Wie wirkt L-Thyrox® Jod Hexal®?
L-Thyrox® Jod Hexal® ist ein Arzneimittel mit den beiden Wirkstoffen Levothyroxin-Natrium (T4) und Kaliumiodid. Sein Wirkprinzip verbindet die Zufuhr eines synthetischen Schilddrüsenhormons mit der Bereitstellung von Iod, das die Schilddrüse für die körpereigene Hormonproduktion benötigt. Auf diese Weise werden sowohl der Ausgleich des Schilddrüsenhormonbedarfs als auch die natürliche Hormonsynthese unterstützt.
Ein Teil des zugeführten Levothyroxins wird im Körper durch Abspaltung eines Iodatoms in das biologisch wirksamere Triiodthyronin (T3) umgewandelt. Die Schilddrüsenhormone entfalten ihre Wirkung durch Bindung an Rezeptoren im Zellkern und beeinflussen dadurch die Aktivität bestimmter Gene in den Zielzellen. Dies wirkt sich unter anderem auf den Energiehaushalt sowie den Stoffwechsel von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten aus. Das enthaltene Kaliumiodid liefert zugleich das für die Bildung körpereigener Schilddrüsenhormone notwendige Iod und trägt zur Aufrechterhaltung der normalen Schilddrüsenfunktion bei. Durch das Zusammenwirken beider Komponenten wird ein ausgeglichener Schilddrüsenhormonhaushalt gefördert.
Dosierung von L-Thyrox® Jod Hexal®
Die individuell erforderliche Tagesdosis des Arzneimittels wird von Ihrem behandelnden Arzt festgelegt. Dabei berücksichtigt er insbesondere Ihr Alter, Ihr Körpergewicht sowie die Ergebnisse regelmäßiger medizinischer Kontrolluntersuchungen. Eine eigenständige Anpassung der Dosierung oder ein Absetzen des Präparats ist nicht zulässig. Dies gilt auch während einer Schwangerschaft.
Bei einem einfachen Kropf, also einer gutartigen Vergrößerung der Schilddrüse, beträgt die empfohlene Dosierung eine Tablette täglich. Die gleiche Tagesdosis wird zur Vorbeugung einer erneuten Kropfbildung nach einer medikamentösen Therapie, einem operativen Eingriff an der Schilddrüse oder einer Radioiodbehandlung empfohlen.
Falls eine geringere oder höhere Menge Levothyroxin benötigt wird, stehen weitere Wirkstärken des Präparats mit entsprechend niedrigerem beziehungsweise höherem Levothyroxin-Gehalt zur Verfügung. Die Auswahl der geeigneten Wirkstärke erfolgt durch den behandelnden Arzt.
Auch die Dauer der Arzneimitteltherapie wird individuell ärztlich bestimmt und richtet sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild und dem Behandlungsverlauf.
Sollten Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben, setzen Sie die Behandlung zum nächsten vorgesehenen Einnahmezeitpunkt im gewohnten Rhythmus fort. Die ausgelassene Dosis darf nicht nachträglich durch eine zusätzliche Tablette ausgeglichen werden. Nehmen Sie keinesfalls die doppelte Menge ein, um eine versäumte Einnahme zu ersetzen.
Eine eigenmächtige Veränderung, Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung der Behandlung ist unbedingt zu vermeiden, da die ursprünglichen Beschwerden erneut auftreten können. Falls Sie das Arzneimittel nicht vertragen oder Veränderungen Ihres Gesundheitszustands bemerken, wenden Sie sich vor einer Anpassung der Therapie an Ihren behandelnden Arzt.
Anwendung von L-Thyrox® Jod Hexal®
Die Tablette kann geteilt werden. Die Tablette sollte morgens auf nüchternen Magen mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück eingenommen werden. Schlucken Sie diese unzerkaut und trinken Sie dazu ausreichend Flüssigkeit, vorzugsweise ein Glas Wasser. Die Einnahme auf leeren Magen ermöglicht eine bessere Aufnahme des Wirkstoffs als die Einnahme unmittelbar vor oder nach einer Mahlzeit.
Nebenwirkungen von L-Thyrox® Jod Hexal®
Wie bei der Anwendung anderer Arzneimittel können auch während der Behandlung mit diesem Präparat Nebenwirkungen auftreten. Diese betreffen jedoch nicht jeden Patienten.
