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Timolol Micro Labs®

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Timolol Micro Labs® Preise ab 34,90 €
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Glaukom Behandlung mit Timolol Micro Labs®

Timolol Micro Labs® ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks bei Glaukom. Das Präparat enthält den Wirkstoff Timolol in Konzentrationen von 2,5 mg/ml und 5 mg/ml. Timolol ist ein nichtselektiver Betablocker, der die Kammerwasserproduktion im Auge hemmt. Dadurch wird der Augeninnendruck reduziert und einer fortschreitenden Schädigung des Sehnervs entgegengewirkt.

Das Arzneimittel ist als Augentropfen zur lokalen Anwendung am Auge erhältlich. Die erforderliche Dosierung, Anwendungshäufigkeit und Behandlungsdauer werden vom behandelnden Augenarzt anhand des Augeninnendrucks, des Krankheitsverlaufs und des individuellen Therapieansprechens festgelegt.

So funktioniert es – in 3 einfachen Schritten

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2
Rezeptausstellung durch Arzt
3
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Wie wirkt Timolol?

Timolol zählt zu den nichtselektiven Betarezeptorenblockern und hemmt sowohl β1- als auch β2-adrenerge Rezeptoren. Dadurch wird die Wirkung körpereigener Katecholamine an diesen Rezeptoren unterdrückt. Bei der Anwendung als Augentropfen entfaltet der Wirkstoff seine Wirkung vor allem im Ziliarkörper des Auges, wo er durch die Blockade β-adrenerger Rezeptoren die Bildung von Kammerwasser reduziert.

Die verminderte Produktion des Kammerwassers führt zu einer Abnahme des Augeninnendrucks. Im Unterschied zu Wirkstoffen, die den Abtransport der Augenflüssigkeit fördern, beruht die Wirkung von Timolol hauptsächlich auf der Hemmung ihrer Neubildung. Durch die Kontrolle des erhöhten Augeninnendrucks kann Timolol dazu beitragen, das Fortschreiten glaukomatöser Schädigungen des Sehnervs zu verlangsamen und das Risiko weiterer Nervenschäden zu reduzieren.

Dosierung von Timolol Micro Labs®

Die übliche Dosierung beträgt zweimal täglich jeweils einen Tropfen in jedes behandlungsbedürftige Auge. Die Anwendung erfolgt einmal morgens und einmal abends.

Verändern Sie die verordnete Dosierung nicht eigenständig. Jede Anpassung der Tropfenmenge oder Anwendungshäufigkeit muss zuvor mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.

Über die erforderliche Dauer der Behandlung entscheidet Ihr Arzt beziehungsweise der behandelnde Arzt Ihres Kindes unter Berücksichtigung der individuellen medizinischen Situation.

Falls versehentlich eine größere Menge des Präparats als vorgesehen angewendet oder das Arzneimittel unbeabsichtigt verschluckt wurde, ist unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Für einen erfolgreichen Behandlungsverlauf ist es wichtig, die Augentropfen regelmäßig und entsprechend den ärztlichen Anweisungen anzuwenden.

Sollten Sie eine Anwendung versäumt haben, holen Sie diese möglichst bald nach. Steht die nächste reguläre Dosis jedoch bereits kurz bevor, verzichten Sie auf die vergessene Anwendung und setzen Sie die Therapie zum gewohnten Zeitpunkt fort. Verwenden Sie keinesfalls die doppelte Tropfenmenge, um eine ausgelassene Dosis auszugleichen.

Wenn Sie beabsichtigen, die Behandlung zu beenden, sollten Sie dies unbedingt vorher mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. Ein eigenständiges Absetzen des Arzneimittels ohne ärztliche Rücksprache ist zu vermeiden.

Anwendung von Timolol Micro Labs®

Achten Sie bei der Anwendung darauf, dass die Tropferspitze des Behältnisses weder das Auge noch die umliegenden Hautbereiche berührt. Durch einen solchen Kontakt können Bakterien in die Augentropfen gelangen und die Lösung verunreinigen. Dies kann Augeninfektionen verursachen, die unter Umständen schwere Schädigungen des Auges bis hin zum vollständigen Verlust des Sehvermögens zur Folge haben. Um das Risiko einer bakteriellen Kontamination möglichst gering zu halten, sollten Sie vor jeder Anwendung gründlich die Hände waschen und sicherstellen, dass die Tropferspitze mit keinerlei Oberflächen in Berührung kommt.

Weitere Informationen finden Sie in der Packungsbeilage.

Nebenwirkungen von Timolol Micro Labs®

Während der Anwendung dieses Arzneimittels können, wie bei jeder medikamentösen Behandlung, Nebenwirkungen entstehen. Diese treten jedoch nicht zwangsläufig bei jedem Patienten auf.

Häufige Nebenwirkungen:

  • Augenreizungen, brennende Augen oder ein ausgeprägtes Gefühl der Trockenheit;
  • Entzündliche Erkrankungen der Bindehaut (Konjunktivitis);
  • Entzündung der Hornhaut (Keratitis);
  • Entzündungen im Bereich der Augenlidränder (Blepharitis);
  • Herabgesetzte Sensibilität der Hornhaut;
  • Zeitweilige Einschränkungen des Sehvermögens.

