen versandkostenfrei innerhalb von 1-2 Tagen zugestellt werden.

  • Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
  • Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
  • Schneller und vertraulicher Service
  • Zugang zu medizinischen Fragen
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Verpassen Sie keine wichtigen Informationen! Die Aktualität dieser Packungsbeilage kann nicht garantiert werden. Sichern Sie sich die neueste Version in der Medikamentenverpackung!

Mina Makar

Allgemeinmediziner

Mina ist Allgemeinmediziner mit langjähriger Erfahrung. Seinen Abschluss machte er 2008 in Medizin und Chirurgie. Er ist ausgebildeter Notfallarzt am Karolinska-Universitätskrankenhaus in Stockholm, Schweden. Mina stellt sicher, dass der medizinische Inhalt auf SofortArzt immer auf dem aktuellsten Forschungsstand ist.
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Letzte Aktualisierung am 07.09.2026 | Nächste geplante Überprüfung am 04.07.2027
Registrierungsnummer No. 198404118799

Fragen & Antworten

Nein. Aciclovir kann Herpes-simplex-Viren nicht vollständig aus dem Körper entfernen. Nach einer Infektion verbleibt das Virus im Organismus und kann später erneut aktiviert werden. Die Behandlung dient dazu, die Virusvermehrung zu hemmen und die Beschwerden zu kontrollieren.

Die Behandlung von Genitalherpes sollte möglichst früh begonnen werden. Bei einem erneuten Herpesschub empfiehlt sich ein Therapiebeginn bereits bei ersten Anzeichen wie Kribbeln, Juckreiz oder Brennen beziehungsweise unmittelbar nach Auftreten typischer Herpesläsionen.

Die verordnete Behandlungsdauer sollte nicht eigenständig verkürzt oder die Therapie vorzeitig beendet werden. Auch bei einer frühzeitigen Besserung der Beschwerden sollte Zovirax® entsprechend den ärztlichen Anweisungen angewendet werden.

Ja. Eine antivirale Behandlung kann das Risiko einer Übertragung nicht vollständig ausschließen. Besonders bei aktiven Herpesläsionen besteht weiterhin ein erhöhtes Ansteckungsrisiko.

Bei aktiven Herpesläsionen oder anderen Beschwerden eines Genitalherpes-Schubs sollte auf sexuelle Kontakte verzichtet werden, da das Risiko einer Übertragung des Virus in dieser Phase erhöht ist.

Während der Schwangerschaft sollte Zovirax® nur nach ärztlicher Abwägung des möglichen Nutzens und potenzieller Risiken angewendet werden. Aciclovir geht in die Muttermilch über. Während der Stillzeit ist daher Vorsicht geboten und eine ärztliche Rücksprache erforderlich.

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