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Furorese®

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Bluthochdruck Behandlung mit Furorese®

Furorese® ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Erkrankungen, die mit einer erhöhten Flüssigkeitsansammlung im Körper einhergehen. Das Präparat enthält den Wirkstoff Furosemid in einer Dosierung von 80 mg. Durch die Hemmung der Rückresorption von Natrium und Chlorid in den Nieren wird die Ausscheidung von Wasser gefördert. Dadurch kann das Arzneimittel das zirkulierende Blutvolumen reduzieren und zur Senkung des Blutdrucks beitragen.

Das Präparat ist in Form von Tabletten erhältlich. Die geeignete Dosierung und die Dauer der Behandlung werden vom behandelnden Arzt individuell festgelegt.

So funktioniert es – in 3 einfachen Schritten

1
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2
Rezeptausstellung durch Arzt
3
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Wie wirkt Furosemid?

Furosemid zählt zu den Schleifendiuretika, einer Arzneimittelgruppe mit stark harntreibenden Eigenschaften. Der Wirkstoff steigert die Ausscheidung von überschüssigem Wasser über die Nieren und unterstützt dadurch die Verringerung von Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe. Darüber hinaus kann die Behandlung zu einer Absenkung erhöhter Blutdruckwerte beitragen.

Dosierung von Furorese®

Die Dosierung von Furosemid wird individuell an den Behandlungserfolg angepasst. Grundsätzlich sollte stets die geringstmögliche Dosis gewählt werden, mit der sich die gewünschte therapeutische Wirkung erreichen lässt.

Bei Ödemen, die durch Erkrankungen des Herzens oder der Leber verursacht werden, beträgt die empfohlene Anfangsdosis für Erwachsene in der Regel 40 mg Furosemid. Ist die harntreibende Wirkung nach 6 Stunden nicht ausreichend, kann die Dosis auf 80 mg erhöht werden. Falls die Flüssigkeitsausscheidung weiterhin unzureichend bleibt, kann die Dosis nach weiteren 6 Stunden auf 160 mg gesteigert werden. In Ausnahmefällen können unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung auch Anfangsdosen von mehr als 200 mg erforderlich sein. Die tägliche Erhaltungsdosis liegt üblicherweise zwischen 40 und 80 mg. Der durch die Behandlung verursachte Gewichtsverlust sollte 1 kg pro Tag nicht überschreiten.

Bei Flüssigkeitseinlagerungen infolge von Nierenerkrankungen beginnt die Therapie normalerweise mit einer morgendlichen Dosis von 40 mg. Bei unzureichender Harnausscheidung kann die Dosis schrittweise auf 80 mg und anschließend auf 160 mg erhöht werden. In besonderen Fällen sind auch höhere Dosierungen möglich. Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 40 bis 80 mg täglich. Bei Patienten mit nephrotischem Syndrom ist aufgrund des erhöhten Risikos für Nebenwirkungen eine besonders sorgfältige Dosierungsanpassung erforderlich.

Bei Ödemen infolge von Verbrennungen liegt die Tages- oder Einzeldosis in der Regel zwischen 40 und 100 mg Furosemid. Bei eingeschränkter Nierenfunktion können in Ausnahmefällen Dosierungen von bis zu 240 mg erforderlich sein. Vor Beginn der Behandlung sollte ein bestehender Flüssigkeitsmangel im Gefäßsystem ausgeglichen werden.

Zur Behandlung der arteriellen Hypertonie werden üblicherweise 40 mg Furosemid einmal täglich verabreicht. Das Arzneimittel kann sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Präparaten eingesetzt werden.

Die Dauer der Behandlung wird vom behandelnden Arzt festgelegt. Sie richtet sich nach der Ursache der Erkrankung sowie nach deren Schweregrad.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Der Arzt entscheidet anschließend über die erforderlichen Maßnahmen.

Wenn eine Einnahme vergessen wurde, sollte die Behandlung mit der verordneten Dosierung fortgesetzt werden. Eine doppelte Dosis darf nicht eingenommen werden, um die versäumte Anwendung auszugleichen.