Seltene Nebenwirkungen:

  • Augen: Wahrnehmung von Doppelbildern, Absenkung des oberen Augenlids sowie Abhebung der Aderhaut nach bestimmten operativen Verfahren zur Reduzierung des Augeninnendrucks.
  • Herz-Kreislauf-System: Schwerwiegende Beeinträchtigungen der Herzfunktion bis hin zum Herzstillstand sowie Schlaganfälle.
  • Hornhautveränderungen: Bei einer bereits erheblich geschädigten Hornhaut können sich durch die Anwendung phosphathaltiger Augentropfen in äußerst seltenen Fällen Kalziumablagerungen bilden, die als weißliche oder trübe Flecken auf der Hornhaut sichtbar werden.

Weitere mögliche Nebenwirkungen:

  • Atemwege: Zunahme des Atemwegswiderstands und krampfartige Verengung der Bronchien (Bronchospasmus), wodurch Atemnot entstehen kann. Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei Personen mit Bronchialasthma oder einer bestehenden Anfälligkeit für bronchiale Verkrampfungen.
  • Haut und Immunsystem: Überempfindlichkeitsreaktionen, die sich durch Hautausschläge oder Quaddeln (Urtikaria) äußern können, Haarverlust (Alopezie), Hautveränderungen mit psoriasisähnlichem Erscheinungsbild sowie eine mögliche Verstärkung der Beschwerden bei bestehender Schuppenflechte.
  • Herz-Kreislauf-System: Verminderte Herzschlagfrequenz, unregelmäßiger Puls, niedriger Blutdruck, spürbares Herzpochen, Störungen der Erregungsüberleitung zwischen Vorhöfen und Herzkammern (AV-Block), eingeschränkte Pumpleistung des Herzens, Wassereinlagerungen im Körpergewebe (Ödeme) und Schmerzen im Brustkorb. Zusätzlich sind Durchblutungsprobleme an Armen und Beinen, belastungsabhängige Schmerzen beim Gehen (Claudicatio intermittens), Raynaud-Syndrom, ungewöhnlich kalte Extremitäten und eine unzureichende Blutversorgung des Gehirns möglich.
  • Stoffwechsel und Hormonsystem: Unterdrückung oder Abschwächung der typischen Warnsymptome einer Unterzuckerung (Hypoglykämie). Dies ist vor allem bei Diabetikern von Bedeutung, die Insulin anwenden.
  • Nervensystem und psychische Gesundheit: Schmerzen im Kopfbereich, Benommenheits- und Schwindelgefühle, depressive Stimmungslagen, belastende Träume, Einschränkungen des Erinnerungsvermögens, nachlassende geistige Leistungsfähigkeit sowie Empfindungsstörungen wie Kribbeln oder Taubheit in Armen und Beinen. Bei einer bestehenden Myasthenia gravis kann es zu einer Zunahme der Muskelschwäche und anderer krankheitstypischer Symptome kommen.
  • Ohren: Wahrnehmung von Geräuschen ohne äußere Schallquelle, beispielsweise Pfeifen, Brummen oder Rauschen (Tinnitus).
  • Magen-Darm-Trakt: Übelkeitsgefühl, flüssiger Stuhlgang (Diarrhö), Beschwerden bei der Verdauung (Dyspepsie) und verminderte Speichelproduktion mit Mundtrockenheit.
  • Geschlechtsorgane und Sexualfunktion: Rückgang des sexuellen Verlangens sowie Induratio penis plastica (Peyronie-Krankheit), eine Erkrankung, bei der sich verhärtete Bindegewebsbereiche im Penis entwickeln und eine krankhafte Krümmung verursachen können.
  • Allgemeine Beschwerden: Schwindelgefühle, allgemeine Kraftlosigkeit und reduzierte körperliche Belastbarkeit.

Auch nach dem Absetzen von Timolol kann dessen drucksenkender Einfluss auf das Auge noch einige Tage bestehen bleiben. Wurde das Arzneimittel über einen längeren Zeitraum angewendet, kann die Verminderung des Augeninnendrucks unter Umständen noch zwei bis vier Wochen nach dem Therapieende nachweisbar sein.

Bei einer Behandlung, die ausschließlich an einem Auge erfolgt, ist außerdem eine Senkung des Augeninnendrucks am unbehandelten Auge möglich.

Das Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit herabsetzen und dadurch die sichere Teilnahme am Straßenverkehr sowie das Arbeiten mit Maschinen beeinträchtigen. Bei diesen Tätigkeiten ist daher besondere Umsicht erforderlich.

Sollten Sie während der Anwendung Nebenwirkungen oder andere ungewöhnliche Reaktionen feststellen, informieren Sie Ihren behandelnden Arzt.

