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Tafluprost/Timolol Santen®

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Tafluprost/Timolol Santen® Preise ab 79,90 €
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Glaukom Behandlung mit Tafluprost/Timolol Santen®

Die Arzneimittelinformationen beziehen sich auf das Medikament Tafluprost/Timolol Santen®. Falls diese Marke nicht verfügbar ist, liefert die Versandapotheke ein gleichwertiges Produkt mit dem gleichen Wirkstoff und Dosierung.

Tafluprost/Timolol Santen® ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Senkung des erhöhten Augeninnendrucks bei Patienten mit Offenwinkelglaukom, wenn eine Behandlung mit einem einzelnen Wirkstoff keine ausreichende Drucksenkung erzielt. Das Präparat enthält die Wirkstoffkombination Tafluprost (15 µg/ml) und Timolol (5 mg/ml). Tafluprost fördert den Abfluss des Kammerwassers aus dem Auge, während Timolol dessen Produktion reduziert. Durch die Kombination beider Wirkmechanismen wird eine zusätzliche Senkung des Augeninnendrucks ermöglicht.

Das Arzneimittel ist als Augentropfen in Einzeldosispipetten zur lokalen Anwendung am Auge erhältlich. Die Dosierung und Behandlungsdauer werden vom behandelnden Augenarzt unter Berücksichtigung des Augeninnendrucks, des Krankheitsverlaufs und des individuellen Ansprechens auf die Therapie festgelegt.

So funktioniert es – in 3 einfachen Schritten

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Wie wirkt die Kombination aus Tafluprost und Timolol?

Tafluprost und Timolol senken den Augeninnendruck durch zwei unterschiedliche Wirkmechanismen. Tafluprost gehört zur Gruppe der Prostaglandin-F2α-Analoga und wird im Augengewebe in seine pharmakologisch aktive Form, die Tafluprostsäure, umgewandelt. Diese aktiviert selektiv Prostaglandin-FP-Rezeptoren und verbessert den Abfluss des Kammerwassers, insbesondere über den uveoskleralen Abflussweg.

Timolol ist ein nichtselektiver Betablocker, der die β-adrenergen Rezeptoren im Ziliarkörper des Auges blockiert. Dadurch wird die Produktion des Kammerwassers vermindert, was ebenfalls zu einer Senkung des Augeninnendrucks führt.

Die Kombination beider Wirkstoffe beeinflusst somit sowohl den Abfluss als auch die Bildung des Kammerwassers. Durch die sich ergänzenden Wirkmechanismen kann eine stärkere Senkung des Augeninnendrucks erreicht werden als bei der Anwendung der einzelnen Wirkstoffe.

Dosierung von Tafluprost/Timolol Santen®

Die übliche Dosierung sieht vor, einmal täglich einen Tropfen in das betroffene Auge beziehungsweise in beide behandlungsbedürftigen Augen einzuträufeln. Die vom Arzt festgelegte Tropfenmenge und Anwendungshäufigkeit dürfen nicht überschritten werden, da eine höhere Dosierung oder häufigere Anwendung die Wirksamkeit des Präparats vermindern kann.

Sollte das Arzneimittel unbeabsichtigt verschluckt werden, ist eine ärztliche Rücksprache erforderlich, um das weitere Vorgehen zu klären.

Falls Sie eine Anwendung vergessen haben, holen Sie diese mit einem Tropfen nach, sobald Sie sich daran erinnern. Anschließend setzen Sie die Behandlung entsprechend dem gewohnten Dosierungsplan fort. Steht der Zeitpunkt für die nächste reguläre Anwendung jedoch bereits kurz bevor, verzichten Sie auf die versäumte Dosis. Verwenden Sie keinesfalls die doppelte Tropfenmenge, um eine vergessene Anwendung auszugleichen.

Ein Absetzen des Arzneimittels kann dazu führen, dass der Augeninnendruck erneut ansteigt. Ein dauerhaft erhöhter Augeninnendruck kann irreversible Schäden am Auge verursachen. Daher sollte die Behandlung nicht eigenständig beendet werden, sondern nur nach vorheriger Absprache mit dem behandelnden Augenarzt.