Die Therapie sollte weder eigenmächtig unterbrochen noch vorzeitig beendet werden. Ein Abbruch der Behandlung ohne ärztliche Rücksprache kann den Therapieerfolg beeinträchtigen.

Anwendung von Furorese®

Die Einnahme der Tabletten sollte morgens vor dem Frühstück erfolgen. Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut und trinken Sie dazu ausreichend Flüssigkeit, zum Beispiel ein Glas Wasser.

Die Tablette verfügt über eine Bruchkerbe und kann bei Bedarf geteilt werden.

Wichtige Informationen zur Einnahme von Furorese®

Sofern der Arzt keine andere Empfehlung ausgesprochen hat, sollte das Arzneimittel vor einer Mahlzeit eingenommen werden. Während der Behandlung sollte der Aufenthalt in direktem Sonnenlicht oder unter anderen UV-Quellen möglichst eingeschränkt werden. Da das Präparat die Aufmerksamkeit und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen kann, ist bei der Teilnahme am Straßenverkehr und bei Tätigkeiten an Maschinen besondere Vorsicht erforderlich.

Nebenwirkungen von Furorese®

Auch bei der Anwendung dieses Arzneimittels können Nebenwirkungen auftreten, wobei nicht jeder Patient davon betroffen ist. Treten Beschwerden unerwartet auf oder nehmen sie deutlich zu, sollte unverzüglich ärztlicher Rat eingeholt werden. Einige Nebenwirkungen können einen schweren Verlauf nehmen und eine sofortige medizinische Behandlung erforderlich machen.

Selten:

  • Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts mit erniedrigten Konzentrationen von Natrium, Kalium, Kalzium oder Magnesium sowie einer Verringerung des Blutvolumens;
  • Erhöhte Blutwerte, darunter Kreatinin, Harnstoff, Cholesterin, Triglyzeride und Harnsäure;
  • Verstärkte Diurese mit einer Zunahme der ausgeschiedenen Urinmenge;
  • Blutdruckabfall, insbesondere beim Aufstehen nach längerem Liegen;
  • Eindickung des Blutes infolge eines ausgeprägten Flüssigkeitsverlustes;
  • Auftreten von Gichtbeschwerden;
  • Verschlechterung eines bestehenden Diabetes mellitus oder erstmaliges Auftreten einer bisher unentdeckten Stoffwechselstörung;
  • Anzeichen eines Elektrolytdefizits wie Müdigkeit, verminderter Appetit, Schläfrigkeit, Muskelkrämpfe, Erschöpfung, Verwirrtheit oder ein verstärktes Durstgefühl;
  • Beschwerden infolge eines Kaliumverlustes, beispielsweise Muskelschwäche, Missempfindungen, Verstopfung, Herzrhythmusstörungen oder schwere Störungen der Darmfunktion;
  • Hirnfunktionsstörungen bei Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung.

Häufig:

  • Verringerung der Anzahl von Blutplättchen sowie roten oder weißen Blutkörperchen;
  • Ausgeprägte allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock;
  • Entzündliche Veränderungen der Blutgefäße;
  • Entzündliche Erkrankungen der Nieren;
  • Erhöhte Körpertemperatur;
  • Akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse;
  • Beeinträchtigungen des Galleabflusses und Veränderungen der Leberfunktion;
  • Eosinophilie oder Agranulozytose mit einem erhöhten Risiko für Infektionen.

Gelegentlich:

  • Beeinträchtigungen des Hörvermögens, Ohrgeräusche oder vorübergehender beziehungsweise dauerhafter Hörverlust;
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall;
  • Schwindel, Kopfschmerzen, Bewusstseinsverlust oder Ohnmachtsanfälle;
  • Haut- und Schleimhautreaktionen, darunter Juckreiz, Nesselsucht, Hautausschläge, Blasenbildung oder eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht;
  • Schwerwiegende Hautreaktionen, darunter das Stevens-Johnson-Syndrom oder die toxische epidermale Nekrolyse;
  • Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühle in den Extremitäten;
  • Bildung von Blutgerinnseln, insbesondere bei älteren Patienten;
  • Verschlechterung oder erstmaliges Auftreten eines systemischen Lupus erythematodes;
  • Stoffwechselveränderungen wie eine metabolische Alkalose oder ein Pseudo-Bartter-Syndrom;
  • Schwere Muskelstörungen bis hin zur Rhabdomyolyse, insbesondere bei ausgeprägtem Kaliummangel;
  • Störungen des Harnabflusses mit möglicher Harnverhaltung sowie Nierensteine oder eine eingeschränkte Nierenfunktion;
  • Erhöhtes Risiko eines persistierenden Ductus arteriosus bei Frühgeborenen.

