Wie wirkt die Kombination aus Latanoprost und Timolol?
Latanoprost und Timolol senken den Augeninnendruck über unterschiedliche Wirkmechanismen. Latanoprost ist ein Prostaglandin-F2α-Analogon, das selektiv an Prostaglandin-FP-Rezeptoren bindet und den Abfluss des Kammerwassers, insbesondere über den uveoskleralen Abflussweg, erhöht.
Timolol gehört zur Gruppe der nichtselektiven Betablocker und hemmt die β-adrenergen Rezeptoren im Ziliarkörper des Auges. Dadurch wird die Produktion des Kammerwassers reduziert, was ebenfalls zu einer Senkung des Augeninnendrucks führt.
Durch die Kombination beider Wirkstoffe werden sowohl die Kammerwasserproduktion vermindert als auch dessen Abfluss verbessert. Die sich ergänzenden Wirkmechanismen ermöglichen eine stärkere Senkung des Augeninnendrucks als bei der Anwendung der einzelnen Wirkstoffe.
Dosierung von Fixaprost®
Die übliche Dosierung für erwachsene Patienten liegt bei einem Tropfen täglich in jedes von der Erkrankung betroffene Auge. Eine häufigere Anwendung als einmal innerhalb von 24 Stunden ist zu vermeiden, da sich die therapeutische Wirksamkeit bei mehrfacher Verabreichung verringern kann.
Die Behandlung muss entsprechend den ärztlichen Vorgaben erfolgen und sollte so lange fortgesetzt werden, bis der behandelnde Arzt das Absetzen des Präparats empfiehlt. Während der Therapie können zusätzliche Untersuchungen des Herz-Kreislauf-Systems erforderlich sein, die vom Arzt abhängig von der individuellen gesundheitlichen Situation angeordnet werden.
Falls neben diesem Präparat andere Augentropfen verwendet werden, sollte zwischen den jeweiligen Anwendungen ein Mindestabstand von fünf Minuten liegen. Dadurch wird eine unmittelbar aufeinanderfolgende Verabreichung der verschiedenen Augenpräparate vermieden.
Wird versehentlich eine größere Tropfenmenge als vorgesehen in das Auge eingebracht, können leichte Reizungen auftreten. Diese äußern sich beispielsweise durch vorübergehende Rötungen oder verstärkten Tränenfluss. Gewöhnlich klingen solche Beschwerden ohne zusätzliche Behandlung wieder ab. Bei anhaltenden Symptomen oder bestehenden Bedenken ist eine ärztliche Rücksprache empfehlenswert.
Sollte das Arzneimittel versehentlich geschluckt werden, ist ärztlicher Rat einzuholen. Nach Aufnahme größerer Mengen können Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Hitzeempfindungen und verstärktes Schwitzen auftreten.
Wenn eine vorgesehene Anwendung ausgelassen wurde, ist die Therapie zum nächsten regulären Zeitpunkt mit der üblichen Tropfenmenge fortzusetzen. Eine zusätzliche oder doppelte Dosis zum Ausgleich der versäumten Anwendung darf nicht verabreicht werden. Bei Unsicherheiten hinsichtlich des weiteren Behandlungsablaufs sollte der behandelnde Arzt konsultiert werden.
Anwendung von Fixaprost®
Kontaktlinsen sind vor der Anwendung der Augentropfen herauszunehmen. Das erneute Einsetzen ist frühestens 15 Minuten nach dem Eintropfen des Präparats zulässig.
Waschen Sie sich vor der Anwendung gründlich die Hände und nehmen Sie eine angenehme Position im Sitzen oder Stehen ein. Halten Sie das Datum der ersten Öffnung fest.
Achten Sie beim Öffnen des Einzeldosisbehältnisses darauf, die Tropferspitze nicht mit den Fingern oder anderen Gegenständen zu berühren, um eine Verunreinigung der Lösung zu vermeiden.
Ziehen Sie anschließend das untere Augenlid des zu behandelnden Auges mit einem Finger behutsam nach unten. Führen Sie die Tropferspitze vorsichtig in die Nähe des Auges, ohne dabei das Auge oder die umliegenden Hautpartien zu berühren.
Drücken Sie das Behältnis leicht zusammen, sodass ein einzelner Tropfen in das Auge gelangt. Lassen Sie danach das untere Augenlid wieder in seine natürliche Position zurückgleiten.
Schließen Sie nun das behandelte Auge und drücken Sie mit einem Finger für zwei Minuten sanft auf den inneren Augenwinkel unmittelbar neben der Nase. Halten Sie das Auge während dieser Zeit geschlossen.
