Wie wirkt Propranolol?
Propranolol zählt zu den nicht selektiven Betarezeptorenblockern und wirkt sowohl auf Beta-1- als auch auf Beta-2-Adrenozeptoren. Durch die Hemmung dieser Rezeptoren wird der Einfluss von Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin auf den Organismus reduziert.
Die pharmakologische Wirkung führt zu einer Verlangsamung des Herzschlags, einer verminderten Belastung des Herzmuskels und einer reduzierten Weiterleitung elektrischer Impulse im Herzgewebe. Gleichzeitig kann die verminderte Reninfreisetzung in den Nieren zu einer Senkung des Blutdrucks beitragen.
Zusätzlich beeinflusst der Wirkstoff die Aktivität des sympathischen Nervensystems und kann dadurch verschiedene stressbedingte körperliche Reaktionen abschwächen. Der Wirkungseintritt erfolgt meist innerhalb weniger Stunden und kann in Abhängigkeit von der Dosierung sowie individuellen patientenspezifischen Faktoren variieren.
Dosierung von Dociton®
Die Behandlung von Bluthochdruck beginnt üblicherweise mit einer Tagesdosis von 80 bis 120 mg Propranololhydrochlorid, die auf zwei oder drei Einnahmen verteilt wird. Falls die therapeutische Wirkung nicht ausreichend ist, kann der behandelnde Arzt die Dosis schrittweise auf 160 bis 240 mg pro Tag erhöhen. In Einzelfällen kann die tägliche Dosis auf maximal 320 mg angepasst werden.
Sollte versehentlich eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen worden sein, ist umgehend ein Arzt zu kontaktieren, damit die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden können.
Wenn eine Einnahme versäumt wurde, darf die ausgelassene Dosis nicht durch eine zusätzliche Einnahme ersetzt werden. Führen Sie die Behandlung nach dem vorgesehenen Dosierungsschema fort.
Die Behandlung sollte nicht ohne ärztliche Anweisung unterbrochen oder beendet werden. Änderungen der Dosierung oder ein Absetzen des Arzneimittels sollten ausschließlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.
Anwendung von Dociton®
Die Einnahme der Tabletten sollte vorzugsweise vor einer Mahlzeit erfolgen. Die Tabletten sind unzerkaut mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit, beispielsweise einem Glas Wasser, zu schlucken. Bei Bedarf lässt sich die Tablette zur Verabreichung gleicher Teilmengen teilen.
Nebenwirkungen von Dociton®
Wie jedes Arzneimittel kann auch dieses Präparat unerwünschte Wirkungen hervorrufen. Das Auftreten von Nebenwirkungen bedeutet jedoch nicht, dass jeder Patient davon betroffen ist.
Selten:
- Schlafstörungen, intensive Träume, Schwindel oder vorübergehende Verwirrtheit, insbesondere während der ersten Behandlungsphase;
- Verlangsamung der Herzfrequenz, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall beim Positionswechsel oder Kreislaufzusammenbruch;
- Verschlechterung einer bereits bestehenden Herzinsuffizienz;
- Durchblutungsstörungen mit Kältegefühl in Händen und Füßen sowie Beschwerden im Zusammenhang mit dem Raynaud-Syndrom;
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Juckreiz, Rötungen, Hautausschläge oder Haarausfall;
- Müdigkeit, Erschöpfung oder ein allgemeines Schwächegefühl;
- Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung;
- Nachlassende Muskelkraft.
Häufig:
- Verminderte Anzahl von Blutplättchen oder weißen Blutkörperchen;
- Veränderungen der psychischen Verfassung, darunter Stimmungsschwankungen, depressive Symptome, Psychosen oder Wahnvorstellungen;
- Empfindungsstörungen, Benommenheit oder Kopfschmerzen;
- Trockene Augen, Bindehautreizungen oder Sehstörungen;
- Verschlechterung bestehender Durchblutungsstörungen in den Extremitäten;
- Verkrampfung der Atemwege oder eine Zunahme von Atembeschwerden, insbesondere bei Patienten mit Asthma;
- Trockenheit der Mundschleimhaut;
- Hautveränderungen wie Purpura, psoriasisähnliche Hautreaktionen oder eine Verschlechterung einer bestehenden Schuppenflechte;
- Deutlich verstärkter Haarausfall.
Gelegentlich:
- Verschlechterung eines bestehenden Diabetes mellitus;
- Veränderungen des Fettstoffwechsels, beispielsweise erhöhte Triglyzeridwerte oder verringerte HDL-Cholesterinwerte;
- Verstärkung der Beschwerden bei Myasthenia gravis;
- Vermehrte Schweißbildung;
- Muskelbeschwerden wie Schmerzen oder Krämpfe sowie Gelenkprobleme bei langfristiger Anwendung;
- Beeinträchtigung der Nierenfunktion bei Patienten mit schweren Nierenerkrankungen;
- Verminderte sexuelle Lust oder Potenzstörungen;
- Veränderungen von Laborwerten, einschließlich erhöhter Leberwerte oder positiver Autoantikörper;
- Erniedrigte Blutzuckerwerte, insbesondere bei älteren Patienten sowie bei Menschen mit Diabetes, chronischen Lebererkrankungen, Nierenfunktionsstörungen oder nach längeren Fastenperioden;
- Verschlechterung der Leberfunktion mit möglicher Entwicklung einer hepatischen Enzephalopathie bei Patienten mit portaler Hypertonie;
- Niedrige Blutzuckerwerte bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern, die in seltenen Fällen Krampfanfälle verursachen können.
