Wie wirkt Bupropion?
Bupropion ist ein Wirkstoff, der zur Unterstützung der Raucherentwöhnung eingesetzt wird. Er hemmt die Wiederaufnahme der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin im zentralen Nervensystem und erhöht dadurch deren Verfügbarkeit. Zusätzlich wirkt Bupropion als Antagonist an nikotinischen Acetylcholinrezeptoren. Dadurch werden die neurobiologischen Effekte von Nikotin abgeschwächt und die Veränderungen im Gehirn während des Nikotinentzugs beeinflusst.
Dosierung von Bupropion - 1 A Pharma®
Die Wirkung des Arzneimittels setzt nicht sofort ein. Bis eine spürbare Verbesserung eintritt, können mehrere Wochen, in einzelnen Fällen auch mehrere Monate vergehen. Die vollständige therapeutische Wirkung entwickelt sich häufig erst nach einer gewissen Behandlungsdauer. Auch wenn sich Ihr Zustand bereits verbessert hat, kann Ihr Arzt empfehlen, die Therapie fortzusetzen, um das Risiko eines Rückfalls zu verringern.
Für Erwachsene beträgt die empfohlene Anfangsdosis in der Regel 150 mg einmal täglich. Falls sich die Beschwerden nach mehreren Wochen nicht ausreichend bessern, kann der behandelnde Arzt die Tagesdosis auf 300 mg erhöhen. Bei bestimmten Patientengruppen, beispielsweise bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion, kann eine dauerhafte Behandlung mit 150 mg täglich ausreichend oder erforderlich sein.
Die Dauer der Behandlung wird individuell festgelegt und richtet sich nach Ihrem Krankheitsverlauf sowie Ihrem Ansprechen auf die Therapie. Gemeinsam mit Ihrem Arzt wird regelmäßig überprüft, wie sich Ihre Symptome entwickeln und ob eine Fortsetzung der Behandlung sinnvoll ist. Auch nach einer deutlichen Besserung kann eine weitere Einnahme empfohlen werden, um erneuten depressiven Episoden vorzubeugen.
Falls versehentlich mehr Tabletten eingenommen wurden als verordnet, besteht ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen, insbesondere für Krampfanfälle. In diesem Fall sollten Sie unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen oder sich sofort an die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses wenden.
Wurde eine Einnahme vergessen, holen Sie diese nicht nach, sondern setzen Sie die Behandlung mit der nächsten vorgesehenen Dosis zum üblichen Zeitpunkt fort. Eine doppelte Einnahme zum Ausgleich einer ausgelassenen Tablette ist nicht vorgesehen.
Beenden Sie die Behandlung nicht eigenständig und verändern Sie die verordnete Dosierung nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt. Eine Anpassung oder ein Absetzen der Therapie sollte stets unter ärztlicher Anleitung erfolgen.
Anwendung von Bupropion - 1 A Pharma®
Die Einnahme des Arzneimittels sollte vorzugsweise am Morgen erfolgen. Die empfohlene Tagesdosis darf nur einmal innerhalb von 24 Stunden eingenommen werden.
Die Tablette muss unzerkaut und im Ganzen mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden. Sie darf weder geteilt noch zerdrückt oder gekaut werden. Eine Beschädigung der Tablette kann dazu führen, dass der Wirkstoff zu schnell freigesetzt wird. Dadurch steigt das Risiko einer Überdosierung sowie das Auftreten unerwünschter Wirkungen, insbesondere von Krampfanfällen.
Nebenwirkungen von Bupropion - 1 A Pharma®
Wie jedes Arzneimittel kann auch dieses Präparat Nebenwirkungen verursachen. Diese treten jedoch nicht bei allen Patienten auf. Einige Reaktionen erfordern eine sofortige ärztliche Behandlung.
Schwerwiegende Nebenwirkungen:
- Ein Krampfanfall zählt zu den wichtigsten bekannten Risiken der Behandlung und kann bei etwa 1 von 1.000 Patienten auftreten. Das Risiko steigt insbesondere bei einer Überdosierung, einer gleichzeitigen Einnahme bestimmter Arzneimittel oder bei einer bestehenden Anfallsneigung. Sollte ein Krampfanfall auftreten, dürfen keine weiteren Tabletten eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich, sobald Sie sich erholt haben.
- In seltenen Fällen können schwere allergische Reaktionen auftreten. Warnzeichen sind unter anderem Hautausschlag, Nesselsucht, Blasenbildung, Schwellungen im Gesicht, an Lippen oder Zunge, Atembeschwerden, pfeifende Atmung, Muskel- oder Gelenkschmerzen sowie Kreislaufprobleme bis hin zur Ohnmacht.
- Während der Behandlung können außerdem Lupus-bedingte Hautveränderungen oder eine Verschlechterung bestehender Lupusbeschwerden auftreten. Ebenfalls wurden selten schwere Hautreaktionen wie die akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) mit eitergefüllten Bläschen oder Pusteln beschrieben.