Sofern die Behandlung beider Augen ärztlich angeordnet wurde, führen Sie den beschriebenen Vorgang anschließend auch am zweiten Auge durch. Die in einem Einzeldosisbehältnis enthaltene Lösungsmenge ist für die Anwendung an beiden Augen ausreichend.
Nach Abschluss der Anwendung muss das benutzte Einzeldosisbehältnis vollständig entsorgt werden, selbst wenn noch Flüssigkeit darin verblieben ist. Eine Aufbewahrung oder spätere Wiederverwendung ist nicht zulässig, da die Sterilität der Lösung nach dem Öffnen nicht mehr gewährleistet werden kann. Für jede weitere Anwendung ist daher ein neues, ungeöffnetes Behältnis erforderlich.
Nebenwirkungen von Fixaprost®
Wie bei anderen Arzneimitteln können auch bei der Behandlung mit diesem Präparat unerwünschte Wirkungen auftreten. Diese betreffen jedoch nicht alle Patienten.
Häufig:
- Veränderung der Augenfarbe;
- Augenreizungen, insbesondere Brennen, Juckreiz, Stechen sowie ein Sand- oder Fremdkörpergefühl im Auge;
- Schmerzen oder unangenehme Empfindungen im Bereich der Augen.
Selten:
- Augenrötungen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis), vorübergehend verschwommenes Sehen, verstärkter Tränenfluss, entzündliche Veränderungen der Augenlider sowie Reizungen oder oberflächliche Schädigungen des Augengewebes;
- Juckreiz (Pruritus) und Hautausschläge;
- Kopfschmerzen.
Weitere mögliche Nebenwirkungen:
- Entwicklung einer durch das Herpes-simplex-Virus (HSV) ausgelösten Virusinfektion des Auges.
- Allergische Reaktionen, die mit Nesselsucht, Hautausschlägen oder Schwellungen im Gesicht und an den Gliedmaßen einhergehen können. Schwellungen können auch die Atemwege betreffen und dadurch Schluck- oder Atembeschwerden verursachen. In schweren Fällen ist eine plötzlich auftretende, lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktion möglich.
- Abfall des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie).
- Schwindel, Schlaflosigkeit, depressive Verstimmungen, Albträume, Gedächtnisstörungen, Ohnmacht, Empfindungsstörungen wie Kribbeln, verminderte Durchblutung des Gehirns und Schlaganfall. Bei Patienten mit Myasthenia gravis können sich die Beschwerden dieser Muskelerkrankung verstärken.
- Schwellung des zentralen Netzhautbereichs (Makulaödem), Bildung flüssigkeitsgefüllter Zysten in der Regenbogenhaut, erhöhte Lichtempfindlichkeit (Photophobie), Vertiefung der Augenlidfalte, Hornhautentzündung, herabgesetzte Hornhautempfindlichkeit, trockene Augen, Hornhauterosionen, Herabhängen des oberen Augenlids und Doppeltsehen. Nach bestimmten operativen Eingriffen zur Senkung des Augeninnendrucks können außerdem Sehstörungen infolge einer Ablösung der Aderhaut auftreten.
- Dunklere Pigmentierung der Haut rund um die Augen, Veränderungen der Länge, Dichte, Stärke oder Farbe der Wimpern und feinen Härchen, fehlgerichtetes Wimpernwachstum sowie Schwellungen im Augenbereich. Darüber hinaus sind Entzündungen der Regenbogenhaut oder der mittleren Augenhaut (Iritis/Uveitis) und Vernarbungen der Augenoberfläche möglich.
- Ohrgeräusche wie Pfeifen, Klingeln oder Rauschen (Tinnitus).
- Verlangsamter Herzschlag, Herzklopfen, Schmerzen oder Engegefühl im Brustkorb (Angina pectoris), Verschlechterung einer bereits bestehenden Angina pectoris, Veränderungen des Herzrhythmus, bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen, Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme), Herzinsuffizienz mit möglicher Atemnot und Beinschwellungen sowie Herzinfarkt und Herzversagen bis hin zum Herzstillstand.
- Niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen, die eine vorübergehende Blässe oder Taubheit der Finger und Zehen hervorrufen können, sowie kalte Hände und Füße.
- Kurzatmigkeit, erschwerte Atmung, Husten, Verengung der Bronchien, insbesondere bei bestehenden Atemwegserkrankungen, sowie Auftreten oder Verschlechterung von Asthma bronchiale.
- Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Durchfall, Bauchschmerzen, Mundtrockenheit und Veränderungen des Geschmacksempfindens.