Anwendung von Tafluprost/Timolol Santen®

Das Präparat ist ausschließlich zur Anwendung als Augentropfen bestimmt und darf nicht eingenommen werden.

Vermeiden Sie jeglichen Kontakt zwischen dem Einzeldosisbehältnis und dem Auge beziehungsweise der umliegenden Haut. Eine Berührung kann Verletzungen am Auge verursachen. Darüber hinaus besteht die Gefahr einer bakteriellen Verunreinigung des Behältnisses. Dadurch können Augeninfektionen entstehen, die schwere Augenschäden bis hin zum Verlust des Sehvermögens nach sich ziehen können. Um das Risiko einer Kontamination zu minimieren, darf die Tropferspitze keine Oberflächen berühren.

Kontrollieren Sie vor dem ersten Gebrauch, ob der Beutel unbeschädigt ist. Verwenden Sie die darin enthaltenen Einzeldosisbehältnisse nicht, wenn die Verpackung Beschädigungen aufweist. Öffnen Sie den Beutel entlang der markierten gestrichelten Linie und vermerken Sie anschließend das Öffnungsdatum.

Reihenfolge der Anwendung:

  • Waschen Sie Ihre Hände vor dem Gebrauch des Arzneimittels gründlich.
  • Entnehmen Sie den zusammenhängenden Streifen mit den Einzeldosisbehältnissen aus dem geöffneten Beutel.
  • Trennen Sie ein einzelnes Behältnis vorsichtig vom Streifen ab.
  • Legen Sie die übrigen Behältnisse zurück in den Beutel und verschließen Sie diesen, indem Sie den oberen Rand umfalten.
  • Öffnen Sie das abgetrennte Einzeldosisbehältnis durch Abdrehen des Verschlusses.
  • Halten Sie das Behältnis sicher zwischen Daumen und Zeigefinger. Achten Sie darauf, dass die Tropferspitze höchstens 5 mm über die Kante Ihres Zeigefingers hinausragt.
  • Neigen Sie den Kopf nach hinten oder nehmen Sie eine liegende Position ein. Stützen Sie Ihre Hand auf der Stirn ab, sodass sich der Zeigefinger an der Augenbraue oder auf dem Nasenrücken befindet. Richten Sie den Blick nach oben und ziehen Sie mit der freien Hand das untere Augenlid vorsichtig nach unten.
  • Halten Sie das Einzeldosisbehältnis über das Auge, ohne mit der Tropferspitze den Augapfel oder die umliegende Haut zu berühren. Drücken Sie das Behältnis behutsam zusammen, bis ein Tropfen in den entstandenen Zwischenraum zwischen dem unteren Augenlid und dem Auge gelangt.
  • Schließen Sie anschließend die Augen und üben Sie mit einem Finger etwa zwei Minuten lang sanften Druck auf den inneren Augenwinkel aus. Dadurch lässt sich der Abfluss der Tropfenlösung über den Tränenkanal verringern.
  • Entfernen Sie überschüssige Flüssigkeit vorsichtig von der Haut im Augenbereich.

Falls der Tropfen das Auge nicht erreicht hat, wiederholen Sie den Eintropfvorgang. Wurde Ihnen die Anwendung des Präparats an beiden Augen ärztlich verordnet, führen Sie die beschriebenen Schritte anschließend auch am zweiten Auge durch.

Die in einem Einzeldosisbehältnis enthaltene Lösungsmenge ist für die Behandlung beider Augen ausreichend. Entsorgen Sie das geöffnete Behältnis unmittelbar nach der Anwendung, auch wenn darin noch Flüssigkeit vorhanden ist. Eine erneute Verwendung des bereits geöffneten Behältnisses ist nicht vorgesehen.

Wenn Sie zusätzlich andere Augenarzneimittel anwenden, muss zwischen diesem Präparat und dem jeweiligen weiteren Arzneimittel ein zeitlicher Abstand von mindestens fünf Minuten eingehalten werden.

