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Allopurinol AL®

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Gicht Behandlung mit Allopurinol AL®

Die Arzneimittelinformationen beziehen sich auf das Medikament Allopurinol AL®. Falls diese Marke nicht verfügbar ist, liefert die Versandapotheke ein gleichwertiges Produkt mit dem gleichen Wirkstoff und Dosierung.

Allopurinol AL® ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung von Gicht und anderen Erkrankungen, die mit erhöhten Harnsäurewerten verbunden sind. Das Präparat enthält den Wirkstoff Allopurinol in Dosierungen von 100 mg und 300 mg. Durch die Hemmung des Enzyms Xanthinoxidase wird die Bildung von Harnsäure im Körper reduziert. Dadurch kann das Arzneimittel die Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken und Geweben verhindern und zur Senkung des Harnsäurespiegels beitragen.

Das Präparat ist in Form von Tabletten erhältlich. Die geeignete Dosierung und die Dauer der Behandlung werden vom behandelnden Arzt individuell festgelegt.

So funktioniert es – in 3 einfachen Schritten

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Wie wirkt Allopurinol?

Allopurinol ist ein harnsäuresenkender Wirkstoff, der zur Gruppe der Xanthinoxidasehemmer gehört. Die Substanz hemmt das Enzym Xanthinoxidase, das an der Umwandlung von Purinen zu Harnsäure beteiligt ist.

Durch die Verringerung der Harnsäureproduktion sinkt die Konzentration von Harnsäure im Blut und im Urin. Dadurch kann die Bildung von Harnsäurekristallen reduziert werden, die sich in Gelenken, Weichteilen und den Nieren ablagern können.

Die Wirkung von Allopurinol entwickelt sich schrittweise und ist auf eine langfristige Kontrolle des Harnsäurespiegels ausgerichtet. Der Wirkstoff dient nicht der Behandlung eines akuten Gichtanfalls, sondern der Vorbeugung von Komplikationen, die mit einer chronischen Hyperurikämie verbunden sind.

Dosierung von Allopurinol AL®

Die Dosierung von Allopurinol wird individuell anhand der Harnsäurewerte im Blut festgelegt. Bei Erwachsenen liegt die übliche Tagesdosis in der Regel zwischen 100 mg und 300 mg, was 1 bis 3 Tabletten entspricht.

Zu Beginn der Behandlung wird häufig eine niedrigere Dosierung, beispielsweise 100 mg täglich, empfohlen, um das Risiko unerwünschter Wirkungen zu reduzieren. Falls erforderlich, kann der behandelnde Arzt die Dosis schrittweise anpassen.

In bestimmten Fällen kann die tägliche Dosis auf 600 bis 800 mg erhöht werden. Bei höheren Dosierungen sind regelmäßige Blutuntersuchungen erforderlich, um die Konzentration von Oxipurinol im Serum zu überwachen. Zur Verbesserung der Verträglichkeit sollte eine Einzeldosis 300 mg nicht überschreiten und die tägliche Gesamtmenge auf mehrere Einnahmen verteilt werden.

Die maximale empfohlene Tagesdosis beträgt 800 mg Allopurinol.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Dosierung von Allopurinol individuell angepasst werden. Die empfohlene Dosierung richtet sich in der Regel nach der Kreatinin-Clearance.

  • Bei einer Kreatinin-Clearance von mehr als 20 ml/min kann die übliche Standarddosis angewendet werden.
  • Liegt die Kreatinin-Clearance zwischen 10 und 20 ml/min, wird in der Regel eine Tagesdosis von 100 bis 200 mg empfohlen.
  • Bei einer Kreatinin-Clearance von weniger als 10 ml/min beträgt die empfohlene Dosis normalerweise 100 mg pro Tag oder die Einnahme erfolgt in größeren zeitlichen Abständen.

Bei Patienten, die sich einer Hämodialyse unterziehen, kann unmittelbar nach jeder Dialysebehandlung eine Dosis von 300 bis 400 mg Allopurinol eingenommen werden. Dies entspricht in der Regel zwei bis drei Anwendungen pro Woche.

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel ist in den meisten Fällen auf eine langfristige Anwendung ausgelegt. Daher sollte das Präparat regelmäßig und entsprechend der ärztlichen Verordnung eingenommen werden.

Während der Therapie sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen erforderlich. Dabei sollten die Harnsäurewerte in festgelegten Abständen überprüft, mögliche Nebenwirkungen überwacht und die weitere Notwendigkeit der Behandlung beurteilt werden. Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder nicht ausreichend ist, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Falls Sie eine Einnahme vergessen haben, sollten Sie die versäumte Dosis nicht durch eine doppelte Menge ausgleichen.