Verträglichkeit von mit Timolol Micro Labs® anderen Arzneimitteln

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, welche Arzneimittel Sie gegenwärtig einnehmen oder anwenden, in letzter Zeit verwendet haben oder künftig verwenden möchten. Bestimmte Wirkstoffe können sich bei gleichzeitiger Anwendung gegenseitig beeinflussen, wodurch sich ihre therapeutische Wirkung verändern oder das Risiko unerwünschter Reaktionen erhöhen kann.

Bei der gleichzeitigen Verwendung folgender Arzneimittel sind mögliche Wechselwirkungen besonders zu beachten:

  • Adrenalinhaltige Augentropfen: In Kombination mit diesem Präparat kann Adrenalin eine Erweiterung der Pupillen (Mydriasis) verursachen.
  • Augentropfen mit Adrenalin oder Pilocarpin: Die zusätzliche Anwendung dieser Wirkstoffe kann die durch Timolol bewirkte Senkung des Augeninnendrucks verstärken.
  • Betablocker zur Anwendung am Auge: Von der gleichzeitigen Behandlung mit zwei unterschiedlichen ophthalmischen Betarezeptorenblockern wird abgeraten.
  • Systemisch angewendete Betablocker: Bei zusätzlicher Einnahme von Betablockern gegen Bluthochdruck oder Erkrankungen der Herzkranzgefäße können sich die jeweiligen Wirkungen verstärken. Dies kann sowohl zu einer stärkeren Reduzierung des Augeninnendrucks als auch zu ausgeprägteren Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System führen.
  • Antihypertensiva und Arzneimittel gegen Herzerkrankungen: Die Kombination mit bestimmten Wirkstoffen, darunter Calciumantagonisten, Reserpin oder Betarezeptorenblocker, kann das Risiko einer übermäßigen Blutdrucksenkung und einer erheblichen Verlangsamung der Herzfrequenz (Bradykardie) erhöhen.

Auch Medikamente, deren Anwendung erst kürzlich beendet wurde, können für mögliche Wechselwirkungen relevant sein. Informieren Sie Ihren Arzt deshalb über alle laufenden sowie vor Kurzem abgeschlossenen Arzneimitteltherapien.

Kontraindikationen für Timolol Micro Labs®

Die Behandlung mit diesem Präparat ist nicht zulässig, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Timololmaleat oder einen anderen Bestandteil des Arzneimittels vorliegt.

Darüber hinaus bestehen Gegenanzeigen bei bestimmten Erkrankungen der Atemwege. Hierzu gehören eine übersteigerte Reaktionsfähigkeit der Bronchien (bronchiale Hyperreagibilität), gegenwärtiges oder in der Vergangenheit aufgetretenes Asthma bronchiale sowie chronisch-obstruktive Erkrankungen der Atemwege, die eine anhaltende Beeinträchtigung der Atemfunktion verursachen können.

Auch bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen schließen die Anwendung aus. Dazu zählen eine deutlich verlangsamte Herzschlagfolge (Bradykardie), Störungen der elektrischen Signalübertragung zwischen Herzvorhöfen und Herzkammern (AV-Block zweiten oder dritten Grades), eine medikamentös nicht ausreichend eingestellte Herzschwäche sowie ein kardiogener Schock infolge einer schwerwiegenden Störung der Herzfunktion.

Das Präparat darf außerdem nicht angewendet werden, wenn eine schwere allergische Entzündung der Nasenschleimhaut besteht oder die Hornhaut aufgrund von Ernährungs- beziehungsweise Versorgungsstörungen geschädigt ist.

Für Personen, bei denen der Augeninnendruck überwiegend in den Nachtstunden erhöht ist, stellen Timolol-haltige Augentropfen keine geeignete Behandlungsmöglichkeit dar.

Schwangerschaft und Stillzeit

Vor der Anwendung des Arzneimittels ist eine ärztliche Beratung erforderlich, wenn Sie schwanger sind, stillen, eine mögliche Schwangerschaft vermuten oder eine Schwangerschaft planen. Der behandelnde Arzt wird anhand Ihrer persönlichen gesundheitlichen Voraussetzungen prüfen, ob die Anwendung des Präparats für Sie geeignet ist.

Lagerung von Timolol Micro Labs®

Dieses Arzneimittel darf nur bei Temperaturen bis 25 °C aufbewahrt werden. Lassen Sie das Präparat bis zur Verwendung in der Originalverpackung, damit es vor Licht und Feuchtigkeit geschützt bleibt. Der Aufbewahrungsort muss so gewählt werden, dass das Medikament für Kinder weder sichtbar noch erreichbar ist. Nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum ist die Anwendung des Arzneimittels nicht mehr gestattet.

Behandlungsoptionen für Timolol Micro Labs®

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Mina Makar

Allgemeinmediziner

Mina ist Allgemeinmediziner mit langjähriger Erfahrung. Seinen Abschluss machte er 2008 in Medizin und Chirurgie. Er ist ausgebildeter Notfallarzt am Karolinska-Universitätskrankenhaus in Stockholm, Schweden. Mina stellt sicher, dass der medizinische Inhalt auf SofortArzt immer auf dem aktuellsten Forschungsstand ist.
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Letzte Aktualisierung am 26.10.2026 | Nächste geplante Überprüfung am 22.08.2027
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