Häufige Nebenwirkungen:
- Schlafstörungen;
- Kopfschmerzen;
- Mundtrockenheit;
- Übelkeit oder Erbrechen;
- Schwindel;
- Zittern oder innere Unruhe;
- Müdigkeit oder allgemeine Schwäche;
- Angstgefühle oder gesteigerte Erregbarkeit;
- Bauchbeschwerden, Verstopfung oder verminderter Appetit;
- Geschmacksveränderungen;
- Erhöhter Blutdruck oder Gesichtsrötung;
- Vermehrtes Schwitzen;
- Hautausschlag oder Juckreiz;
- Ohrgeräusche;
- Sehstörungen;
- Fieber.
Seltene Nebenwirkungen:
- Konzentrationsstörungen oder Verwirrtheit;
- Depressive Verstimmung;
- Beschleunigter Herzschlag oder Herzklopfen;
- Gewichtsverlust;
- Ohnmachtsanfälle;
- Muskelzuckungen, Muskelsteifigkeit oder unwillkürliche Bewegungen;
- Gang- oder Koordinationsstörungen;
- Kribbeln oder Taubheitsgefühle;
- Gedächtnisstörungen;
- Gelbsucht, erhöhte Leberwerte oder Leberentzündung;
- Veränderungen des Blutzuckers;
- Häufigeres oder selteneres Wasserlassen sowie Harninkontinenz;
- Verschlechterung einer Schuppenflechte;
- Verstärkter Haarausfall oder Ausdünnung der Haare.
Weitere mögliche Nebenwirkungen:
- Stottern;
- Verminderte Anzahl roter oder weißer Blutkörperchen beziehungsweise Blutplättchen;
- Erniedrigte Natriumwerte im Blut;
- Schwerwiegende Hautreaktionen mit Beteiligung von Mund oder Schleimhäuten;
- Ausgeprägte allergische Reaktionen mit Haut-, Muskel- und Gelenkbeschwerden;
- Serotonin-Syndrom bei gleichzeitiger Anwendung bestimmter Antidepressiva. Mögliche Anzeichen sind hohes Fieber, beschleunigter Herzschlag, Blutdruckschwankungen, Muskelsteifigkeit, gesteigerte Reflexe, Koordinationsstörungen sowie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken – unabhängig davon, ob sie in dieser Übersicht aufgeführt sind oder nicht – wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker. Bei schweren oder plötzlich auftretenden Beschwerden sollte unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Verträglichkeit von mit Bupropion - 1 A Pharma® anderen Arzneimitteln
Das Präparat darf nicht angewendet werden, wenn Sie Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) einnehmen oder innerhalb der vergangenen 14 Tage eingenommen haben. Zwischen der Behandlung mit MAO-Hemmern und diesem Arzneimittel muss ein ausreichender zeitlicher Abstand eingehalten werden.
Bestimmte Arzneimittel können die Verträglichkeit beeinflussen oder das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen. Besonders wichtig ist dies bei Medikamenten, die die Krampfschwelle senken oder den Abbau des Wirkstoffs verändern.
Arzneimittel, die das Risiko für Krampfanfälle erhöhen können:
- Antidepressiva oder andere Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen;
- Theophyllin zur Behandlung von Asthma oder chronischen Lungenerkrankungen;
- Tramadol;
- Beruhigungs- oder Schlafmittel, insbesondere wenn diese abgesetzt werden sollen;
- Malariamittel wie Mefloquin oder Chloroquin;
- Stimulanzien oder Arzneimittel zur Gewichtsreduktion;
- Kortikosteroide (zum Einnehmen oder als Injektion);
- Chinolon-Antibiotika;
- bestimmte Antihistaminika mit beruhigender Wirkung;
- Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.
Arzneimittel, die das Risiko anderer Nebenwirkungen erhöhen können:
- Antidepressiva wie Amitriptylin, Fluoxetin, Paroxetin, Citalopram, Escitalopram, Venlafaxin, Dosulepin, Desipramin oder Imipramin;
- Antipsychotika wie Clozapin, Risperidon, Thioridazin oder Olanzapin;
- Arzneimitteln gegen Parkinson, beispielsweise Levodopa, Amantadin oder Orphenadrin;
- Wirkstoffen, die den Abbau von Bupropion beeinflussen, darunter Carbamazepin, Phenytoin oder Valproat;
- bestimmten Krebsmedikamenten wie Cyclophosphamid oder Ifosfamid;
- Ticlopidin oder Clopidogrel;
- bestimmten Betablockern, beispielsweise Metoprolol;
- Antiarrhythmika wie Propafenon oder Flecainid;
- Nikotinpflastern zur Unterstützung der Raucherentwöhnung.