Anwendung von Allopurinol AL®

Die Tabletten sollten nach einer Mahlzeit unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Um einen gleichmäßigen Wirkstoffspiegel zu gewährleisten, empfiehlt sich die Einnahme möglichst jeden Tag zur gleichen Uhrzeit. Beträgt die tägliche Dosis mehr als 300 mg Allopurinol oder treten Magen-Darm-Beschwerden auf, sollte die verordnete Tagesmenge auf mehrere Einnahmen verteilt werden.

Während der Behandlung ist auf eine ausreichende und regelmäßige Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Nebenwirkungen von Allopurinol AL®

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Präparat Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jedem Patienten auftreten. Das Risiko für unerwünschte Wirkungen kann bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion sowie bei gleichzeitiger Anwendung von Ampicillin- oder Amoxicillin-haltigen Arzneimitteln erhöht sein.

Selten:

  • Hautreaktionen wie Juckreiz, Hautausschlag, Knötchenbildung, Hautschuppung oder kleine Hautblutungen;
  • Übelkeit und Erbrechen;
  • Erhöhte Thyreotropinwerte im Blut;
  • Zu Beginn der Behandlung kann es vorübergehend zu einem akuten Gichtanfall kommen.

Häufig:

  • Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und grippeähnliche Beschwerden;
  • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautrötungen, Schmerzen und Veränderungen bestimmter Blut- und Leberwerte;
  • Entzündungen der Blutgefäße, die unter anderem die Leber, die Nieren oder in seltenen Fällen das Nervensystem betreffen können;
  • Leberfunktionsstörungen, die von erhöhten Leberwerten bis hin zu Hepatitis oder schweren Leberschäden reichen können;
  • Durchfall;
  • Veränderungen des Blutbildes, darunter eine Verminderung oder Vermehrung bestimmter Blutzellen;
  • Schwere Schädigungen des Knochenmarks, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.

Gelegentlich:

  • Schwerwiegende Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom oder die toxische epidermale Nekrolyse;
  • Schwellungen im Gesichts- oder Rachenbereich infolge schwerer allergischer Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock;
  • Aseptische Meningitis mit Symptomen wie Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Fieber und Bewusstseinseintrübung;
  • Lichenoide Hautreaktionen mit juckenden, rötlich-violetten Hautveränderungen;
  • Erkrankungen der Lymphknoten;
  • Entzündungen der Gallenwege und Ablagerungen von Xanthin im Harntrakt;
  • Magen-Darm-Blutungen;
  • Allgemeine Beschwerden wie Schwäche, Müdigkeit oder Unwohlsein;
  • Neurologische Symptome wie Schläfrigkeit, Schwindel, Missempfindungen, Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerzen oder periphere Nervenschädigungen;
  • Veränderungen der Mundschleimhaut, Halsentzündungen oder Furunkulose;
  • Sehstörungen, Veränderungen der Netzhaut oder eine Linsentrübung;
  • Verlangsamung der Herzfrequenz, Bluthochdruck oder Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe;
  • Veränderungen des Stoffwechsels, darunter erhöhte Blutfettwerte, Diabetes mellitus oder erhöhte Harnstoffwerte;
  • Muskelschmerzen, Lähmungserscheinungen oder andere Beschwerden des Bewegungsapparates;
  • Hämaturie, blutiges Erbrechen oder andere Veränderungen des Harnsystems;
  • Libido- und Fruchtbarkeitsstörungen sowie eine Vergrößerung des Brustgewebes bei Männern.

Beim Auftreten von Hautreaktionen sollte die Behandlung sofort beendet und umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen können lebensbedrohlich sein und erfordern eine sofortige medizinische Versorgung. Setzen Sie das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Rücksprache fort.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Beschwerden, die in dieser Auflistung nicht ausdrücklich genannt werden.

Verträglichkeit von Allopurinol AL® mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie derzeit andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, vor Kurzem angewendet haben oder die Anwendung weiterer Präparate planen.