Die Entscheidung über eine Fortsetzung oder Beendigung der Behandlung trifft der behandelnde Arzt. Bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf das Arzneimittel nicht erneut angewendet werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken. Dies gilt auch für Beschwerden, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind.

Verträglichkeit von Furorese® mit anderen Arzneimitteln

Dieses Arzneimittel kann Wechselwirkungen mit verschiedenen Wirkstoffen eingehen. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass sowohl die Wirkung von Furosemid als auch die anderer Medikamente verändert wird.

Arzneimittel, die die Wirkung von Furosemid verändern können:

  • Glukokortikoide, Carbenoxolon sowie Abführmittel können den Verlust von Kalium fördern und dadurch das Risiko einer Hypokaliämie erhöhen.
  • Nichtsteroidale Antirheumatika, darunter Indometacin und Acetylsalicylsäure, können die harntreibende Wirkung abschwächen und unter bestimmten Bedingungen die Entstehung einer akuten Nierenschädigung begünstigen.
  • Probenecid, Methotrexat sowie andere über die Nieren ausgeschiedene Wirkstoffe können die Wirksamkeit des Arzneimittels herabsetzen.
  • Die gleichzeitige Anwendung von Phenytoin kann zu einer verminderten Wirkung von Furosemid führen.
  • Sucralfat kann die Aufnahme des Wirkstoffs im Verdauungstrakt reduzieren. Daher sollte zwischen den beiden Präparaten ein zeitlicher Abstand von mindestens zwei Stunden eingehalten werden.
  • Wenn Sie Aliskiren zur Behandlung von Bluthochdruck einnehmen, sollten Sie Ihren Arzt darüber informieren.

Arzneimittel, deren Wirkung durch Furosemid beeinflusst werden kann:

  • Herzglykoside können bei einem gleichzeitigen Kalium- oder Magnesiummangel das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen.
  • Bestimmte Antiarrhythmika und Antiallergika, die das QT-Intervall verlängern, können schwerwiegende Herzrhythmusstörungen begünstigen.
  • Die Nebenwirkungen hoch dosierter Salicylate können verstärkt auftreten.
  • Die nierenschädigende Wirkung bestimmter Antibiotika, beispielsweise von Aminoglykosiden, Cephalosporinen oder Polymyxinen, kann zunehmen.
  • Die Kombination mit ototoxischen Arzneimitteln kann das Risiko für Hörstörungen erhöhen.
  • Cisplatin kann in Verbindung mit Furosemid die schädlichen Auswirkungen auf Nieren und Gehör verstärken.
  • Die gleichzeitige Anwendung von Lithium kann zu erhöhten Wirkstoffspiegeln und einer verstärkten Belastung des Herz-Kreislauf-Systems sowie des Nervensystems führen.
  • Andere blutdrucksenkende oder harntreibende Arzneimittel können einen stärkeren Blutdruckabfall verursachen und die Nierenfunktion beeinträchtigen.
  • Die Kombination mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptorblockern sollte ausschließlich unter ärztlicher Überwachung erfolgen.
  • Furosemid kann die Ausscheidung bestimmter Wirkstoffe, darunter Methotrexat und Probenecid, verlangsamen und dadurch deren Konzentration im Blut erhöhen.
  • Die Wirkung von Theophyllin und bestimmten muskelentspannenden Arzneimitteln kann verstärkt werden.
  • Die Wirksamkeit von Antidiabetika sowie von blutdrucksteigernden Wirkstoffen wie Epinephrin oder Norepinephrin kann abgeschwächt werden.
  • Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit Risperidon ist eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich.
  • Hohe Furosemid-Dosen können die Konzentration von Schilddrüsenhormonen verändern, weshalb regelmäßige Kontrolluntersuchungen sinnvoll sein können.