Die gleichzeitige Anwendung mit bestimmten Antidepressiva kann zudem in seltenen Fällen ein Serotonin-Syndrom begünstigen. Mögliche Anzeichen sind unter anderem hohes Fieber, beschleunigter Herzschlag, Blutdruckschwankungen, Muskelsteifigkeit, übersteigerte Reflexe, Koordinationsstörungen sowie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Treten entsprechende Beschwerden auf, ist sofort ärztliche Hilfe erforderlich.
Arzneimittel, die die Wirkung des Präparates beeinflussen können
Die Wirksamkeit des Arzneimittels kann abgeschwächt sein, wenn gleichzeitig Ritonavir oder Efavirenz zur Behandlung einer HIV-Infektion eingenommen werden. In diesem Fall wird Ihr Arzt beurteilen, ob eine Dosisanpassung oder eine alternative Therapie notwendig ist. Erhöhen Sie die Dosis niemals eigenständig.
Umgekehrt kann das Präparat die Wirkung anderer Arzneimittel verändern. Dies betrifft insbesondere Tamoxifen und Digoxin.
Einnahme zusammen mit Alkohol
Während der Behandlung sollte Alkohol möglichst vermieden oder nur in sehr geringen Mengen konsumiert werden. Alkohol kann die Wirkung des Arzneimittels verändern und das Risiko für neurologische oder psychische Nebenwirkungen erhöhen. Manche Patienten reagieren während der Behandlung empfindlicher auf alkoholische Getränke als gewöhnlich. Wenn Sie regelmäßig größere Mengen Alkohol trinken, sollten Sie den Konsum nicht abrupt beenden, ohne zuvor mit Ihrem Arzt zu sprechen. Ein plötzlicher Alkoholentzug kann das Risiko für Krampfanfälle erhöhen.
Informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung über alle Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparate, die Sie derzeit anwenden, vor Kurzem eingenommen haben oder künftig einnehmen möchten – auch wenn diese ohne Rezept erhältlich sind. Gegebenenfalls wird Ihr Arzt die Dosierung anpassen oder eine alternative Behandlung empfehlen.
Kontraindikationen für Bupropion - 1 A Pharma®
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen Bupropion oder einen der sonstigen Bestandteile besteht. Ebenso ist die Einnahme ausgeschlossen, wenn Sie bereits ein anderes Arzneimittel mit dem Wirkstoff Bupropion verwenden.
Die Behandlung ist außerdem nicht geeignet für Personen mit einer bestehenden oder früher diagnostizierten Epilepsie beziehungsweise einer Vorgeschichte von Krampfanfällen. Auch bei aktuellen oder früheren Essstörungen, wie Anorexia nervosa oder Bulimie, sowie bei einem diagnostizierten Gehirntumor darf das Präparat nicht eingenommen werden.
Eine Anwendung ist ebenfalls kontraindiziert bei schwerer Leberfunktionsstörung, während eines Alkoholentzugs nach regelmäßig hohem Alkoholkonsum oder wenn Beruhigungsmittel vor Kurzem abgesetzt wurden beziehungsweise deren Absetzen während der Behandlung vorgesehen ist.
Darüber hinaus darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden, wenn Sie Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) zur Behandlung von Depressionen anwenden oder diese innerhalb der vergangenen 14 Tage eingenommen haben.
Treffen eine oder mehrere dieser Situationen auf Sie zu, beginnen Sie die Behandlung nicht und wenden Sie sich vor der Einnahme an Ihren behandelnden Arzt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft sollte das Arzneimittel grundsätzlich nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält die Behandlung nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung für erforderlich. Dies gilt auch, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen. Holen Sie vor der Anwendung immer ärztlichen oder pharmazeutischen Rat ein.
Der Wirkstoff und seine Abbauprodukte können in die Muttermilch übergehen. Wenn Sie stillen oder beabsichtigen zu stillen, sprechen Sie vor Beginn der Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Gemeinsam kann entschieden werden, ob das Stillen unterbrochen oder eine alternative Behandlung gewählt werden sollte.
Lagerung von Bupropion - 1 A Pharma®
Bewahren Sie Bupropion - 1 A Pharma® in der Originalverpackung bei Raumtemperatur auf, um den Wirkstoff vor Feuchtigkeit zu schützen. Verwenden Sie das Präparat nicht mehr nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatums. Lagern Sie das Arzneimittel außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern.
Behandlungsoptionen für Bupropion - 1 A Pharma®
Nehmen Sie an unserer Online-Beratung teil, um ein Rezept für entsprechende Medikamente zu bekommen, die Ihnen versandkostenfrei innerhalb von 1-2 Tagen zugestellt werden.
- Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
- Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
- Schneller und vertraulicher Service
- Zugang zu medizinischen Fragen
Packungsbeilage
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Raucherentwöhnung Behandlung mit Bupropion - 1 A Pharma®
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