- Haarausfall, psoriasisähnliche Hautveränderungen mit weißlich-silbriger Schuppenbildung sowie eine mögliche Verschlimmerung einer bestehenden Schuppenflechte (Psoriasis).
- Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen ohne Zusammenhang mit körperlicher Belastung und verminderte Muskelkraft.
- Beeinträchtigungen der Sexualfunktion und vermindertes sexuelles Verlangen (Libidoverlust).
- Erhöhte Müdigkeit und körperliche Erschöpfung.
Wenn Sie während der Anwendung des Arzneimittels ungewöhnliche Beschwerden oder unerwünschte Reaktionen feststellen, informieren Sie Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die in dieser Übersicht nicht aufgeführt sind. Ihr behandelnder Arzt wird entscheiden, ob die Therapie unverändert fortgesetzt oder eine Anpassung der Behandlung erforderlich ist.
Verträglichkeit von mit Fixaprost® anderen Arzneimitteln
Bei der gleichzeitigen Anwendung dieses Präparats mit anderen Arzneimitteln können Wechselwirkungen auftreten, die deren Wirksamkeit oder Verträglichkeit beeinflussen.
Besondere Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Anwendung mit folgenden Wirkstoffen und Arzneimittelgruppen geboten:
- Prostaglandine und verwandte Wirkstoffe: Hierzu zählen Prostaglandin-Analoga und Prostaglandin-Derivate, die unter anderem zur Senkung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden;
- Betarezeptorenblocker (Betablocker): Arzneimittel, die beispielsweise zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder zur Verringerung des Augeninnendrucks verwendet werden;
- Epinephrin (Adrenalin): Ein Wirkstoff, der Bestandteil bestimmter Arzneimittel für die medizinische Notfallversorgung sowie einzelner ophthalmischer Präparate sein kann;
- Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzerkrankungen: Dazu gehören oral einzunehmende Calciumkanalblocker, Guanethidin, Antiarrhythmika zur Therapie von Herzrhythmusstörungen, Digitalisglykoside sowie Parasympathomimetika;
- Chinidin: Ein Arzneistoff, der bei bestimmten Herzerkrankungen, insbesondere Herzrhythmusstörungen, sowie zur Behandlung ausgewählter Malariaformen angewendet wird;
- Antidepressiva: Insbesondere Präparate mit den Wirkstoffen Fluoxetin oder Paroxetin.
Informieren Sie Ihren Arzt über sämtliche Arzneimittel, die Sie regelmäßig oder gelegentlich anwenden, sowie über Medikamente, die Sie erst vor Kurzem verwendet haben.
Kontraindikationen für Fixaprost®
Die Anwendung dieses Präparats ist in bestimmten Fällen kontraindiziert. Das Arzneimittel darf nicht verwendet werden, wenn bei Ihnen eine bekannte Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Latanoprost, Timolol, andere Betarezeptorenblocker oder einen der übrigen Bestandteile des Arzneimittels vorliegt.
Auch bei bestehenden oder früher aufgetretenen Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale oder einer schweren chronisch-obstruktiven Bronchitis ist die Anwendung ausgeschlossen.
Darüber hinaus darf das Präparat nicht eingesetzt werden, wenn Sie an schwerwiegenden Herzerkrankungen oder Störungen des Herzrhythmus leiden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Die Anwendung dieses Arzneimittels ist sowohl während einer Schwangerschaft als auch in der Stillzeit ausgeschlossen. Wenn Sie ein Kind erwarten, stillen, eine Schwangerschaft für möglich halten oder einen Kinderwunsch haben, ist vor Beginn der Behandlung eine ärztliche Beratung erforderlich. Ihr Arzt wird Ihre persönlichen gesundheitlichen Umstände berücksichtigen und prüfen, welche alternativen Behandlungsmöglichkeiten gegebenenfalls für Sie geeignet sind.
Lagerung von Fixaprost®
Fixaprost® sollte bei einer Umgebungstemperatur aufbewahrt werden, die 25 °C nicht überschreitet. Lassen Sie das Arzneimittel bis zum Gebrauch in seiner ursprünglichen Verpackung. Achten Sie darauf, dass der Aufbewahrungsort für Kinder weder erreichbar noch einsehbar ist. Nach Überschreiten des auf der Packung ausgewiesenen Verfallsdatums darf das Präparat nicht weiter angewendet werden.
Behandlungsoptionen für Fixaprost®
Nehmen Sie an unserer Online-Beratung teil, um ein Rezept für entsprechende Medikamente zu bekommen, die Ihnen versandkostenfrei innerhalb von 1-2 Tagen zugestellt werden.
- Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
- Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
- Schneller und vertraulicher Service
- Zugang zu medizinischen Fragen
Packungsbeilage
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