Wie wirkt Amlodipin?
Amlodipin gehört zur Wirkstoffklasse der Dihydropyridin-Calciumantagonisten. Es vermindert den Eintritt von Calciumionen in die glatten Muskelzellen der Gefäßwände. Dadurch wird die Gefäßmuskulatur entspannt und die Arterien werden erweitert. Der daraus resultierende geringere periphere Widerstand bewirkt eine Senkung des Blutdrucks.
Dosierung von Amlodipin besilat AbZ®
Als übliche Anfangsdosierung werden 5 mg Amlodipin einmal täglich angewendet. Je nach Behandlungsverlauf kann die Tagesdosis auf 10 mg Amlodipin erhöht werden, die ebenfalls einmal täglich eingenommen wird.
Bei einer Einnahme von mehr Tabletten als verordnet ist umgehend medizinische Betreuung erforderlich. In diesem Fall sollte unverzüglich eine ärztliche Überwachung erfolgen.
Wurde die tägliche Einnahme einmal vergessen, sollte die versäumte Dosis ausgelassen werden. Die nächste Tablette wird anschließend zum gewohnten Zeitpunkt in der regulären Dosierung eingenommen. Die Einnahme der doppelten Menge als Ersatz für eine vergessene Dosis ist nicht vorgesehen.
Der Arzt legt fest, über welchen Zeitraum Amlodipin angewendet werden soll. Wird die Therapie ohne ärztliche Anweisung vorzeitig beendet, können die zuvor behandelten Beschwerden wieder auftreten. Eine kontinuierliche und regelmäßige Einnahme ist daher wichtig. Zudem sollte rechtzeitig vor Verbrauch der vorhandenen Tabletten ärztlich für die Fortsetzung der Behandlung gesorgt werden.
Anwendung von Amlodipin besilat AbZ®
Die Tablette ist zur Teilung geeignet. Das Arzneimittel kann unabhängig von der Nahrungsaufnahme eingenommen werden. Für eine gleichmäßige Anwendung empfiehlt es sich, die tägliche Dosis jeweils zur selben Tageszeit zusammen mit einem Glas Wasser einzunehmen.
Nebenwirkungen von Amlodipin besilat AbZ®
Während der Anwendung dieses Arzneimittels können unerwünschte Wirkungen auftreten, allerdings sind nicht alle behandelten Personen davon betroffen.
Bestimmte Symptome können auf eine schwerwiegende Reaktion hindeuten und machen eine sofortige ärztliche Untersuchung erforderlich. Hierzu gehören plötzlich auftretende Atemprobleme, keuchende oder pfeifende Atmung, Schmerzen im Brustkorb sowie Schwellungen von Gesicht, Augenlidern, Lippen, Zunge oder Hals. Unverzügliche medizinische Hilfe ist außerdem bei schweren allergischen Hautveränderungen, möglichen Anzeichen eines Herzinfarkts, ungewöhnlichen Störungen des Herzrhythmus oder starken Bauchschmerzen notwendig, die in den Rücken ausstrahlen und auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse hinweisen können.
Häufig:
- Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe mit Ödemen, insbesondere an den Knöcheln;
- Kopfschmerzen, Schwindel und Schläfrigkeit, vor allem in der Anfangsphase der Therapie;
- Einschränkungen des Sehvermögens, einschließlich des Sehens von Doppelbildern;
- wahrnehmbares Herzklopfen und vorübergehende Rötung der Haut mit Hitzegefühl;
- Beschwerden im Bauchraum, Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, gestörte Verdauung oder Veränderungen der Darmentleerung;
- Muskelkrämpfe;
- Erschöpfung und körperliche Schwäche.
Selten:
- depressive Verstimmung, Veränderungen der Stimmungslage, Angstgefühle, Schlaflosigkeit oder Verwirrtheitszustände;
- Zittern, veränderte Geschmackswahrnehmung, vorübergehende Ohnmacht, Kribbelempfindungen sowie eine abgeschwächte Wahrnehmung von Berührungen oder Schmerzen;
- Geräuschwahrnehmungen im Ohr;
- erniedrigte Blutdruckwerte;
- Husten, Niesen oder Fließschnupfen infolge einer Entzündung der Nasenschleimhaut;
- Erbrechen sowie Trockenheitsgefühl im Mund;
- Verlust von Haaren, Veränderungen der Hautpigmentierung, rötliche Flecken, Hautjucken oder verstärkte Schweißbildung;
- Beschwerden an Muskeln und Gelenken sowie Schmerzen im Rückenbereich;
- Störungen der Blasenentleerung, häufigeres Wasserlassen oder verstärkter Harndrang in der Nacht;
- Beeinträchtigung der Erektionsfähigkeit oder Vergrößerung der Brustdrüsen bei Männern;
- unspezifische Schmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl;
- Abnahme oder Zunahme des Körpergewichts.