Wechselwirkungen sind mit folgenden Arzneimitteln möglich:

  • Probenecid kann die Ausscheidung von Allopurinol beeinflussen. Gleichzeitig kann Allopurinol die Ausscheidung von Probenecid verlangsamen.
  • Harnsäuresenkende oder harnsäureausscheidende Arzneimittel wie Probenecid, Benzbromaron, Sulfinpyrazon oder hoch dosierte Salicylate können die Ausscheidung von Allopurinol beschleunigen und dadurch dessen Wirksamkeit verringern.
  • Die gleichzeitige Anwendung von Mercaptopurin oder Azathioprin sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Ist eine Kombination erforderlich, muss die Dosierung dieser Wirkstoffe angepasst werden, da das Risiko schwerwiegender Blutbildveränderungen erhöht sein kann.
  • Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit Ampicillin oder Amoxicillin kann das Risiko für allergische Hautreaktionen erhöht sein.
  • Die Kombination mit Captopril kann insbesondere bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz die Wahrscheinlichkeit für Hautreaktionen erhöhen.
  • Blutgerinnungshemmende Arzneimittel aus der Gruppe der Cumarinderivate können in ihrer Wirkung verstärkt werden. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen der Blutgerinnung erforderlich.
  • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann die Wirkung von Chlorpropamid verlängert werden. In solchen Fällen kann eine Anpassung der Dosierung erforderlich sein.
  • Allopurinol kann den Abbau von Theophyllin verlangsamen. Deshalb sollte insbesondere zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung die Theophyllinkonzentration im Blut kontrolliert werden.
  • Bei der gleichzeitigen Anwendung von Zytostatika wie Cyclophosphamid, Doxorubicin, Bleomycin, Procarbazin oder Alkylhalogeniden können Veränderungen des Blutbildes häufiger auftreten. Regelmäßige Laboruntersuchungen werden daher empfohlen.
  • Die Verweildauer von Vidarabin im Körper kann durch Allopurinol verlängert werden, wodurch das Risiko für Nebenwirkungen steigen kann.
  • Die Konzentration von Ciclosporin im Blut kann ansteigen, wodurch unerwünschte Wirkungen dieses Arzneimittels häufiger auftreten können.
  • Allopurinol kann den Stoffwechsel von Phenytoin beeinflussen. Die klinische Bedeutung dieser Wechselwirkung sollte individuell beurteilt werden.
  • Bei einer gleichzeitigen Anwendung von Didanosin kann sich dessen Konzentration im Blut erhöhen, wodurch das Risiko für Nebenwirkungen zunimmt. In diesem Fall ist eine engmaschige ärztliche Überwachung erforderlich.
  • Aluminiumhydroxid kann die Wirkung von Allopurinol abschwächen. Zwischen der Einnahme beider Arzneimittel sollte deshalb ein zeitlicher Abstand von mindestens drei Stunden eingehalten werden.

Informieren Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie anwenden. Dadurch können mögliche Wechselwirkungen frühzeitig erkannt und die Behandlung bei Bedarf angepasst werden.

Kontraindikationen für Allopurinol AL®

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber Allopurinol oder einem der weiteren Bestandteile des Präparats besteht. In diesem Fall sollte auf die Einnahme verzichtet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind, stillen, eine Schwangerschaft vermuten oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels ärztlichen Rat einholen. Über die Einnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte ausschließlich der behandelnde Arzt entscheiden.

Lagerung von Allopurinol AL®

Für die ordnungsgemäße Aufbewahrung sollte das Arzneimittel in der Originalverpackung bei Temperaturen bis maximal 25 °C gelagert werden. Dadurch wird das Präparat vor Licht und Feuchtigkeit geschützt. Bewahren Sie das Arzneimittel außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern auf. Nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatums darf das Präparat nicht mehr verwendet werden.

Behandlungsoptionen für Allopurinol AL®

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Mina Makar

Allgemeinmediziner

Mina ist Allgemeinmediziner mit langjähriger Erfahrung. Seinen Abschluss machte er 2008 in Medizin und Chirurgie. Er ist ausgebildeter Notfallarzt am Karolinska-Universitätskrankenhaus in Stockholm, Schweden. Mina stellt sicher, dass der medizinische Inhalt auf SofortArzt immer auf dem aktuellsten Forschungsstand ist.
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Letzte Aktualisierung am 19.08.2026 | Nächste geplante Überprüfung am 15.06.2027
Registrierungsnummer No. 198404118799

Fragen & Antworten

Nein. Die Behandlung sollte nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt beendet werden, da der Harnsäurespiegel erneut ansteigen kann.

Ja. Zu Beginn der Behandlung kann die Häufigkeit von Gichtanfällen vorübergehend zunehmen.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten unterstützen und das Risiko der Bildung von Harnsteinen verringern.

Während der Behandlung sollte der Alkoholkonsum eingeschränkt oder möglichst vermieden werden, da Alkohol den Harnsäurespiegel erhöhen und die Wirksamkeit der Therapie beeinträchtigen kann.

Während der Schwangerschaft sollte das Arzneimittel nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden. Da Allopurinol in die Muttermilch übergeht, sollte die Anwendung während der Stillzeit vorab mit einem Arzt besprochen werden.

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