Weitere Wechselwirkungen:

  • Die Kombination mit Ciclosporin A kann das Risiko für Gichtanfälle und entzündliche Gelenkbeschwerden erhöhen.
  • Bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für Nierenschäden können Röntgenkontrastmittel die Nierenfunktion zusätzlich beeinträchtigen.
  • Die gleichzeitige Anwendung von Chloralhydrat sollte vermieden werden, da Beschwerden wie Hitzegefühl, starkes Schwitzen, Übelkeit, Unruhe, Herzrasen oder ein Anstieg des Blutdrucks auftreten können.
  • Der Verzehr größerer Mengen Lakritze kann den Kaliumverlust verstärken und die Wahrscheinlichkeit eines Kaliummangels erhöhen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, kürzlich angewendet haben oder die Einnahme weiterer Medikamente beabsichtigen.

Kontraindikationen für Furorese®

Die Anwendung dieses Arzneimittels ist bei einer bekannten Allergie gegen Furosemid, Sulfonamide oder einen der enthaltenen Hilfsstoffe ausgeschlossen. Das Präparat darf ebenfalls nicht eingenommen werden, wenn ein Nierenversagen mit fehlender Urinausscheidung vorliegt und keine therapeutische Wirkung durch Furosemid erzielt werden kann. Zu den weiteren Gegenanzeigen zählen Leberfunktionsstörungen mit Bewusstseinseintrübung, schwere Elektrolytstörungen mit einem ausgeprägten Natrium- oder Kaliummangel sowie ein erheblicher Flüssigkeits- oder Blutvolumenverlust.

Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft sollte das Arzneimittel nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden. Während der Stillzeit ist die Einnahme des Präparats nicht zulässig.

Lagerung von Furorese®

Lagern Sie das Arzneimittel bei Raumtemperatur von höchstens 25 °C und bewahren Sie es stets in der Originalverpackung auf. Dadurch wird das Präparat vor äußeren Einflüssen wie Feuchtigkeit und Lichteinstrahlung geschützt. Achten Sie darauf, dass Kinder das Arzneimittel weder erreichen noch sehen können. Das Präparat darf nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwendet werden.

Behandlungsoptionen für Furorese®

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Mina Makar

Allgemeinmediziner

Mina ist Allgemeinmediziner mit langjähriger Erfahrung. Seinen Abschluss machte er 2008 in Medizin und Chirurgie. Er ist ausgebildeter Notfallarzt am Karolinska-Universitätskrankenhaus in Stockholm, Schweden. Mina stellt sicher, dass der medizinische Inhalt auf SofortArzt immer auf dem aktuellsten Forschungsstand ist.
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Letzte Aktualisierung am 14.08.2026 | Nächste geplante Überprüfung am 10.06.2027
Registrierungsnummer No. 198404118799

Fragen & Antworten

Die harntreibende Wirkung beginnt üblicherweise etwa eine Stunde nach der Einnahme. Der genaue Wirkungseintritt und die Wirkdauer können jedoch von Person zu Person variieren.

Wurde eine Dosis ausgelassen, sollte diese nicht durch die Einnahme einer zusätzlichen Tablette ersetzt werden. Setzen Sie die Behandlung stattdessen gemäß den Anweisungen Ihres Arztes fort.

Eine Anwendung während der Schwangerschaft sollte nur erfolgen, wenn der behandelnde Arzt den Nutzen und die möglichen Risiken sorgfältig abgewogen hat.

Nein. Während des Stillens darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Ja. Besonders zu Beginn der Behandlung oder nach einer Anpassung der Dosierung kann das Reaktionsvermögen eingeschränkt sein.

Auf Alkohol sollte während der Behandlung möglichst verzichtet werden. Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol und Furosemid kann den blutdrucksenkenden Effekt verstärken und das Risiko für Beschwerden wie Schwindel, Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen erhöhen.

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