Weiche Kontaktlinsen dürfen frühestens 30 Minuten nach dem Eintropfen des Arzneimittels wieder eingesetzt werden.

Nebenwirkungen von Tafluprost/Timolol Santen®

Wie andere Arzneimittel kann auch dieses Präparat Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei allen Patienten auftreten. Die meisten unerwünschten Reaktionen sind leicht bis mäßig ausgeprägt und erfordern in der Regel keinen Abbruch der Behandlung. Bei starken oder länger anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt konsultiert werden.

Häufige Nebenwirkungen:

  • Juckreiz, Brennen oder Reizungen der Augen;
  • Augenschmerzen und Augenrötungen;
  • Veränderungen der Länge, Dichte, Dicke oder Anzahl der Augenwimpern;
  • Verfärbung der Augenwimpern;
  • Fremdkörpergefühl im Auge;
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit;
  • Verschwommenes oder unscharfes Sehen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:

  • Trockene Augen oder verstärkter Tränenfluss;
  • Rötungen, Entzündungen oder Schwellungen der Augenlider;
  • Kleine, punktförmige entzündliche Veränderungen auf der Augenoberfläche;
  • Entzündliche oder allergische Reaktionen der Augen;
  • Entzündungen im Augeninneren;
  • Ermüdung der Augen und allgemeines Unbehagen im Augenbereich;
  • Kopfschmerzen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen:

  • Verminderte Sehschärfe, Veränderungen der Irisfarbe (möglicherweise dauerhaft), Pigmentveränderungen der Haut um die Augen und der Bindehaut, Schwellungen oder Bildung kleiner Knötchen auf der Bindehaut, Augenausfluss, Zurücksinken des Augapfels sowie Entzündungen der Regenbogenhaut oder der mittleren Augenhaut (Iritis/Uveitis).
  • Haut und Haare: Verstärktes oder ungewöhnliches Haarwachstum im Bereich der Augenlider.
  • Atemwege: Atemnot oder Verschlechterung eines bestehenden Asthmas.

Zusätzliche Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Timolol:

  • Immunsystem: Allergische Reaktionen wie Nesselsucht, Hautausschläge, Juckreiz und Schwellungen des Unterhautgewebes. In schweren Fällen kann eine plötzlich auftretende, lebensbedrohliche allergische Reaktion auftreten.
  • Stoffwechsel: Abfall des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie).
  • Psychische Erkrankungen: Depressionen, Schlafstörungen, Albträume und Gedächtnisstörungen.
  • Nervensystem: Schwindel, Ohnmacht, Kribbeln oder andere ungewöhnliche Empfindungen, Nervosität, verminderte Durchblutung des Gehirns, Schlaganfall sowie eine Verschlechterung der Symptome einer Myasthenia gravis, einer Erkrankung, die mit krankhafter Muskelschwäche einhergeht.
  • Augen: Hornhautentzündungen, verminderte Empfindlichkeit der Hornhaut, Veränderungen der Sehschärfe oder der Brechkraft des Auges, Herabhängen des oberen Augenlids, Doppeltsehen, Hornhauterosionen sowie Sehstörungen infolge einer Ablösung der Aderhaut nach bestimmten Augenoperationen.
  • Ohren: Ohrgeräusche oder Ohrensausen (Tinnitus).
  • Herz-Kreislauf-System: Verlangsamter Herzschlag, Herzklopfen, Brustschmerzen, Veränderungen des Herzrhythmus, bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen, Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme), Herzinsuffizienz einschließlich einer Stauungsherzinsuffizienz sowie Herzinfarkt.
  • Blutgefäße: Niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen, Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens) infolge einer verminderten Durchblutung, Raynaud-Syndrom sowie kalte Hände und Füße.
  • Atemwege: Verengung der Bronchien, insbesondere bei bestehenden Atemwegserkrankungen, Atembeschwerden und Husten.
  • Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Mundtrockenheit und Veränderungen des Geschmacksempfindens.
  • Haut: Haarausfall, psoriasisähnliche Hautausschläge oder Verschlechterung einer bereits bestehenden Psoriasis.
  • Muskeln und Gelenke: Muskelschmerzen, die nicht durch körperliche Anstrengung verursacht werden, sowie Gelenkschmerzen.
  • Geschlechtsorgane und Sexualfunktion: Vermindertes sexuelles Verlangen, sexuelle Funktionsstörungen sowie die Peyronie-Krankheit, die eine krankhafte Verkrümmung des Penis verursachen kann.
  • Allgemeine Beschwerden: Muskelschwäche, erhöhte Müdigkeit und verstärktes Durstgefühl.