Wird die verordnete Dosis nicht vertragen oder eine zu große Menge des Arzneimittels eingenommen, können Beschwerden auftreten, die für eine Schilddrüsenüberfunktion charakteristisch sind. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn die Dosierung zu Beginn der Therapie zu schnell gesteigert wird.
Häufige Nebenwirkungen:
- Schlaflosigkeit;
- Kopfschmerzen;
- erhöhte Nervosität;
- Herzklopfen und beschleunigter Herzschlag (Tachykardie).
Seltene Nebenwirkungen:
- Erhöhter Hirndruck.
Weitere Nebenwirkungen:
- Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Bestandteile des Arzneimittels;
- innere Unruhe;
- Zittern (Tremor);
- Herzrhythmusstörungen;
- anfallsartige Brustschmerzen mit einem Engegefühl im Brustkorb (pektanginöse Beschwerden);
- Hitzegefühl;
- verminderte Hitzetoleranz;
- Übelkeit, Erbrechen und Durchfall;
- allergische Hautreaktionen (Hautausschlag oder Nesselsucht);
- verstärktes Schwitzen;
- Angioödem mit Schwellungen der Haut und Schleimhäute;
- Muskelschwäche und schmerzhafte Muskelkrämpfe;
- Abnahme der Knochendichte bis hin zur Osteoporose (besonders betroffen können Frauen nach den Wechseljahren sein);
- unregelmäßige Monatsblutungen und andere Menstruationsstörungen;
- erhöhte Körpertemperatur (Fieber);
- Gewichtsabnahme.
Ihr behandelnder Arzt entscheidet, ob die tägliche Dosierung reduziert oder die Einnahme des Arzneimittels für einige Tage vorübergehend unterbrochen werden sollte. Nach dem Abklingen der unerwünschten Beschwerden kann die Therapie gegebenenfalls mit einer vorsichtig angepassten Dosierung fortgesetzt werden.
Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen:
- Juckreiz und entzündliche Hautveränderungen;
- Atemnot oder erschwerte Atmung;
- Schwellungen des Gesichts, der Lippen, des Halsbereichs oder der Zunge.
Bei einer bestehenden Überempfindlichkeit gegenüber Iod kann die Einnahme des Präparats weitere unerwünschte Reaktionen auslösen. Dazu gehören Fieber, Hautrötungen, Juckreiz oder Brennen in den Augen sowie Reizhusten. Darüber hinaus können Durchfall und Kopfschmerzen auftreten. Sollten sich Anzeichen einer Iodüberempfindlichkeit zeigen, ist die weitere Anwendung mit dem behandelnden Arzt abzuklären. Nach ärztlicher Rücksprache muss die Behandlung gegebenenfalls beendet werden.
Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie während der Anwendung des Arzneimittels Nebenwirkungen oder ungewöhnliche Veränderungen Ihres Gesundheitszustands feststellen. Dies gilt auch für Beschwerden, die in dieser Übersicht nicht aufgeführt sind.
Verträglichkeit von mit L-Thyrox® Jod Hexal® anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie derzeit einnehmen oder anwenden, kürzlich verwendet haben oder künftig einzunehmen beabsichtigen. Bestimmte Wirkstoffe können die Wirksamkeit dieses Präparats verändern. Umgekehrt kann das Arzneimittel selbst die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen. Deshalb können bei einer gleichzeitigen Behandlung zusätzliche Kontrolluntersuchungen oder Dosisanpassungen erforderlich sein.
Einfluss des Präparats auf andere Arzneimittel:
- Blutzuckersenkende Arzneimittel: Levothyroxin kann die Wirksamkeit von Medikamenten zur Behandlung des Diabetes mellitus vermindern. Dazu gehören insbesondere Metformin, Glimepirid, Glibenclamid und Insulin. Patienten mit Diabetes sollten ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren lassen, vor allem zu Beginn und nach Beendigung einer Schilddrüsenhormontherapie. Falls erforderlich, wird der Arzt die Dosierung der antidiabetischen Arzneimittel anpassen.
- Gerinnungshemmende Arzneimittel: Bei gleichzeitiger Anwendung von Levothyroxin und Cumarin-Derivaten wie Phenprocoumon oder Warfarin kann sich die gerinnungshemmende Wirkung verstärken. Daher ist eine regelmäßige ärztliche Überwachung der Blutgerinnungswerte notwendig. In bestimmten Fällen kann eine Verringerung der Antikoagulans-Dosis erforderlich sein.