Setzen Sie das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Rücksprache ab. Die Behandlung sollte grundsätzlich schrittweise beendet werden. Informieren Sie Ihren Arzt über auftretende Nebenwirkungen, auch wenn diese nicht ausdrücklich in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
Verträglichkeit von Dociton® mit anderen Arzneimitteln
Propranolol kann mit zahlreichen Arzneimitteln in Wechselwirkung treten. Dadurch können sich sowohl die Wirkung des Betablockers als auch die Effekte anderer Wirkstoffe verändern.
Wechselwirkungen sind insbesondere bei der gleichzeitigen Anwendung folgender Arzneimittel möglich:
- Arzneimittel zur Senkung des Blutzuckerspiegels;
- Antiarrhythmika wie Disopyramid, Amiodaron, Chinidin oder Propafenon;
- Herzglykoside;
- blutdrucksenkende Arzneimittel, darunter Nitrate, Verapamil, Diltiazem, Nifedipin, Reserpin, Alpha-Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin;
- Adrenalin und andere vergleichbare Wirkstoffe;
- Arzneimittel zur Reduzierung der Magensäure, beispielsweise Cimetidin;
- gefäßerweiternde Präparate wie Hydralazin;
- Medikamente zur Behandlung von Migräne, darunter Rizatriptan und Ergotamine;
- entzündungshemmende oder schmerzstillende Arzneimittel wie Indometacin, Ibuprofen oder Dextropropoxyphen;
- Arzneimittel mit Wirkung auf das zentrale Nervensystem, einschließlich Schlaf- und Beruhigungsmitteln sowie bestimmter Antidepressiva;
- Narkosemittel wie Äther, Cyclopropan, Trichlorethylen oder Lidocain;
- MAO-Hemmer zur Behandlung depressiver Erkrankungen;
- muskelentspannende Arzneimittel wie Suxamethonium oder Tubocurarin;
- cholesterinsenkende Präparate wie Cholestyramin;
- Arzneimittel zur Vorbeugung von Malaria;
- bestimmte Antibiotika und andere Medikamente zur Behandlung von Infektionskrankheiten, beispielsweise Rifampicin;
- Arzneimittel zur Behandlung von Asthma wie Theophyllin;
- gerinnungshemmende Arzneimittel wie Warfarin.
- Der gleichzeitige Konsum von Alkohol kann die Konzentration von Propranolol im Blut erhöhen und dadurch die Wirkung des Arzneimittels verändern.
Informieren Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie derzeit anwenden, vor Kurzem eingenommen haben oder künftig anwenden möchten.
Kontraindikationen für Dociton®
Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber Propranololhydrochlorid, anderen Betarezeptorenblockern oder einem der sonstigen Bestandteile des Präparats besteht. Die Einnahme ist außerdem bei bestimmten Störungen der Herzreizbildung und Herzreizleitung, darunter AV-Blockierungen zweiten und dritten Grades, das Sick-Sinus-Syndrom sowie höhergradige sinuatriale Blockierungen ohne implantierten Herzschrittmacher, ausgeschlossen.
Zu den weiteren Gegenanzeigen zählen eine ausgeprägte Bradykardie mit weniger als 50 Herzschlägen pro Minute, eine unbehandelte Herzmuskelschwäche, die Prinzmetal-Angina, Schockzustände, eine starke Blutdrucksenkung sowie ein erhöhter Druck im Lungenkreislauf. Das Präparat darf ebenfalls nicht bei Asthma bronchiale oder chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen angewendet werden.
Eine gleichzeitige Behandlung mit bestimmten Antidepressiva aus der Gruppe der MAO-Hemmer oder mit Calciumantagonisten wie Verapamil und Diltiazem stellt ebenfalls eine Kontraindikation dar. Darüber hinaus sollte das Arzneimittel nicht bei längeren Hungerphasen, Urämie, metabolischer Azidose, schweren Durchblutungsstörungen der Extremitäten, einer erhöhten Neigung zu Unterzuckerungen oder einem unbehandelten Phäochromozytom eingesetzt werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind, stillen, eine Schwangerschaft vermuten oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie vor Beginn der Behandlung ärztlichen Rat einholen.
Lagerung von Dociton®
Lagern Sie das Arzneimittel bei einer Temperatur von höchstens 25 °C in der Originalverpackung. Dadurch wird das Präparat wirksam vor Feuchtigkeit und Lichteinflüssen geschützt. Bewahren Sie das Arzneimittel an einem sicheren Ort auf, an dem Kinder weder Zugriff darauf haben noch es sehen können. Nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatums darf das Präparat nicht mehr angewendet werden.
Behandlungsoptionen für Dociton®
Nehmen Sie an unserer Online-Beratung teil, um ein Rezept für entsprechende Medikamente zu bekommen, die Ihnen versandkostenfrei innerhalb von 1-2 Tagen zugestellt werden.
- Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
- Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
- Schneller und vertraulicher Service
- Zugang zu medizinischen Fragen
Packungsbeilagen (2)
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