Sonstiges:
- Abnahme bestimmter weißer Blutkörperchen oder der Blutplättchen, möglicherweise verbunden mit ungewöhnlichen Blutergüssen oder einer erhöhten Blutungsneigung;
- erhöhte Konzentration von Glukose im Blut;
- gesteigerter Muskeltonus oder neurologische Beeinträchtigungen mit Muskelschwäche, Kribbeln oder reduziertem Berührungsempfinden;
- entzündliche Erkrankungen der Blutgefäße, die teilweise zusammen mit einem Hautausschlag auftreten können;
- Entzündung der Magenschleimhaut, möglicherweise mit aufgeblähtem Bauch, sowie Schwellungen des Zahnfleisches;
- Funktionsstörungen oder Entzündungen der Leber, Gelbsucht und erhöhte Werte der Leberenzyme;
- verstärkte Reaktion der Haut auf Lichteinwirkung;
- Störungen der Bewegungsabläufe mit Tremor, Muskelsteife, verlangsamter Motorik, maskenähnlicher Mimik sowie schlurfendem oder instabilem Gang;
- schwerwiegende Hautreaktionen mit großflächigem Ausschlag, Nesselsucht, starker Rötung oder ausgeprägtem Juckreiz, Blasenbildung, Ablösung oder Schwellung der Haut und möglicher Beteiligung der Schleimhäute, darunter Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse.
Bei starken, anhaltenden oder sich verstärkenden Nebenwirkungen sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Dies gilt ebenso für Beschwerden oder unerwünschte Reaktionen, die in dieser Auflistung nicht enthalten sind.
Verträglichkeit von Amlodipin besilat AbZ® mit anderen Arzneimitteln
Amlodipin kann Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln hervorrufen. Einige Wirkstoffe können die Wirkung von Amlodipin verändern, während Amlodipin seinerseits die Wirkung bestimmter Medikamente beeinflussen kann. Daher sollte der behandelnde Arzt oder Apotheker über alle aktuell verwendeten, kürzlich eingenommenen oder für die weitere Behandlung vorgesehenen Arzneimittel informiert werden.
Mögliche Wechselwirkungen sind insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung folgender Präparate zu beachten:
- Ketoconazol und Itraconazol, die gegen Pilzinfektionen eingesetzt werden;
- Ritonavir, Indinavir und Nelfinavir aus der Gruppe der Proteasehemmer zur Behandlung von HIV-Infektionen;
- Rifampicin, Erythromycin und Clarithromycin zur Therapie bakterieller Infektionen;
- Johanniskraut (Hypericum perforatum);
- Verapamil und Diltiazem zur Behandlung bestimmter Herz-Kreislauf-Erkrankungen;
- Dantrolen, das als Infusion bei schweren Störungen der Körpertemperatur zur Anwendung kommt;
- Tacrolimus, Sirolimus, Temsirolimus und Everolimus zur Steuerung der Immunreaktion, beispielsweise im Rahmen einer Organtransplantation;
- Simvastatin zur Senkung des Cholesterinspiegels;
- Ciclosporin zur Hemmung der körpereigenen Immunabwehr.
Während einer Behandlung mit Amlodipin sollte auf Grapefruits und Grapefruitsaft verzichtet werden. Diese können den Amlodipinspiegel im Blut erhöhen und dadurch eine nicht vorhersehbare Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung verursachen.
Bei gleichzeitiger Anwendung anderer blutdrucksenkender Medikamente können sich deren Effekte mit der Wirkung von Amlodipin addieren, sodass der Blutdruck stärker gesenkt werden kann.
Der behandelnde Arzt sollte über alle Arzneimittel und sonstigen Präparate informiert werden, die aktuell angewendet, vor Kurzem verwendet oder für eine zukünftige Anwendung vorgesehen sind.
Kontraindikationen für Amlodipin besilat AbZ®
Auf die Anwendung dieses Arzneimittels muss verzichtet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber Amlodipin, einem anderen Bestandteil des Präparates oder einem weiteren Calciumantagonisten besteht. Eine allergische Reaktion kann sich beispielsweise durch Hautjucken, Rötungen oder Beschwerden beim Atmen äußern.
Das Präparat ist ebenfalls nicht geeignet bei ausgeprägter Hypotonie, also einem stark erniedrigten Blutdruck. Es darf zudem nicht eingenommen werden, wenn eine erhebliche Verengung des Ausflussbereichs der linken Herzkammer, etwa eine Aortenstenose, vorliegt. Eine Anwendung ist auch bei einem kardiogenen Schock ausgeschlossen, da das Herz in diesem Zustand den Organismus nicht ausreichend mit Blut versorgen kann. Dasselbe gilt für eine Herzinsuffizienz, die sich nach einem Herzinfarkt entwickelt hat.
Schwangerschaft und Stillzeit
Vor Beginn der Behandlung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, wenn eine Schwangerschaft besteht, vermutet oder geplant wird. Auch während der Stillzeit ist die Einnahme zuvor mit dem behandelnden Arzt abzuklären.
Lagerung von Amlodipin besilat AbZ®
Das Präparat ist bei Temperaturen unter 25 °C aufzubewahren und sollte bis zur Anwendung in der Originalverpackung verbleiben, um einen ausreichenden Schutz vor Feuchtigkeit und Lichteinwirkung zu gewährleisten. Die Lagerung muss außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern erfolgen. Ist das auf der Packung angegebene Verfalldatum überschritten, darf das Arzneimittel nicht mehr angewendet werden.
Behandlungsoptionen für Amlodipin besilat AbZ®
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