Arzneimittel, die die Aufnahme von Levothyroxin vermindern können:
- Ionenaustauscherharze und bestimmte Arzneimittel zur Regulierung des Elektrolythaushalts: Colestyramin und Colestipol, die zur Senkung erhöhter Blutfettwerte eingesetzt werden, sowie Calcium- und Natriumsalze der Polystyrolsulfonsäure und Sevelamer können die Aufnahme von Levothyroxin im Darm beeinträchtigen. Diese Arzneimittel sollten deshalb erst vier bis fünf Stunden nach der Einnahme des Schilddrüsenpräparats angewendet werden.
- Gallensäurebindende Arzneimittel: Colesevelam, das zur Behandlung erhöhter Cholesterinwerte verwendet wird, bindet Levothyroxin im Verdauungstrakt und reduziert dadurch dessen Aufnahme. Zwischen den Einnahmen muss ein ausreichender zeitlicher Abstand eingehalten werden. Das Schilddrüsenpräparat sollte mindestens vier Stunden vor Colesevelam eingenommen werden.
- Aluminium-, Eisen- und Calciumpräparate: Aluminiumhaltige Antazida, Sucralfat, eisenhaltige Arzneimittel und Calciumcarbonat können die Aufnahme des Schilddrüsenhormons vermindern. Nehmen Sie das Levothyroxin-Präparat daher mindestens zwei Stunden vor diesen Mitteln ein.
- Protonenpumpenhemmer: Arzneimittel wie Omeprazol, Esomeprazol, Pantoprazol, Rabeprazol und Lansoprazol reduzieren die Bildung von Magensäure. Dadurch kann die Aufnahme von Levothyroxin im Darm abnehmen, was seine therapeutische Wirkung möglicherweise abschwächt. Bei gleichzeitiger Behandlung sollte die Schilddrüsenfunktion kontrolliert und die Levothyroxin-Dosis bei Bedarf nach ärztlicher Anweisung angepasst werden.
Arzneimittel, die den Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone beeinflussen:
- Propylthiouracil, Glukokortikoide und Betablocker: Propylthiouracil zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion, Glukokortikoide wie Cortison sowie Betablocker, insbesondere Propranolol, können die Umwandlung von Levothyroxin (T4) in das stärker wirksame Liothyronin (T3) hemmen. Dadurch kann sich die Wirkung des Präparats verändern.
- Amiodaron und iodhaltige Kontrastmittel: Aufgrund ihres hohen Iodgehalts können diese Substanzen sowohl eine Schilddrüsenüberfunktion als auch eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen. Besondere Vorsicht ist bei einer knotigen Schilddrüsenvergrößerung (Knotenstruma) erforderlich, da möglicherweise bisher unerkannte autonome Bereiche vorhanden sind, die eigenständig Schilddrüsenhormone produzieren. Darüber hinaus kann Amiodaron die Umwandlung von T4 in T3 hemmen. Falls notwendig, wird der Arzt die Dosierung des Präparats verändern.
- Tyrosinkinase-Inhibitoren: Bei gleichzeitiger Behandlung mit Krebsmedikamenten wie Imatinib, Sunitinib, Sorafenib oder Motesanib kann die Wirksamkeit von Levothyroxin abnehmen. Daher müssen die klinischen Beschwerden und die Schilddrüsenfunktionswerte sorgfältig kontrolliert werden. Gegebenenfalls wird die Levothyroxin-Dosis angepasst.
Weitere Arzneimittel mit möglichen Wechselwirkungen:
- Salicylate: Insbesondere bei Dosierungen von mehr als 2,0 g täglich. Diese Wirkstoffe werden unter anderem zur Schmerzlinderung und Fiebersenkung eingesetzt.
- Dicumarol: Ein Wirkstoff zur Hemmung der Blutgerinnung.
- Furosemid: Ein harntreibendes Arzneimittel, insbesondere bei hohen Dosierungen von etwa 250 mg.
- Clofibrat: Ein Medikament zur Behandlung erhöhter Blutfettwerte.
- Östrogenhaltige Hormonpräparate: Bei der Einnahme östrogenhaltiger hormoneller Verhütungsmittel oder während einer Hormonersatztherapie nach den Wechseljahren kann der Bedarf an Levothyroxin steigen.