Bei Patienten mit bereits stark geschädigter Hornhaut wurden in sehr seltenen Fällen während der Behandlung Kalziumablagerungen beobachtet. Diese können sich als trübe, weißliche Flecken auf der Hornhautoberfläche bemerkbar machen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit einschränken. Daher ist beim Führen von Fahrzeugen und beim Bedienen von Maschinen besondere Vorsicht geboten.

Wenn während der Anwendung des Arzneimittels unerwünschte Beschwerden auftreten, sollten Sie Ihren Arzt darüber informieren. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die in dieser Übersicht nicht aufgeführt sind.

Verträglichkeit von mit Tafluprost/Timolol Santen® anderen Arzneimitteln

Zwischen diesem Präparat und anderen Arzneimitteln können Wechselwirkungen auftreten. Dabei kann sowohl die Wirkung anderer Medikamente durch dieses Arzneimittel verändert werden als auch umgekehrt.

Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere über die Anwendung oder geplante Verwendung folgender Arzneimittel:

  • Weitere Augentropfen, die zur Behandlung eines Glaukoms (Grüner Star) eingesetzt werden;
  • Medikamente zur Senkung eines erhöhten Blutdrucks;
  • Präparate zur Therapie von Herzerkrankungen;
  • Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit);
  • Chinidin, ein Wirkstoff zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen und einiger Malariaformen;
  • Antidepressiva mit den Wirkstoffen Fluoxetin oder Paroxetin.

Teilen Sie Ihrem behandelnden Arzt mit, welche Medikamente Sie gegenwärtig einnehmen oder anwenden, in letzter Zeit verwendet haben oder zukünftig anwenden möchten.

Kontraindikationen für Tafluprost/Timolol Santen®

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn bei Ihnen eine Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Tafluprost, Timolol, andere Betarezeptorenblocker oder einen der weiteren Bestandteile des Präparats bekannt ist.

Auch bei bestehenden oder früher aufgetretenen Atemwegserkrankungen, insbesondere Asthma bronchiale oder einer schweren chronisch-obstruktiven Bronchitis, ist die Anwendung ausgeschlossen. Diese Erkrankungen können mit pfeifenden Atemgeräuschen, Atemnot und anhaltendem Husten einhergehen.

Darüber hinaus darf das Präparat nicht verwendet werden, wenn Sie an einer verlangsamten Herzfrequenz (Bradykardie), einer Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen mit unregelmäßigem Herzschlag leiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der gesamten Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Während einer Schwangerschaft darf dieses Arzneimittel nicht verwendet werden. Auch in der Stillzeit ist von der Anwendung des Präparats abzusehen.

Lagerung von Tafluprost/Timolol Santen®

Lagern Sie das Arzneimittel unmittelbar nach dem Erhalt im unteren Bereich des Kühlschranks bei einer Temperatur von 2 bis 8 °C. Achten Sie darauf, dass das Präparat stets außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufbewahrt wird. Nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatums darf das Arzneimittel nicht mehr verwendet werden.

Behandlungsoptionen für Tafluprost/Timolol Santen®

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Mina Makar

Allgemeinmediziner

Mina ist Allgemeinmediziner mit langjähriger Erfahrung. Seinen Abschluss machte er 2008 in Medizin und Chirurgie. Er ist ausgebildeter Notfallarzt am Karolinska-Universitätskrankenhaus in Stockholm, Schweden. Mina stellt sicher, dass der medizinische Inhalt auf SofortArzt immer auf dem aktuellsten Forschungsstand ist.
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Letzte Aktualisierung am 26.10.2026 | Nächste geplante Überprüfung am 22.08.2027
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