- Sertralin: Dieses Antidepressivum kann die Wirksamkeit von Levothyroxin vermindern.
- Chloroquin und Proguanil: Arzneimittel zur Behandlung beziehungsweise Vorbeugung von Malaria sowie bestimmter rheumatischer Erkrankungen können die Wirkung des Schilddrüsenhormons abschwächen.
- Lithium: Dieser unter anderem bei psychischen Erkrankungen eingesetzte Wirkstoff kann die Freisetzung von Schilddrüsenhormonen verringern.
- Barbiturate: Arzneimittel, die beispielsweise bei Krampfanfällen, zur Narkose oder als Schlafmittel eingesetzt werden, können die Wirksamkeit von Levothyroxin herabsetzen.
- Rifampicin: Ein Antibiotikum, das unter anderem zur Behandlung von Tuberkulose verwendet wird und die Wirkung von Levothyroxin abschwächen kann.
- Carbamazepin und Phenytoin: Diese Wirkstoffe werden hauptsächlich zur Behandlung epileptischer Anfälle eingesetzt. Phenytoin wird außerdem bei bestimmten Herzrhythmusstörungen angewendet. Beide Arzneistoffe können die Wirksamkeit des Schilddrüsenhormonpräparats verändern beziehungsweise vermindern.
- Johanniskrautpräparate: Pflanzliche Arzneimittel, die beispielsweise bei depressiven Beschwerden, Angstzuständen oder Schlafstörungen verwendet werden, können die Wirkung von Levothyroxin abschwächen.
- Protease-Inhibitoren: Bei gleichzeitiger Anwendung von Levothyroxin mit Arzneimitteln zur Behandlung einer HIV-Infektion, beispielsweise Lopinavir, Ritonavir oder Indinavir, kann die Wirkung des Schilddrüsenhormons nachlassen. Deshalb ist eine sorgfältige Überwachung der Schilddrüsenfunktion und der klinischen Symptome erforderlich.
- Orlistat: Dieses Arzneimittel zur Behandlung von Übergewicht kann die therapeutische Wirkung von Levothyroxin vermindern.
- Semaglutid: Bei gleichzeitiger Anwendung mit diesem Medikament zur Behandlung von Diabetes mellitus kann sich die Konzentration von Levothyroxin verändern. Daher muss der Arzt möglicherweise die Schilddrüsenhormonwerte überprüfen und die Dosierung entsprechend anpassen.
Bei gleichzeitiger Einnahme hoher Dosen Kaliumiodid und kaliumsparender Diuretika kann die Kaliumkonzentration im Blut ansteigen. Darüber hinaus können bestimmte Substanzen die Aufnahme von Iod in die Schilddrüse hemmen. Hierzu gehören Thiocyanat, das unter anderem in verschiedenen Kohl- und Bohnenarten enthalten ist, Perchlorat zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion sowie Ouabain, ein Wirkstoff, der bei bestimmten Herzerkrankungen eingesetzt wird.
Biotin kann die Ergebnisse einiger Laborverfahren zur Bestimmung der Schilddrüsenhormonwerte verfälschen. Wenn Sie Biotin einnehmen oder erst vor Kurzem angewendet haben, informieren Sie Ihren Arzt und das zuständige Laborpersonal vor einer Blutuntersuchung darüber. So kann bei der Beurteilung der Untersuchungsergebnisse berücksichtigt werden, ob diese möglicherweise durch Biotin beeinflusst wurden.
Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:
- Sojahaltige Lebensmittel: Sojaprodukte können die Aufnahme von Levothyroxin aus dem Verdauungstrakt verringern. Wenn Ihre Ernährung überwiegend aus sojahaltigen Lebensmitteln besteht oder Sie eine solche Ernährungsweise beginnen beziehungsweise beenden, können eine ärztliche Kontrolle und eine Anpassung der Dosierung erforderlich sein.
- Kaffee: Das Präparat sollte nicht gleichzeitig mit Kaffee eingenommen werden, da dieser die Aufnahme des Schilddrüsenhormons vermindern kann. Zwischen der Tabletteneinnahme und dem Kaffeetrinken sollte ein Abstand von mindestens 30 bis 60 Minuten eingehalten werden. Patienten, die bereits Levothyroxin erhalten, sollten ihre gewohnten Kaffeetrinkzeiten nicht ohne ärztliche Überwachung der Schilddrüsenfunktionswerte verändern.
- Iodiertes Speisesalz: Während der Behandlung kann weiterhin iodiertes Speisesalz verwendet werden. Bei üblichen Verzehrmengen führt dies nicht zu einer Überschreitung des täglichen Iodbedarfs.
Informieren Sie Ihren behandelnden Arzt grundsätzlich über sämtliche zusätzlichen Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparate, die Sie anwenden. Änderungen der Einnahmezeiten oder der Dosierung des Schilddrüsenpräparats sollten ausschließlich nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.
Kontraindikationen für L-Thyrox® Jod Hexal®
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn bei Ihnen eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Levothyroxin-Natrium, Kaliumiodid oder einen der weiteren Bestandteile des Präparats besteht.
Eine weitere Gegenanzeige liegt vor, wenn die Schilddrüse einzelne oder mehrere Bereiche aufweist, die unabhängig von den normalen Regelmechanismen unkontrolliert Schilddrüsenhormone bilden. Solche Veränderungen werden als fokale beziehungsweise diffuse Schilddrüsenautonomie bezeichnet.
Auch bei einer bestehenden Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) ist die Einnahme des Präparats ausgeschlossen.
Das Arzneimittel darf ebenfalls nicht verwendet werden, wenn eine unbehandelte Nebennierenrindeninsuffizienz vorliegt. Gleiches gilt für eine bislang nicht behandelte Funktionsstörung der Hirnanhangsdrüse (Hypophyseninsuffizienz), sofern diese mit einer behandlungsbedürftigen Schwäche der Nebennierenrinde verbunden ist.
Bei einem kürzlich erlittenen Herzinfarkt ist die Anwendung kontraindiziert. Dies gilt ebenso bei einer akuten Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) sowie bei einer akuten Pankarditis, bei der sämtliche Schichten der Herzwand von einer Entzündung betroffen sind.
Darüber hinaus darf das Präparat nicht eingenommen werden, wenn eine hypokomplementämische Vaskulitis besteht. Dabei handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Blutgefäße, die mit erniedrigten Komplementfaktoren im Blut einhergeht.
Eine weitere Gegenanzeige stellt die Dermatitis herpetiformis Duhring dar. Diese chronisch-entzündliche Hauterkrankung ist unter anderem durch stark juckende Hautveränderungen und die Bildung kleiner Bläschen gekennzeichnet.
Schwangerschaft und Stillzeit
Falls Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft vermuten oder planen beziehungsweise Ihr Kind stillen, sollten Sie vor Beginn der Einnahme dieses Arzneimittels ärztlichen Rat einholen.
Lagerung von L-Thyrox® Jod Hexal®
Bewahren Sie das Arzneimittel bei Temperaturen von höchstens 25 °C auf. Damit es bis zur Einnahme vor Feuchtigkeit und Licht geschützt bleibt, sollte das Präparat in seiner Originalverpackung gelagert werden. Wählen Sie einen Aufbewahrungsort, an dem das Medikament für Kinder weder sichtbar noch erreichbar ist. Nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfalldatums darf das Arzneimittel nicht mehr verwendet werden.
Behandlungsoptionen für L-Thyrox® Jod Hexal®
Nehmen Sie an unserer Online-Beratung teil, um ein Rezept für entsprechende Medikamente zu bekommen, die Ihnen versandkostenfrei innerhalb von 1-2 Tagen zugestellt werden.
- Rezeptausstellung durch einen Online-Fragebogen
- Auswahl an Markenmedikamenten und deutschen Generika
- Schneller und vertraulicher Service
- Zugang zu medizinischen Fragen
Packungsbeilagen (6)
- L-Thyrox® Jod HEXAL® 50 µg und 150 µg Tabletten.pdf
- L-Thyrox® Jod HEXAL® 88 µg und 150 µg Tabletten.pdf
- L-Thyrox® Jod HEXAL® 100 µg und 100 µg Tabletten.pdf
- L-Thyrox® Jod HEXAL® 100 µg und 150 µg Tabletten.pdf
- L-Thyrox® Jod HEXAL® 125 µg und 150 µg Tabletten.pdf
- L-Thyrox® Jod HEXAL® 150 µg und 150 µg Tabletten.pdf
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